Full text : Die Schlacht bei Forbach und die Wehrkraft des deutschen Volkes.

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  einigem  dem  Kneipen-  und  Bummelleben  entgegen
zu  wirken,  sollte  der  tägliche  Turnunterricht  obligatorisch
  gemacht  werden,  auch  für  Korporationen,
denn  das  bißchen  Fechten  ist  zu  einseitig.  Wir
speichern  damit  Kraft  auf  und  belegen  Zeit,  die  beide
sonst  unter  Garantie  verlumpt  werden.  Die  Ausnützung
  der  äußerlichen  Freiheit  zur  Pflichterfüllung
und  Arbeit  führt  zur  wahren,  ıinnerlichen  Freiheit,
während  ihre  Verbummelung  die  Unfreiheit  bringt.
Gerade  den  Kommilitonen  müssen  wir  einer  straffen,
ernsten  und  vaterländischen  Sammlung  unterwerfen,
denn  Zerstreuung  hat  er  von  Jugend  auf  im  Überfluß.
  Hiermit  ist  nicht  eine  Gleichmachung  der
Geister  gemeint,  sondern  eine  Vertiefung,  eine  wirkliche
  Erweckung  der  Individualität.  Eine  rücksichtslose
  Kontrolle  des  Kollegienbesuches  könnte  auch
nur  gute  Früchte  tragen.  Und  nach  alledem  verbleibt
noch  eine  riesengroße  Portion  „akademischer  Freiheit‘!
  Ohne  die  vollständige  Gesundung  unserer  an
körperlicher,  geistiger  und  seelischer  Blutleere  leidenden
  Jugend  ıst  dem  \Verfalle  nıcht  Einhalt  zu  tun.  —
Alles,  was  wir  bisher  an  der  körperlichen  Ausbildung
der  Jugend  und  der  körperlichen  Erhaltung  des
Mannes  zuwege  gebracht  haben,  ist  eitel  Stückwerk,
eine  einzige  grobe  Vernachlässigung.  Man  sah  auch
hier  „höheren  Orts“,  wie  bei  der  Abwehr  der  Geschlechtskrankheiten,
  über  den  Rand  des  Schemas  f
nicht  hinaus.  —  Das  Turnwesen  ım  weitesten  Sinne
ıst  die  Grundlage  der  Gesundheit,  der  körperlichen,
geistigen  und  sittlichen  Kraft,  kurzum  der  Wehrkraft
des  Volkes.  Je  wehrhafter  ein  Volk,  desto  leistungsfähıger
  ist  es  auf  allen  Gebieten.  Jeder  Deutsche
erhält  mit  dieser  Ausbildung  des  Körpers  und  Geistes
einen  Empfehlungsbrief  fürs  Leben  ausgehändigt.  Tir