Full text : Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) vom 18. August 1896 nebst dem Einführungsgesetze vom 18. August 1896.

III.  Abschn.:  Rechtsgeschäfte.  1.  Tit.:  Geschäftsfähigkeit.  59

5.  8  6  Nr.  1.  —  Entmündigung  wegen  Geistesschwäche  (§  114
N.  1)  begründet  nicht  ohne  weiteres  Geschäftsunfähigkeit,  vgl.  aber  A.  3,
K.  Gr.  53  298,  Bay.  11  42,  JW.  08  ½,  11  1.

6.  Gleichviel  ob  die  Voraussetzung  der  Nr.  2  zutrifft  und  ohne
Rücksicht  auf  lichte  Zwischenräume.  —  Zeitpunkt  8P.  8  661.  —  Übergang
  a.  155.

Folgen  8.  105.

Die  Willenserklärung!  eines  Geschäftsunfähigen  ist  nich-*-

  ist  auch  eine  Willenserklärung,  die  im  Zustande
der  Bewußtlosigkeit  oder  vorübergehender  Störung  der  Geistesthätigkeit
  abgegeben  wird.57
1  *—*  IIa  79,  IIb  101,  111  101.  M.  1,  130.  Prot.  1I,  56,  VI,  119.
—  A.  957.

1.  A.  “  vor  §  116.  —  Wirtsam  bleibt  der  Antrag  des  Entmündigten
  auf  Beiordnung  eines  Vertreters  8PO.  8  668,  2.  R.  68  40.

2.  §  139  A.  1.  Auch  Erwerb  durch  Rechtsgeschäfte,  insbesondere
durch  Schenkungen,  ist  ausgeschlossen,  nicht  aber,  sofern  der  Wille  tatsächlich
  vorhanden  war,  Erwerb  durch  andere  Rechtshandlungen  (A.“
vor  §  104).  Wegen  Empfanges  empfangsbedürftiger  Erklärungen  8  131.
A.  “*  vor  §  104.  Wegen  Besitzerwerbs  §  854  A.  5.  —  Ausnahme  in
92230.—  Geschäfte  seines  Bevollmächtigten  sind  nicht  nichtig,  5  177  A.  1.

3.  Wegen  der  Wirkungen  der  Aufhebung  der  Entmündigung  insolge
  Anfechtung  §  115.  —  Den  Zeitpunkt  regeln  für  alle  Fälle  ZPO.
98  672,  678,  679.

4.  Wirksame  Rechtsgeschäfte  für  den  Geschäftsunfähigen  vornehmen
lonn  nur  der  gesetzliche  Vertreter  (Vater  88  1627,  1630,  1634,  1635,
1666,  1670,  1676  bis  1680,  Mutter  bzw.  Beistand,  8§§  1684,  1685,
1693,  1696  bis  1698,  1707,  Vormund  8§  1707,  1773,  1793,  1897,
1906,  Pfleger  §§  1909,  1915).  Dazu  muß  unter  Umständen  noch  die
Genehmigung  des  Gegenvormundes  (8§  1809  ff.),  des  Vormundschaftsgerichts
  (68  112,  1484  2,  14913,  14928,  15173,  16393,  1642  bis  1645,
16678,  17292,  1731,  17501,  1751:,  1755,  1770,  1814,  1816,  1818
bis  1826,  2290  bis  2292,  2347,  2351,  2352,  Pr.  a.  2  85,  M.Sch.
8  130,  131,  M.St.  88  127,  128),  des  Beistandes  (§  1690)  treten.  Vgl.
40½.  Für  Strafanträge  StGB.  8  65.  —  In  einzelnen  Fällen  ist  geutzliche
  Vertretung  ausgeschlossen  oder  beschränkt,  z.  B.  88  13041,  1307,
1317,  13361,  13375,  1358,  14371,  1508,  15112,  1516,  1595,  1598,
1599,  1728,  17295,  1731,  17482,  1750,  1755,  1770,  2064,  2229,  2256,
2271:,  2274,  22821,  2284,  22902,  22961,  23471.  Weitere  Wirkungen
der  Geschäftsunfähigkeit  in  §8  8,  131,  206,  672,  682,  13/0,  1595,  1676,
1728,  1738,  1765,  1780,  1865,  2201,  2225,  2282,  2283,  2347  und
negativ  791,  7948.  Dazu  treten  die  allgemeinen  Wirkungen  einer  Verfügungsbeschränkung,
  §  878  A.  2.

5.  freie  Willensbestimmung  ausschließender,  Z.  R.  74  17.