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Regierungs-Blatt
Königreich Württemberg.
Ausgegeben Stuttgart Donnerstag den 26. Juli 1877.
Inhalt.
Gesetz, betrefsend die Bereinigung der Markungs= und Steuergrenzen. Vom 23. Juli 1877. — Gesetz Über Besteuerungörechte
der Amtskörperschaften und Gemeinden. Vom 23. Juli 1877.
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Geseh, betreffend die Hereinigung der Markunge- und Stenergrenzen. Vom 23. Juli 1877.
Karl, von Gottes Gnaden König von Württemberg.
Nach Anhörung Unseres Staatsministerimms und unter Zustimmung Unserer
getreuen Stände verordnen und verfügen Wir, wie folgte
Art. 1.
Behufs der Ausführung der Vorschrift des Art. 4 Abs. 2 des Gesetzes vom 28. April
1873 sind ba, wo vdie Markungs= und Steuergrenzen von einander abweichen, zur Herbeiführung
der Uebereinstimmung diejenigen Grundstücke einer Markung, welche bisher in
eine andere Gemeinde gesteuert haben, wenn und soweit es nach der Lage derselben und
den sonstigen in Betracht kommenden örtlichen Verhältnissen als zulässig erscheint, der
Markung derjeuigen Gemeinde einzuverleiben, zu welcher sie bisher gesteuert haben.
Wo diese Einverleibung als unzulässig erscheint, geht das Besteuerungsrecht der bisherigen
Steuergemeinde auf die Markungsgemeinde über.
Art. 2.
Wenn der bisherigen Markungsgemeinde das Kommunweiderecht auf den der Steuergemeinde
abzutretenden Grundstücken zustand, so hat letztere hiefür der Markungsgemeinde
Entschädigung zu leisten, welche, soweit sich nicht die betheiligten Gemeinden selbst über