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Worten: Gott hat das Materielle der Welt mit seinen Energien nicht
geschaffen, da es als Summe von Kraft und Stoff unwandelbar in alle
Ewigkeit gegeben ist, und als materieller Träger, gewissermaßen als
Körper Gottes, seine eine Seite selber ist.
Wohl aber kann man das Dasein der Formen der Materie, von
denen auch der Mensch eine ist, als von Gott geschaffen ansehen und
zwar in der Weise geschaffen, als Gott die Richtung der Energieumwandlung
bestimmt hat. Mit anderen Worten: Gott kann und hat kein
Empfindungsvermögen geschaffen, da dieses nach unserem Beharrungsprinzip
der Materie als ihr unveränderliches Wesen in alle Ewigkeit
innewohnt; wohl aber kann Gott resultierende Empfindungen schaffen,
und in diesem Sinne können wir nun nicht nur davon sprechen, daß
Gott den Menschen überhaupt geschaffen hat, sondern daß er ihn auch
nach seinem Bilde geschaffen hat. Wir können um so mehr davon
sprechen, als auch wir in diesem Sinne eine schöpferische Tätigkeit ausüben
können. Auch wir können in der Entwicklung von Organismen
die Entwicklungsrichtung bestimmen und dirigieren, was uns nicht nur
die Tier= und Pflanzenzucht, sondern der Ackerbau überhaupt täglich
vor Augen führt.
Unsere Gottähnlichkeit, geäußert durch eine schöpferische Tätigkeit
zugunsten der Vergrößerung unserer Wahlfreiheit, denn diese haben
wir bei unserer schöpferischen Tätigkeit nur im Auge, besteht darin,
daß wir, wenn wir notgedrungen eine Kausalreihe ins Leben rufen
müssen, unter verschiedenen diejenige wählen können, die mit der geringsten
Summe von Ursachen und Wirkungen den verhältnismäßig
größten Zweck für uns verbindet. Wir rufen eine Kausalreihe z. B.
dadurch ins Leben, daß wir ein Samenkorn der Erde anvertrauen; ein
hierdurch hervorgerufener chemischer Vorgang ist die Wirkung; dieser
chemische Vorgang ist wieder die Ursache für das Keimen als Wirkung:;
hingegen das Keimen die Ursache des Wachsens als Wirkung und das
Wachsen die Ursache für das Samenbilden u. s. f. Wir sehen, die eine
Wirkung ist immer die Ursache der folgenden und eine solche Folge
von Ursache und Wirkung ist ein Kausalnexus.
Wir müssen aber einen Kausalnexus zwischen Säen und Ernten
ins Leben rufen, und zwar nicht nur um uns zu nähren, sondern um uns
schrankenlos fortpflanzen zu können. Rufen wir einen solchen Kausalnexus
nun derartig ins Leben, daß wir mit der geringsten Menge von
menschlichen Hilfsaktionen als Kultur und Düngung die größte Ernte
erzielen, so haben wir mit der geringsten Summe von Ursachen und
Wirkungen den verhältnismäßig größten Zweck für uns erzielt, und
dadurch unsere Wahlfreiheit vergrößert. Unsere Wahlfreiheit, die, wie
gesagt, die Mutter der Willensfreiheit ist, besteht also einzig und allein