64 Ebemals gutsherrliche Beamte.
60//#8, 1416 5⅝83 und 18415 3/64) hat der oberste
Gerichtshof die Frage: ob nach gemeinem
Rechte die Injurienklage, insbesondere die ästimatorische,
durch eine vor der Einlassung auf die
Klage unumwunden abgegebene Ehrenerklärung beseitigt
werden könne = noch in vielen Erkenntnissen
besahend —e Vgl. Ol G. Rr.
10311/ 1051“ 1#: 781“: 13905384;
12795%2 1365%
In Rr. 18 M 54 und 13657) ist dabei
für das gemeine Recht, wie nach Bd. XII S. 69,
70 und Bd. XXV S. 223 (RNr. 12095 3590) für
das bayerische, ausgesprochen, daß es die Wirkung
der Ehrenerklärung nicht beeinträchtige, wenn der
Beklagte erklärt, er erinnere sich der Injurie nicht
méhr, sie aber democh zugesteht. St.
5.
Zum Art. 1 des Gesetzes vom 4. Juni 1818 über die Auf-„
bebung der standes= und gutsherrlichen Gerichtsbarkeit. U„
Wenn der Staat in Gemäßheit des oben angeführten
Art. 1 standes= oder gutöherrliche Gerichtsund
Polizeibeamte und Diener übernommen hat, so
steht dem Beamten oder Diener eine Klage gegen
den ehemaligen Gerichtsherrn auf Erfüllung des
Dienstvertrages nicht mehr zu, sondern der Staat
tritt gänzlich an die Stelle des Letzten. Das Verhältniß
zwischen den drei Betheiligten ist der Delegation
analog. Die Vorschrift des Gesetzes ersetzt
die bei der Delegation nothwendige Uebereinkunft
der Parteien und bringt dieselben Wirkungen, wie
diese, hervor.
OA#Erk. v. 14. Dez. 1857 RNr. 149356/6
und v. 21. Januar 1860 RNr. 1527539
1 (
Berlchtigung. Bd. XXV S. 401 3. 3 bes Tertes v. o. statt:
„Punler“, lies: „Kuütler
Rerakt.: Dr. Steppes. — Palm & Enke (Adolph Enke)
in Erlangen. Druck von Junge & Sohn.