Metadata : Die Staatsverfassungen des Erdballs. (1909)

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80  m),  der  Hohenrodskopf  (770  m),  mit  prachtvoller  Fernsicht  nach  dem
Taunus,  Odenwald,  Spessart  und  der  Rhön,  der  Bilstein  (680  m)  und  die
Herchenhainer  Höhe  (740  m).

Nach  Gießen  zu  flacht  sich  der  Vogelsberg  in  das  Lahnthal,  nach  Friedberg
  und  Hanau  zu  in  die  Wetterau  ab.  Südwestlich  vom  Vogelsberg  erstrecken
  sich  die  Ausläufer  des  Taunus  über  Friedberg  (Johannisberg  265  m)
und  Butzbach  (Hausberg  490  m)  gegen  Gießen  zu  und  hängen  dort  mit  dem
Vogelsberg  zusammen.  Durch  die  bei  Hanau  mündende  Kinzig  wird  er  vom
Spessart,  durch  die  Fulda  vom  Rhöngebirge  und  durch  die  Lahn  vom  Westerwald
  getrennt.

c.  Das  Hügelland  in  Rheinhessen.

Die  wenigen  Berge,  welche  sich  darin  erheben,  hängen  mit  dem  Hardtgebirge
  zusammen.  Der  Eichelberg  (320  m)  bei  Fürfeld,  der  Wiesberg
(260  m)  bei  Gaubickelheim,  der  Rochusberg  (100  m)  bei  Bingen,  der  Wartberg
  (290  m)  bei  Alzey,  der  Kloppberg  bei  Blödesheim,  der  Gaualgesheimer
  Berg  und  der  Petersberg  (240  m)  bei  Odernheim  sind  die  einzigen
Erhöhungen  von  Bedeutung.

3.  Bewässerung.
a.  In  Starkenburg.

Der  Rhein  bildet  die  Grenze  zwischen  Starkenburg  und  Rheinhessen
  von  Worms  bis  Mainz,  und  von  da  bis  Bingen  die  Grenze
zwischen  Rheinhessen  und  Hessen-Nassau.  Hohe  Dämme  auf  beiden
Ufern  schützen  das  angrenzende  flache  Land  vor  den  Uberflutungen
des  Stromes.  In  ihn  ergießen  sich:

Die  Weschnitz.  Sie  entspringt  bei  Hammelbach,  berührt  Weschnitz,  und
von  da  an  südwestlich  ausbiegend,  Fürth  und  Rimbach,  durchfließt  das  herrliche
Birkenauer  Thal,  wendet  sich  von  Weinheim  an  nordwestlich,  indem  sie  sich  von
da  bis  Lorsch  in  zwei  Arme  teilt  und  mündet  Rheindürkheim  gegenüber  bei  Biblis.

Die  Lauter  entspringt  oberhalb  Reichenbach,  tritt  bei  Bensheim  als  Winkelbach
  aus  dem  Odenwald  und  mündet  bei  Gernsheim.

Die  Modau  entspringt  bei  Beedenkirchen  (Neunkircher  Höhe  und  Felsberg)
und  geht  von  Ober=  und  Nieder-Modau  über  Ober=  und  Niederramstadt  (Mühlthal)
  nach  Eberstadt,  wo  sie  sich  in  zwei  Arme  teilt,  von  denen  der  Hauptarm
bei  Stockstadt,  der  andere  (Sandbach)  bei  Hofheim  in  den  Altrhein  sich  ergießt.

Der  Landgraben  (Georg  I.)  durchzieht  das  ganze  Ried,  durchkreuzt  die
Modau  und  den  Sandbach  und  mündet,  nachdem  er  sich  bei  Trebur  mit  der  aus
dem  Heeg=  und  Apfelbach  entstehenden  Schwarzbach  vereinigt  hat,  bei  Ginsheim.

Der  Neckar  berührt  im  Süden  das  Großherzogtum  bei  Hirschhorn

  und  Neckarsteinach.

Ihm  gehen  nur  kleine  Bäche  zu,  die  Eiter  mit  der  Steinach  bei  Neckarsteinach,
  der  Ulfen=  und  Finkenbach  (Lachsbach)  bei  Hirschhorn,  der  Gammelsund
  die  Itterbach  bei  Eberbach.  .

Der  Main  begrenzt  von  Stockstadt  an  im  O.  und  N.  die  Provinz
und  mündet,  nachdem  er  bei  Frankfurt  noch  preußisches  Gebiet  durchflossen
  hat,  Mainz  gegenüber  in  den  Rhein.  Zuflüsse:

Die  Mümling  entspringt  in  Beerfelden,  durchzieht,  nachdem  sie  bei  Ebersberg
  die  Marbach  aufgenommen,  das  schmale  aber  reizende  Mümlingthal,  berührt
  Erbach,  Michelstadt,  König,  Höchst,  Neustadt  und  mündet  bei  Obernburg
in  Baiern.

Die  Gersprenz  entspringt  auf  der  Neunkircher  Höhe,  nimmt  bei  Reichelsheim
  und  Bockenrod  Nebenbäche  auf,  berührt  Brensbach,  Reinheim,  Dieburg,
Babenhausen  und  mündet  bei  Stockstadt.