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empfangen: er stand ihrem Geiste ebenbürtig ihr zur
Seite, viele der Gespräche, die man in ihren Roma—
nen liest, sind wörtlich beim Spazierengehen durch ihren
Salon zwischen beiden gehalten worden. Baron Bystram
besaß und ich glaube das beurrheilen zu können,
denn ich habe Jahre lang ihm sehr nahe gestanden, die
feinste weltmännische Bilpung, wie sie die des größten
Welttens mächtige, durch und durch poctisch organisirte
und datei selten gescheite Gräfin allerdings bedurfte,
um ihr Interesse rege zu erhalten; er besaß den
liebenswürdig sten Humor, wie er nur einem ganz wohlwollenden
Herzen entströmt, wo gar keine Spur von schlechtem
Ehrgeiz und schlechter Eitelkeit am innersten Leben
nagend sich findet, wie dies bei so vielen bochrrivilegirten
Adelsherren der Fall ist: Baron Bystram
verband mit diesen ächt-männlichen Eigenschaften das
tieffühlendste Herz und die rührendste Zärtlichkeit: ich
habe oft gesehen, daß ihm, wenn er von der Gräfin,
wenn diese abwesend, bei ihrer Mutter in Greifswald,
war, sprach, die Thränen in den Augen standen. Es war
gar nickt leicht, die Stellung, die Baron Bystram der
Gräfin gegenüber hatte und die Manche für die eines
Cavalierte serreule ansahen, so würdig zu bebhaupten,
wic er sic behanptet hat; aber Aller Herzen, die ihn
näher kannten, flogen ihm entgegen, sonderlich die der
Damen. Es war auch gar keine Kleinigkeit für Baron
Bystram, die Gräfin auf so strapazanten Reisen,
wie besonders die nach dem Orient und die nach England
waren, zu begleiten: nach der englischen Reise
äußerte er selbst einmal seufzend zu mir: „Ach, wenn
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