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80 m), der Hohenrodskopf (770 m), mit prachtvoller Fernsicht nach dem
Taunus, Odenwald, Spessart und der Rhön, der Bilstein (680 m) und die
Herchenhainer Höhe (740 m).
Nach Gießen zu flacht sich der Vogelsberg in das Lahnthal, nach Friedberg
und Hanau zu in die Wetterau ab. Südwestlich vom Vogelsberg erstrecken
sich die Ausläufer des Taunus über Friedberg (Johannisberg 265 m)
und Butzbach (Hausberg 490 m) gegen Gießen zu und hängen dort mit dem
Vogelsberg zusammen. Durch die bei Hanau mündende Kinzig wird er vom
Spessart, durch die Fulda vom Rhöngebirge und durch die Lahn vom Westerwald
getrennt.
c. Das Hügelland in Rheinhessen.
Die wenigen Berge, welche sich darin erheben, hängen mit dem Hardtgebirge
zusammen. Der Eichelberg (320 m) bei Fürfeld, der Wiesberg
(260 m) bei Gaubickelheim, der Rochusberg (100 m) bei Bingen, der Wartberg
(290 m) bei Alzey, der Kloppberg bei Blödesheim, der Gaualgesheimer
Berg und der Petersberg (240 m) bei Odernheim sind die einzigen
Erhöhungen von Bedeutung.
3. Bewässerung.
a. In Starkenburg.
Der Rhein bildet die Grenze zwischen Starkenburg und Rheinhessen
von Worms bis Mainz, und von da bis Bingen die Grenze
zwischen Rheinhessen und Hessen-Nassau. Hohe Dämme auf beiden
Ufern schützen das angrenzende flache Land vor den Uberflutungen
des Stromes. In ihn ergießen sich:
Die Weschnitz. Sie entspringt bei Hammelbach, berührt Weschnitz, und
von da an südwestlich ausbiegend, Fürth und Rimbach, durchfließt das herrliche
Birkenauer Thal, wendet sich von Weinheim an nordwestlich, indem sie sich von
da bis Lorsch in zwei Arme teilt und mündet Rheindürkheim gegenüber bei Biblis.
Die Lauter entspringt oberhalb Reichenbach, tritt bei Bensheim als Winkelbach
aus dem Odenwald und mündet bei Gernsheim.
Die Modau entspringt bei Beedenkirchen (Neunkircher Höhe und Felsberg)
und geht von Ober= und Nieder-Modau über Ober= und Niederramstadt (Mühlthal)
nach Eberstadt, wo sie sich in zwei Arme teilt, von denen der Hauptarm
bei Stockstadt, der andere (Sandbach) bei Hofheim in den Altrhein sich ergießt.
Der Landgraben (Georg I.) durchzieht das ganze Ried, durchkreuzt die
Modau und den Sandbach und mündet, nachdem er sich bei Trebur mit der aus
dem Heeg= und Apfelbach entstehenden Schwarzbach vereinigt hat, bei Ginsheim.
Der Neckar berührt im Süden das Großherzogtum bei Hirschhorn
und Neckarsteinach.
Ihm gehen nur kleine Bäche zu, die Eiter mit der Steinach bei Neckarsteinach,
der Ulfen= und Finkenbach (Lachsbach) bei Hirschhorn, der Gammelsund
die Itterbach bei Eberbach. .
Der Main begrenzt von Stockstadt an im O. und N. die Provinz
und mündet, nachdem er bei Frankfurt noch preußisches Gebiet durchflossen
hat, Mainz gegenüber in den Rhein. Zuflüsse:
Die Mümling entspringt in Beerfelden, durchzieht, nachdem sie bei Ebersberg
die Marbach aufgenommen, das schmale aber reizende Mümlingthal, berührt
Erbach, Michelstadt, König, Höchst, Neustadt und mündet bei Obernburg
in Baiern.
Die Gersprenz entspringt auf der Neunkircher Höhe, nimmt bei Reichelsheim
und Bockenrod Nebenbäche auf, berührt Brensbach, Reinheim, Dieburg,
Babenhausen und mündet bei Stockstadt.