Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1866. (57)

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Theil  der  Prioritäts-Obligationen  der  Stargard-Posener  Eisenbahngesellschaft
III.  Emission  unter  Zustimmung  der  Kniglichen  Skaaksregierung  zu  den  im  Allerhöchsten
  Privilegium  vom  5.  Juli  1858.  (Gesetz-Samml.  von  1858.  S.  429.  ff.)
angegebenen  Zwecken  nach  Maaßgabe  des  Bedürfnisses  zu  verwenden.  Sollte
während  der  Dauer  dieses  Vertrages  zur  Erweiterung  der  Bahnanlagen  oder
zur  Vermehrung  des  Betriebsmaterials  der  Stargard-Posener  Eisenbahn  noch
eine  weitere  Verstärkung  des  Anlagekapitals  der  Gesellschaft  nothwendig  werden,
so  ist  die  Stargard-Posener  Eisenbahngesellschaft  gehalten,  für  die  Beschaffung
der  erforderlichen  Kapitalien  durch  Aufnahme  fernerer  Prioritäts  anleihen  unter
angemessenen  Bedingungen  nach  Anordnung  der  Königlichen  Staatsregierung
und  unbeschader  der  ihr  im  §.  2  durch  die  Oberschlesische  Eisenbahn  garantirten
Rente  Sorge  zu  tragen.

g.  6.

Die  Stargard-Posener  Eisenbahngesellschaft  ist  während  der  Dauer  dieses
Vertrages  zu  keinerlei  Oispositionen  über  ihr  der  Verwaltung  der  Oberschlesischen
Eisenbahngesellschaft  unterliegendes  Eigenthum  befugt.  Sie  darf  ohne  Genehmigung
  der  Oberschlestschen  Eisenbahngesellschaft  keinen  Bestandtheil  dieses  Eigenthums
  verdußern  oder  verpfänden,  keine  Anleihen  aufnehmen,  noch  den  Gegenlann
  ihres  Unternehmens  ändern  oder  ausdehnen,  noch  auch  ihre  Auflösung

eschließen.

S.  7.

Der  gegenwartige  Verrag  begründet  keine  Aenderung  in  der  vom  Staat
durch  den  im  F.  1.  erwähnten  Staturennachtrag  übernommenen  Zinsengaramtie
für  die  Aktien  der  Stargard-Posener  Eisenbahngesellschaft.  Insoweil  daher
die  Oberschlesische  Eisenbahngesellschaft  für  ein  Betriebsjahr  den  Nachweis
führt,  daß  der  nach  F.  Z.  des  Nachtrages  zu  ermittelnde  Reinertrag  zur  Gewährung
  der  den  Aktionairen  in  diesem  Verrrage  zugesicherten  Rente  von  vier
ein  halb  Prozent  nicht  ausreicht,  wird  das  Fehlende  bis  zur  Höhe  von  drei
ein  halb  Prozent  nach  wie  vor  aus  der  Staatskasse,  und  nur  der  Ueberrest  von
gine  urogem  aus  den  Mitteln  der  Oberschlesischen  Eisenbahngesellschaft  zugeschossen.


Bei  der  in  solchem  Falle  eintretenden  Ermittelung  des  Reinertrages  der
Stargard-Posener  Eisenbahn  sollen  die  Kosten  der  gemeinschaftlichen  Central-Verwaltung
  des  Oberschlesischen  und  des  Stargard-Posener  Eisenbahn-Unternehmens
  in  Gemäßheit  der  Bestimmungen  im  F.  4.  des  zwischen  dem  Staate
und  der  Stargard-Posener  Eisenbahngesellschaft  unterm  26.  Juni  1851.  vor
dem  Notar  Justizrath  von  Dewitz  zu  Stettin  notariell  geschlossenen  Cin  dessen
Notariatsregister  Nr.  122.  pro  1851.  eingetragenen),  in  copia  vidimata  hier
überreichten  Betriebsüberlassungs-Vertrages,  sowie  im  §F.  2.  des  oben  im  F.  1.
erwähnten,  die  Ueberlassung  der  Verwaltung  und  des  Betriebes  des  Oberschlesischen
Eisenbahn-Unternehmens  an  den  Staat  betreffenden  Vertrages  vom  17.  September
  1856.  zwischen  den  Oberschlesischen  Eisenbahnen  und  der  Stargard-(Nr.

  6346.)  Po-