Ich aber habe mich allein um eines gesorgt und ge—
kümmert: um die mir anvertrauten Männer, die im
Kampfe standen. Und nur wenn diese meine alten
Kämpfer, die mir an das Herz gewachsen waren und
deren ich heute wie je in Liebe und in kameradschaft—
licher Zugehörigkeit gedenke — wenn die etwa an meinem
Lachen Anstoß nahmen, dann sollt ihr Recht behalten
haben!
Die aber haben mir dafür gedankt und haben mich
verstanden. Um derentwegen habe ich auch wirklich mehr
als einmal gelächelt und gelacht — auch wenn mir nicht
eben danach zu mute war.
Bilder drängen mir aus den schweren Tagen zu.
Es ist Besichtigung eines Rekrutendepots. Der jüngere
Jahrgang hat seine Ausbildung beendet, jetzt soll er
an die Front. Da stehen nun sechshundert kaum der
Knabenzeit entwachsene frische, liebe deutsche Jungen —
eigentlich sind sie ja noch viel zu jung für das schwere
Handwerk! Erwartend, fieberig sind ihre hellen Augen
auf mich gerichtet: was wird der Kronprinz ihnen sagen?
— Und da steigt es einem in der Kehle hoch, und die
Augen wollen trübe werden — ich sah schon zu viele
gehen und zu wenige wiederkehren, und dies sind ja bei—
nahe noch Kinder! Dürfen diese Jungen sehen, was
in mir vorgeht? Nein! Man reißt sich zusammen
— und lächelt — und spricht zu ihnen: „Kameraden,
denkt an die Heimat, es muß sein, es wird mir schwer,
euch ziehen zu lassen, aber ihr werdet eure Sache schon
gut schaffen. Erweist euch würdig der Kameraden an
der Front. Gott schütze euch!“ Und nun jubeln sie
mir zu und gehen gläubig ihren schweren Weg. —
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