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Sechstes Kapitel.
Das deutsche Raiserreich der Hohenzollern. Einzug in Paris.
Der Friede.
Zur Zeit Kaiser Otto des Großen zog von Osten her ein wildes
Reitervolk in unabsehbaren Scharen gegen Deutschland heran, sie verwüsteten
auf die schrecklichste Weise alles, was sie auf ihrem Wege
antrafen und verwandelten blühende Gegenden in Einöden. Gegen
die gewaltige Gefahr, welche von diesen Hunnen drohte, traten alle
deutschen Stämme zur Abwehr zusammen, und in der Schlacht auf
dem Lechfelde bei Augsburg wurden die Hunnen dermaßen geschlagen,
daß ihrer nur wenige in der Heimath den Untergang des großen
Heeres melden konnten.
Seit jenem Tage auf dem Lechfelde haben die deutschen Stämme
nie wieder Eines Sinnes und unter Einem Führer zusammen gestanden,
bis zu unsern Zeiten. König Wilhelm der Hohenzoller führte
die Deutschen von der Ostsee bis zu den Alpen gegen den langjährigen
Erbfeind, dessen Gesittung mit derjenigen der Hunnen ungefähr
auf gleicher Stufe steht, und errang einen gleich herrlichen und gleich
folgenreichen Sieg, der den übermüthig angreifenden Feind zerschmetterte.
Unter König Wilhelms glorreicher Führung zogen die Heere der
süddeutschen Staaten von Sieg zu Sieg, Kanonen und Fahnen, Adler
und andre Tropäen des stolzesten und furchtbarsten Feindes schmückten
die Märkte ihrer Hauptstädte, und in den Jahrbüchern ihrer Geschichte
wurden mit leuchtenden Zügen Thaten verzeichnet, wie sie auf keinem
früheren Blatte auch nur annähernd berichtet waren. Da erst fühlten
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