204 Chemie
(rsch Jatrochemie); isch, darauf bezäglich,
dazu gehörig it. Gartenl. 15, 36 6a #c. iẽ, f.;
(eyn: (s. Alchemte; Chomie) Scheidekunst; die Lehre
v. den Elementen der Natur u. den daraus zufolge
einer Anziehungskraft (Verwandtschast) entstehenden
Verbindungen; Lehrbuch über diese Wissenschaft:
Der Name Ch. für Scheidekunst bez. wörtlich
„ägyptische Kunst“, Kunst des schwarzen Landes; denn
schon Plutarch wußte (de lside et Osir. cap. 33),
„daß die Agypter ihr Land wegen der schwarzen Erde
Xu##( nannten“. Humboldt Kosm. 2, 451 2c.j Unorganische;
organische, Pflanzen-, Thier-Ch.,
jenachdem die in der Wissenschaft nach ihren Elementen
betrachteten Körper unorganische od. organische
rc. sind; Ackerbau- od. Agrikultur-Ch.,
Ch. in Bezug auf den Ackerbauz Experimen
tat- (s. d.) Ch. ie. -igraph't, f.; —eyn: Zeichnung
auf chem. Wege, durch gasartige Niederschläge
c. erzeugt. Dazu: Chemigräph-##eren,
tr.; esch, a. -ikalsfen, pl.: chemische Präparate,
deren man sich zur Hervorbringung bestimmter
Wirkungen in gewissen Gewerben u. Künsten
bedient, z. B.: Er beschäftigte sich mit Photographie.
Es fehlte ihm an einigen Ch. WhHctint Weltr. 2, 98 rc.
Tihalisch, a.: chemisch. iher, m., —8; uv.:
Chemie-Verständiger; Scheidekünstler: Der moderne
Ch.-Zweisel, der Ausklärungszweifel, der nur an Das
glaubt, was er betasten kann. DMus. 17, 2, 233.
Sicus, m. [8 24, 21: Chemiker. — Them-in
(frz. schmeng), m., —§s; —#: Weg: Ch. lisant
lfsäng]), unterwegs. püchter Südöstl. 2, 119; auch
(Web.): Die Gesammtheit der Kettenfäden in der
Breitenausdehnung des Musters neunt man . Ch.
(daher 1., 2. Ch. Faden); die Gesammtheit der Schußfäden
in der Längerod. Höhe des Musters Tour. Katmarsch
M. 2, 398 (vgl. Rapport); (Festgsb.) Ch.
couvert lkuwärs, bedeckter Gang; Ch. de paradis
(s. d.) r. -inement (sch'min'mäng), n., —# ; —:
der Gang der sich einer belagerten Festung im Zickzack
nähernden Laufgräben. Zinseren, intr. (haben):
wandern, gehn 2c.; (Kriegsk. ). im Zickzack
vorrücken. — Chemis, pl.: Die Zemds od. Ch.
scheinen elne Art Hausgötter gewesen zu sein. Scherzer
Nat. 270 (in Merifo 2c.). — Chemisch, a.: zur
Chemie gehörig, darauf bezügl., scheide-künstig,
„künstlerisch: Ch.- alchimische (s. d.) Bücher. G. 21,
155; Che Apparate; Bleiche; Experimente; Feuerzeuge;
Ofen; Präparate; Processe; Technologie; Verwandtschaft;
Zeichen 2c. — Chemise (frz. schmis),
k.; —m: Hemde; weibliches Vorhemde, Kragen;
(Kriegsf.): NRasenbekleidung einer Brustwehr;
Mauermantel eines Festungswalls 2c.; (Hüttenw.)
Nauhschacht eines Hohofens 2c.; (Gieß.) beim
Lehmguß das den Kern umgebende Modell (Hemde);:
bei Prägwerken 2c.: der massive Körper ans Guß-=eisen,
worin die Schraubenmutter angebracht ist #.
eric, f.; —(e)n: Ansertigung u. Verkauf von
Chemitt . —1 n., e)s; e: Chemisette.
ctle), I.; —-#, —S#: Hennrchen, Vorhemde, Kragen:
Ch.— (Bufen= )Na#l ic. — Chem-ismuos, m., uv.;
O: chem. Vhe, Erscheinungen, Vorgänge 2c., als
Cherub
Wirkungen einer das All durchdringenden Kraft;
die Lehre v. dieser Kraft 2c. Burdach 13; Dmuf. 17,
2, §07; Daß ein tiefgreifender Ch. in ven abgestorbe-=nen
organifchen Körpern der Torsmoore in fortwährender
Thänigkeit ist. DDittielj. 48, 320 . ifl, m.,
—en; -en: Chemiker (z. B. engl. — spr. lemmist
uv.; —6: COlobus 4, 62a; Jl#ohl Par. 2, 31).
iflerer, f.; —en: s. Alchemisterei. itppic, (.;
eyn: Ch. wurde v. ihrem Erfinder, dem Dänen Piil
(1813) die Kunst genannt, Nelièferuckplatten zum Abdruck
v. Zeichnungen aller Art in der Buchdruckerrresse
durch ein chemisches Verfahren herzustellen. Karmarsch 1,
414; Glirrhograrhie u. Ch. Ua3#. 20. 195 4c.;
auch: ein durch Ch. gefertigter Aberuck. Dazu:
Etbee re. tr.: durch Ch. fertigen; eisch,
durch Ch. gefertigt — Chemos#e (gr.), k.;
5n: Zis, f. & 21, 3, uv. J: heftige Augenentzündung.
— Chemsin (ar. ) pl.: „die fünf“ (vgl.
Chummisch; Chamsin), nam.: die 5 tägl. Gebete der
Mahomedaner. — Chen-al (frz. schnal), m., ;
aux Iö|: Kanal: Dachrinne (auch CQheneau, frr.
sch'n). — Thenille (frz. sch'nilse), f.; —n, —:
„Naupe“; seidne, haarig aussehende Schnur.
Prechil 3, 435; Karmarsch M. 2, 796; Sie öffneie die
Ch.= Schleusen ihres Haarwellensturzes. Bazar 14;
88a 2c.; Art Negligérock für Männer, Armelmantel
2c. — Chenna (ar.), f.; 0: Alkanna
(s. d.): Die Nägel u. Fingerspitzen blan zu färben mit
Ch. Westermann Mon. 3, 600ac. — Chenopödi- um
(gr.), n., —#; zen (§ 24, 2, u.]: „Gänsesuß
eine Pflanzengatt. — Cheops, m.: ein ägypt.
König; auch st.: Ppramide des Ch. B. Sutzkom
4, 102. — Chepcéeria (serb.), m., —s; —#: VBerfertiger
v. Kotzen od. zottigen ilseen. Globus
1, 166a. — Cher (frz. schär), a.: lieb, thener te.,
— weibl.: chdre: Mon ch., mein Theurer; ma
chdre, meine Theure, als Anrede 2c., auch z. B.:
Ich habe den mon ch. nie leiden mögen. J1Schröder
Sammi. 2, 4, 4 2rc. — Therche (frz. schersch)!:
such! — als Ruf an Hunde ½c. — Chere (irz.
schär'): 1) s. cher. — 2) f.; 0: Kost: Mlaigre
lmäg' ch., magre, schmale Kost; Die bonne (s. d.)
eh. u. gute Weine geschätt. püchter Sudösil. 1. 322;
Die excellente Längt'] ch. 2, 381 „c. — Cherem
(hebr.), m., —6; —#: Bann, Bannstuch (vgl.
Anathem, s. Harem). — CTherimolo (fran.
dsch rc.), m., —#; —: eine südamerikanische Frucht,
Anöna cherimölia. Ohen 3, 1258, auch Chwimova.
Globus 4, Sb; Gerstäckee WW. 3, 170 2c. — Thrripa
(span. dsch 2rc.), k.; —#: Die Ch. ist ein großes Tuch,
das der Argentiner statt Hosen trägt. * WW.
9 c. — CTgherifsabel uin sch rc.). liebens-=würdig.
— Cyerra (ar.), k.; —: ürt abalrhute,
Francolinus Rüppcllil. Brehm Hab. 223. — Thersonkse
(gr.), m., -es; —e: —-# us, m. § 24,
21: Halbinsel, val. Veninsula. — Cherub (hebr.;
bei Einigen Kerub), m., —#; —. -im: Cb., ein
fabelhafstes Thier der bebr. Spmtotkt, dessen Gestalt
man sich zusammengesetzt rachte aus Mensch, Stier,
Löwe, Adler, den Sembelen der Macht u. Stärke (böoel.
1; 10). Sie erscheinen zuerst als Huter des Pararieses