Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1875. (66)

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d)  durch  die  Zerstörung  eines  Waldbestandes  Flüsse  der  Gefahr  einer
Verminderung  ihres  Wasserstandes,

e)  durch  die  Zerstörung  eines  Waldbestandes  in  den  Freilagen  und  in
der  Seenähe  benachbente  Feldfluren  und  Ortschaften  den  nachtheiligen
Einwirkungen  der  Winde

in  erheblichem  Grade  ausgesetzt  sind,  kann  Behufs  Abwendung  dieser  Gefahren
sowohl  die  Art  der  Benutzung  der  gefahrbringenden  Grundstücke,  als  auch  die
Ausführung  von  Waldkulturen  oder  sonstigen  Schutzanlagen  auf  Antrag  (§.  3.)
angeordnet  werden,  wenn  der  abzuwendende  Schaden  den  aus  der  Einschränkung
für  den  Eigenthümer  entstehenden  Nachtheil  beträchtlich  überwiegt.

Die  Deckung  und  Aufforstung  der  Meeresdünen  kann  auf  Grund  dieses

Gesetzes  nicht  gefordert  werden.
K.  3.

Der  Antrag  auf  Erlaß  der  im  9.  2.  vorgesehenen  Anordnungen  kann
gestellt  werden:
a)  von  jedem  gefährdeten  Interessenten,
b)  von  Gemeinde-,  Amts-,  Kreis=  und  sonstigen  Kommunalverbänden  in
allen  innerhalb  ihrer  Bezirke  vorkommenden  Fällen  (F.  2.)
e)  von  der  Landespolizeibehörde.

g.  4.

Eigenthümer,  Nutzungs-,  rauchs.  und  Servitutberechtigte,  sowie
Pächter  der  gefahrbringenden  Grundstücke  sind  verpflichtet,  sich  allen  Veschränkungen
  in  der  Benutzung  der  letzteren  zu  unterwerfen,  welche  in  Gemäßhheit
des  F.  2.  dieses  Gesetzes  angeordnet  werden,  und  die  Aussührung  der  auf  Grund
dieser  Vorschrift  angeordneten  Waldkulturen  oder  sonstigen  utanlagen  u
gestatten.  Es  ist  ihnen  jedoch  für  den  Schaden,  welchen  sie  durch  die  angeordneten
  Beschränkungen  erleiden,  volle  Entschädigung  zu  gewähren.  Auch  können
die  Eigenthümer  der  gefahrbringenden  Grundstücke  verlangen,  daß  ihnen  die
Herstellung  und  Unterhaltung  der  angeordneten  Schutzanlagen  auf  eigene
Kosten  überlassen  werde;  sie  unterliegen  jedoch  dabei  der  im  F.  20.  angeordneten

Aussicht.
G.  5.

Bezug  auf  die  Kosten  der  Herstellung  und  Unterhaltung  der  angeordneten
  Schutzanlagen)  sowie  die  nach  H.  4.  zu  leistende  Entschädigung  treten,  in
Ermangelung  anderweitiger  Vereinbarung,  folgende  Bestimmungen  in  Kraft.

ie  Mlicht  der  Entschädigung  und  die  Aufbringung  der  Kosten  für  Herstellung
  und  Unterhaltung  der  auf  Grund  des  §.  2.  angeordneten  Waldkulturen
und  sonstigen  Schutzanlagen  liegt  dem  Antragsteller  ob.

Es  haben  jedoch  dazu,  in  den  Glen  a.  b.  und  c.  des  §.  2.)  die  Eigenthümer
  der  gefährdeten  Grundstücke,  Gebäude,  Waserliufe  oder  öffentlichen  Anlagen
  nach  Verhältniß  und  bis  zur  Werthshöhe
beizutragen.

(Fr.  8343)  61“  Zu

es  abzuwendenden  Schadens