266 Zuständigk. für Prinz.-Interventionen in d. Erekution.
Kap. VIII S. 4, daß in dieser Hinsicht die Darlegung
des Interventionsrechtes von der Durchführung
der Prinzipal-Intervention im Wege eines selbständigen
Prozesses wohl unterschieden werden muß.
Die Darlegung des Interventionsrechtes hat
hienach durchaus vor dem Richter der Hauptsache
zu geschehen, da dieser nur hiedurch erforderlichen
Falles zur Sistirung des Hauptprozesses veranlaßt,
oder, wenn die Sache schon im Stadinm der Exekution
angelangt ist, letztere selbst noch gehemmt
werden kann.
Der Intervention dagegen, bei welcher ver Intervenient
sein Eigenthumsrecht an den gerichtlich
gepfändeten Gegenständen, das mit den streitigen
Anforderungen in der Hauptsache in keinerlei Zusammenhang
steht, für sich allein geltend machen
will, und die sich demzufolge als eine Hauptintervention
darstellt, kommt immerhin die Eigenschaft
einer ganz selbständigen Klage zu, welche nach der
zuletzt angeführten Gesetzesstelle bei der ersten gehörigen
Instanz, das ist, bei demjenigen Gerichte
durchzuführen ist, das lediglich nach Maßgabe des
Klageinhaltes als das zuständige in Betracht kömmt,
ohne Rücksicht auf den Streitgegenstand in der
Hauptsache, daher hier bei der diuglichen Natur der
Interventionsklage das Gericht der gelegenen Sache,
es mag dieser Gerichtsstand mit jenem im Hauptstreite
zusammentreffen oder nicht. Anmerkungen
zur GO. Kap. VIII S. 4 Nr. 4 Buchst. d.
Die Interventionsklägerin sucht an den in der
Hauptstreitsache dem Beklagten Christian S. zu
Gunsten der Klägerin Eleonora O. abgepfändeten
Mobiliargegenständen ihr Eigenthums= oder doch ein
besseres Recht, als der Klägerin O. hieran zusteht,
im Interventionswege wider diese zur Geltung zu
bringen, und hat deshalb bei dem Landgerichte Herrieden
als dem Gerichte des Hauptprozesses ange-