Hentsch zu stellen, bis dleser auf Grund seiner Feststellungen von der
allein zuständigen O. S. L. die Entscheidung erwirkt hätte.
Gewiß wurde auch belm Cberkommando der 7. Armee in keiner
Weise verkannt, daß an die Leistungsfähigkeit und Spannkraft der Truppen
nie dagewesene Zumutungen gestellt waren, daß ihre Stärke auf die Zälfte
des Auerückestandes zurückgegangen war, und daß Ersatz, Munition und
alle sonstigen Bedürfnisse bei der Länge der rückwärtigen Verbindungen
immer mehr zurückbliebem. Die Armeen liefen gewissermaßen ihrer eigenen
Schleppe weg, so daß mein Armee-Oberkommando noch am Il0. September
um 15 nachmittags Maßnahmen der G. S. A. zur rascheren
Seranführung des Prsatzes erbeten hatte. Alle diese Sorgen legten natürlich
einen Stopp oder, wenn es der Gesamtlage wegen sein mußte, sogar
ein Zusammenzieben auf eine kürzere rückwärtige Linie nahe. Es fragte
sich aber, ob der letzte Zauch von Mann und Roß in diesem Augenblick
nicht doch noch herauegeholt werden mußte, die große Schlacht durchzuschlagen
und lieber erst die Tiederlage der Feinde zur eigenen Erholung
auozunutzen!
Tatsächlich war das Marne-Unheil zu dieser Zeit, als Zentsch die
5. Armee schleuntast verließ, schon im Rollen. Ich versage es mir, auf
die von mir schon an anderer Stelle berührten Vorgänge einzugehen, die
zuerst im Oberbommando der 2. Armee den, wie wir heute wissen, unbegründeten
Rückzugsentschluß ausgelöst und dann später auch das ZJurückgehen
der I. Armee und des rechten Glügels der 3. Armee zur Folge gehabt
batten. Ich beschränke mich auf eine kurze Darlegung der Verhältnisse,
unter denen mein rechter Nachbar — die 4. Armee — und melne eigene Armee
von der Wendung der Gesamtlage betroffen wurden.
Der linke Flügel der 3. Armee (XIX. A. K.) war der 4. Armee westlich
Vitry le Frangoie angeschlossen. Bie Sermaize hin erkämpfte diese
Armee in siegreichem Fortschreiten schon auf dem südlichen Marne-Ufer
verheißungsvolle Erfolge für ihr beabsichtigtes Zinschwenken im Derein mit
der 5. Armee nach Südosten, als der Rückzugebefehl alle Soffnungen tilgte.
Die Lage meiner Armee mit ihrem rechten, dem Rampfflügel, von
Vassincourt südöstlich Revigny bis Zeippes, sprungbereit auf Bar le Duc,
sobald dle 4. Armee welt genug nach Südosten herumgeschwenkt sein würde,
war nicht ungünstiger als zuvor. Telle des KVIII. R. R. mit dem
ZRavallerie-Rorps Sollen, das VI., XIII. und XVI. A. N. fochten zwar
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