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Aummer 300
Der Kampf zur See.
Kapitän v. Müller.
Berlin, 28. Dez. Wie das Blankenburger
Kreisblatt meldet, schrieb der Fregattenkapitän
v. Müller seinen dort lebenden Angehörigen,
daß er von den Engländern auf die Insel
Malta gebracht worden sei und dort als Kriegsgefangener
weilen muß. (3Z.)
Auf eine Mine gestoßen.
WIB. London, 27. Dez. Der niederländische
Dampfer „Leersum“ aus Notterdam
stieß zwiscken Füarborough, und Filey auf eine
ne und sank. Zuei Mann der Besahung
werden vermibt, 17 wurden in Scarborough
gelandet.
Eine Rede des Admirals Sturdee.
Rom, 28. Dez. Bei einem Banlett bielt
der englische Admiral Sturdee eine Rede, in
der er u. u. sagte: Die Deutschen schlagen lich
gut und sind ausgezeichnete Soldaten. Leider
sei der deutsche Admiral mit seinem schönen
Schiffe und der ganzen Mannschaft untergegangen.
Der deutsche Admiral bedrohte den
Handel, und es sei darum gut, daß seine Schiffe
auf dem Grunde des Meeres liegen. (3.)
* ". iee
In den Kolonlen.
In Kamerun.
Berlin, 28. Dez. Aus französischen und
englischen Meldun en ergibt sich, daß der englisch-frauzösische
Vormarsch in Kamerun auf
hartnäcligen Widerstand gestoßen und verlustreich
gewesen ist. Die Engländer büßten bei
Maj. iba 20 Mann ein.
J.)
vom Mhen Klegsschanpla.
Zur Lage.
Verlin, 28. Dez. Die Kriegoslage im Ositen
wird durch die Kämpfe im Bsura-Rawla- und
im Piliza- Absch nitt beherrscht, wo die Angriffe
gegen die Defensiostellung der Russen langsam
fortsckreiten. Nach den russischen Generalstabsberichten
konnte man meinen, die russische Armee
sei im Vormarsch, begriffen, während sie gerade
im Hauptteil des Kampfgebietes, von
dem aus alles übrige entschieden wird, in der
Defensive kämpft um die Rückwärtslkonzentrierung.
Die englischen Blälter allerdings legen
auch das als Erfolg der Russen aus, um die
Enttäuschung zu bannen, die sich der Franzosen
und Engländer ob der Erfolglosigleit der russischen
Millionenheere bemächtigt hat. Die englische
Presse zeichnet sich durch großen Mangel
an Verständnis für. die Erfassung der Kriegsvorgänge
aus. Der italienische Hauptmann
Cakiati kommt bei sachgemäßer Wurdigung des
deutschen Erfolges in Poljen zu dem Schluß,
daß dieser der außerordentlich geschickten Benutzung
der Bah len und auch der besseren organisatorischen
Vorbereitung zuzuschreiben sei,
welche eine enorme Zahl neuer Formationen
aufweisen lönne, während die Russen ihr ungeheures
Menschenmaterial fast nur zum Ausfüllen
der Lucken benußen können. Die englische
Presse lonnte aus dieser Konstatierung
etwas lernen. Auch ander: Vorgänge verdienen
Beachtung. Im ruisischen Hauptauartier
herrsche, so wird berichtet, eine vollftändige
Prätorianerwirtschaft. Es würde niemand überraschen,
wenn der Generalissimus eines Taes
von einem seiner Offiziere beseitigt wür?
Die von ihm beliebte brutale Behandlung der
Offiziere, die von ihm Prügel erhaiten, hat
diese Gärung geschaffen. Einige Offiziere seien,
——
Laudesverrat.
Roman von E. Pb. Oppesbelm.
Nachdruck verkoten.
„Der Brief war an Sie adrglücrn aber ich
machte mir kein Geim diraus, ion zu
ösinen — wie es mir hichls verschlug, ihn für
mich zu behalten, als ich ihn gelesen hatte.
ch trug eine kleine elektrische Toschenlampe
bei mir, die ich auf so unwirtsamen Wegen
immer mit mir fübrte, und es gelang mir, das
Schreiben bei ihrem Licht zu entzifiern. Und
wahrend der ganzen Zeit stand der Elende
bebend vor mir, sein Ende erwartend. — Lesen
Sie den Brief — jetzt will ich ihn Ihnen nicht
länger vorenthalten.“
reichte mir das Schreiben. Es war
ein veschäfismäßig aussehender Begen mit dem
Jirmen-Aufdruck des Savowehotele in Bukarest,
und es trug kein Datum. Och l
„Mein lieber Sobnn
Ich verdiene nicht, daß Du weiter als
diese ' Wote liest. Ich habe so wenig ein
Rech:, Dich meinen Sohn zu nennen, als Du
Verlangen danach tragen wirst, mich als Deinen
Vater zu begrüßen. Und doch wage ich es,
—W üte ans Deine Verzeihung anzurufen.
· tchthnnh rgekomnccn,uthr die
9 r eines Menschen aufzudrängen, der
Dir fremd — mehr als fremo glein muß. 25
bin gekommen, weil ich glaube, daß ich 5
nützlich sein kann. Durch eine seltsame Verr
bettung von Zufälligkeiten habe ich erfahren,
daß Du durch einen Betrug um Dein Ver-
—□———————
so wird erzählt, von dem Großfürsten einfach
über den Haufen geschossen worden. an
braucht das nicht gerade ganz wörtlich zu nehmen.
Aber daß der russische Generalissimus
eines Tages Rettung suchen muß aus seiner
Umgebung, kann bei jeinen Eigenschaften und
der Erfolglosigkeit seiner Kriegführung angenommen
werden.
Die Kalmücken als Kosaken.
WTB. Petersburg, 28. Dez. Der Groh-=fürst
Nilolai telegr aphi- rte an den Gouverneur
von Astrachan, der Zar wünsche, daßz die Kalmücken
dem Kesalentande zugeieilt würden.
ri
Bon den öfterr. Kriegsschuuplähen.
Die öslerreichischen
Operationen.
Berlin. 28. Dez. Der mirilérische Sachver
ständige der „B. Z.“ schreibe : Wenn auch das
Zurückgehen der ülerr.-3 na. Heeresgruppen in
südlicher Riä#tung an und für sich unerwünscht
ist, so liegt doch noch kein Grund zu Besorgnissen
irgend welcher Art vor. Es ill zu berücksichtigen,
daß die eigentliche Entscheidung nicht
in Galizien, sondern in Westpolen sallen wird,
Wenn dort der Gegner entscheidend geschlagen
und zum Jurüdgebe n in das Innere des Landes
gezwungen wird. so wird dadurch gleichzeilig
das Schidsal von Galizien entscheiden. Aus
diesen Gründen sind die Nachrichten über die
erfolgreichen Fortschritte unserer Verbündeten
im Bfura-Ramka Abschnitt, sowie östlich von
Tomaschow be deutungsvol. er und wichtiger als
das Zurückgehen der Oeslerreicher in Galizien.
Der amtlicke ösrerreichische B
WIIB. Wien, 23. Des- Amtlich. Nördlich
des Dullapasses wichen unsere Truppen den
Angriffen der Russen in Stellungen näher am
Larpathenkamme aus. Zwischen Biala und
Dunajec im Raume nordöstlich Jallichon wurden
sehr beftige Angriffe des Feindes abgewiesen.
Sonst ereignete sich an unserer Front
auf dem nordöstlichen Kriegeschauplatz nichts
Weientlickes. Im Süden herrscht, von einigen
Greneplänkeleien algesehen, voillommene Ruhe.
Die Serben sprengten wieder die Semliner
ericht.
Die
Brüde.
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Die Türkel im Welkkeieg.
Die Erfolge der Türken.
Konstantinopel, 28. Dez. Die Türken
suchen ihren füngsten Ersoig bei Olti gut ausennutzen.
Wie hieber berichtet wird, entwikkeln
sich die Dinge an der russischen Grenze befriedigend.
Die persischen Stämme werden in
sechs Wochen alles beendet haben, um in den
Kampf an der Seite der Türken eingreifen zu
können. (3.)
Das Seegefecht auf dem Schwarzen
Meere
WITB. Konstantinopel,
glaubwürdigen Mitteilungen sand das Seegesecht
bei Zunguldak stalt. Es heißt, daß die
Russen durch die Versenlung von Schiffen den
Zugang zum Hafen von Zunguldak, der eine
Kohlenstation ist, veriperren wollten, aber dank
der Tapferkeit der osmanischen Flotte gelang
der Versuch nicht.
Vor den Dardanellen.
VIIB. Basel, 28. Dez. Wie die „Vaseler
Nachrichten“ melden, ist das verbündete Geschwader
vor den Dardanellen neuerdings ver-*
28. Dez. Nach
starlt worden. Es besleht jetzt aus 40 Wimpeln,
mögen gedracht worden bist. Du wirst es
längst verloren gegeben haben;: ich aber glaube,
daß ich es Dir wiederverschaffen kann. Nur
müßtest Du mir eine Unterredung bewilligen,
um die ich Dich herzlichst bitte. Sage meinem
Boten, der mir ein Freund in der Not war
und der sich mein Vertrauen ledlich verdient
hat, wann und wo ich Dich tressen kaun.
elot. bin hier im Hotel abgesnegen unter dem
Nam Giulio Sturdza.
onne ein Wort legte ich den Brief auf den
Tisch. Er hatte sich eine Zigarette gedreht,
während ia las, und entzuͤndete jetzt ein
Streichholz. Geraume Weile mggten er auf
eine Bemerkung von mir, da ich jedoch beharrlich
schwieg, fuhr er fort zu sprechen.
„Ich begriff den Jusammenhang der Dinge
ofort. Wie er es damals gewesen war, war
Ihr Vater heute noch der bezahlte Spion irgendeiner
ausländiichen Regierung. Er wußte, daß
Sie Oifizier gewesen waren; vielleicht vermutete
er, Sie hätten damals schon mt dem
Werk in Verbindung vöestanbern, das hier im
Gange war. Und claubte ein bequemes
Werkgeug für seine Iceahr in Ihnen zu haben. —
Wie gesagt, ich siecke den Brief in die Tasche
und behielt ihn dar Ich kannte Sie nicht,
aber ich kannte Jören Vater wohl. Und es
ellchien, mir angebracht, die äußerfte Vorsicht
Aber ich dachte natürlich nicht daran,
4 Wort wahr zu machen, das ich dem Boten
Ihres Paters einmal gegeben hatte. Ich könnte
wohl einen Menschen töten in ehrlichem Kampf
— mit diesem jammervollen Burschen aber wäre
es ein ehrlicher Lampf nicht gewesen. Und ich
bedeutete ihm, d fzae sich noch einmal ungestrast
entfernen 1
—
darunter fünszehn Dreadnoughls und anderen
Schlachtschiffen. Es wird ein entscheidender Angriff
erwartet. Das französische Schlachtschiff
„Waldeck Rousseau“ mit dem kommandierenden
Admiral an Bord ist in Saloniki eingetroffen.
*#
—— *
Japan..
Tumult im japanischen Parlament.
WTB.UH Basel, 58. Dez. Nack einer Meldung
aus Tolio ist es im japanischen Parlament
vor der AuflösZ ung zu Kürmischen Szenen
getommen. Die Verteidiger der Inselpolitil gerieten
sogar in ein Landgemenne mit den Konlinenlairolitilern.
Der Deputierte Schibawa,
ein früherer Minister, wurde so zwischen die
Bänle gepreßt, daß er schwere innere Vorlelzungen
erlitt.
Sozlale Rundschau.
#ünchen. 38. Dez. Im Monat November
1913 hat die Lage des Arbeitsmarkltes
in Bayern eine fuhlbare Besserung erfahren;
dies gilt vor allem vom mämlichen Arbeitsmarlt.
Während in den beiden Vormonaten
auf je 100 bei den bayer. Arbeilsämtern
angemeldete offene Stellen 162 männliche Arbeitsuchende
trasen, ist diese Zahl im November
auf 151 zurüdgegangen. Besonders bemerenswert
in dies, wenn man die Dorjahre zum
Vergleich heranzient. Sonft pflegt der November
regelmähig eine Erhöhung der Andrangszisser
zu bringen, 1913 trasen im Oktober
auf 100 offene Stellen 130 mäm.liche Arbeitsuchende,
im November 205, in diesem Jahre
ist sien im Gegenteil gesunken von 162 auf
151. Die Andrangsziffer liegt im heurigen
November so tief, wie seit 1910 nicht mehr.
Namentlich gegenüber dem vorigen Jahre tritt
also eine sehr beträchtliche Besserung zutage.
Auch der weibliche Arbeitsmarkt zeigt gegenüber
dem Vormonat ein elwas günstigeres Bild;
im Vergleich zu den Vorfahren scheint allerdings
noch eine Verschlechterung vorzuliegen.
Zu der Besserung im Arbeitsmarkte dürfen vor
allem die umfangreichen Militärlieferungen beigetragen
haben, die besonders im Metallverarbeitungsgewerbe,
in der Lederindustrie und im
Belleidungsgewerbe zahlreiche Hände in Arbeit
setzten. Ein größerer Rückgang der Beschäfligungsangelegenheit
ist für die Holzindustrie u.
das Baugewerbe gemeldet.
Bayerische Rachrichlen.
Regensburg, 28. Dez. Bahnarzt Dr. Anton
Lorenz von Kösering wurde am Sonntag
in Oberstraubling vom Zug getotet. Dr. Lorenz
war mit seinem Automobil trotz geschlossener
Schranke auf den Bahnkörper gefahren.
Kürnberg, 26. Dez. Eine neue Betriebskolonne
für Belgien aus etwa 3000 Eisenbahnbramten
und bediensteten des rechtorheinischen
Bayern wurde gestern am hiesigen Hauptbahnhof
zusammengestellt. Eine weitere, ebe nfojnatle
Betriebstolonne, bereits die fünfte, sowie
eine eigene Baukolonne mit zirka 500 Mann,
gleichsalls für Belgien bestnmn. wird am 29.
Dezember gebildet werden. Diese Beamtenzuutendungen
sind dadurch veranlaßt, daß am
1. Januar die belgisch en Eisenbahnen in ihrem
ganzen Umfange wieder in Betrieb genommen
werden sollen.
Grafenwöhr, 28. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertage
kand das auf dem hiesigen
Truppenübungsplatz erstellte Barackenlager seine
ersten Gäste. Nicht neniger als 10 000 Russen,
die in vier Sonderzügen von Frankfurt a. O.
eingetroffen waren, fanden darin Unterlunft.
Jm ganzen sind nunmehr 240000
gefangene
„„Sie konnen zu Ohrem ehrenwerten Herrn
zurücktehren.“. sagte ich. „„Und richten Sie
ihm aus, daß Sie mir ben zegnet sind. Ich denke,
das wird genügen. Sagen Sie ihm aber auch,
daß ich morgen abend in Butarest sein werde;
und wenn sich dann jemand im Savoy-Hotel
aufhält, der sich Giulio Sturd, nennt, so werde
ich der Polizei zu tun geber
Der Mensch zögerte durchaus nicht, meiner
Aufforderung Folge zu geben. Und er war im
Dunkel verschwunden, als hä:te ihn der Boden
verschluctt.“
Ich hatte ihm zuletzt atemlos gelauscht.
Jetzt geif ich unwillkürlich nach seinem Arm.
„Er verschwand im Dunklen —?“ stieß
ich 2 heroor., „So haben Sie nichts mit
seinem Tod —
„Lassen Sien mich mit cheiner Erzählung zu
Ende tommen! — Wie Sie sich vielleicht erinnern
werden, kehrte ich iu Ihr Haus zurück.
Ich sagte Ihnen nichts von dem Mann und
nichts von dem Brief, und wir sprachen von
allen möglichen Dingen. Es war spät, als ich
Sie verließ. Und da — da zeigte der Mann,
den ich nur als den schnma hdckiten Feigling
gekannt batte. zum ersten Male in seinem Leben
etwas wie Er hatte mir ausgelauert. weil
er mich beseluigen wollte. Er wußte ja, daß
seine und Ihres Vaters Rolle in Rumänien
ausgespielt war, seildem ich von lhrer Anwesenbeit
in Bukarest wußte. Und die pekuniäre
Lage bder veiden mochte wohl so verzwelfelt
sein, daß sie vor nichts mehr zurückschreckten.
— An der Stelle, die Sie ja kennen, schlu
er von hinten mit einem schweren Stock na
mir. und suchte mich dann über den Rand der
sieilen Böschung zu drängen r es war
— —
natürlich ein wocbnwihce Peginnen. Ich
Mittwoch, 30. dezember 1914
Franzosen und Russen in Grafenwöhr „in Aufenthalt“.
Würzwurs 23. Dez. Lebenvig verbrannt
ist in Verobach die Landwirtstochter Benkert.
Sie kam dem Herdfeuer zu nahe, so daß die
Kleider Feuer fingen.
Bawerliches Oberlane.
Kußdorf, 28. Dez. Die Beerdigung unseres
Altburgermeisters und Ehrenbürgers Wolsgang
Dettendorfer gestaltete sich zu einer großen
Trauerkundgebung. Die zahlreiche Beteiligung
aus nah und fern legte zeugnis ab für seine
Beliebtheit. Der Leichenzug nahm eine große
Ausdehnung an. An der Spitze marschierte
die Schuljugend. Ihr schlossen sich der Gewerbe-,
Kranlennnterstützungs,, Gebirgstrachten-,
Veterauen= und Kriegerverein, sowie die
sreiwillige Feuerwehr, sämtliche mitl Fahne, an.
Dann folgte die Kgl. Grenzwache NuHdorf und
Windehausen, die Gendarmeriestalion Neu
beuern, die Bürgermeister der umliegenden Gr.
meinden, welche sehr zahlreich erschienen, dann
Gemeindeverwaltung, Kirch zenverwaltung, Armenpfiegschaflsrat
und Naisseisenverein. Der
reichgeschmückte Sarg. Kreuz und Kerzen wurden
von den Bürgermeistern gelragen. Am
Grabe hielt S. H. Pfarrer Joseph Lanz eine
tiefergreifende Nede, in der er auf. das unermüdliche
Wirlen und die großen Verdienste
des Verewigten um seine Gemeindeangehörigen
mit holber Anerlennung hHinweisen konnte. Die
Rede hob besonders die creligiöse Gesinnung
des Verewigten hervor, welcher er tren blieb
bis zum Ende des Lebens. Mit 22 Jahren
mußte er schon das Geschäft übernehmen, weil
sein Valer 1802 bei Windehausen den Tod
sand. Mit Gottvertrauen fuhrte er das Geschäft
weiler bis 180.J, als die Schiffahrt ihr
Ende nahm. Während dieser Zeil hat er den
Betrieb von Kleinem zu Großem eniporgearbeitet.
Vor drei Jahren hat ihm der Tod
seine Frau entrissen. Die Muillapelle erhöhle,
den Traueralt durch ergreisende Choralmusil.
Jahlreiche Kränze wurden am Grabe nieder
gelegt.
Raubling, 23. Dez. Der lath. Arbeiterverein
machte am Stephanitag eine „Wallfahrt
nack Söwarzlac bei Brannenburg. Dort wurde
Kriegsa#dch mit Predigt abgehalten. Der
Verein widmete dem Gnadenbilo eine große
Kerie. Eine großze Menge Gläubige war bei
der erhebenden kirchlichen Feier anwesend. Möge
die Gotleomutter den Bitten und Wünschen der
Wallfahrer gnädig willfahren!
Großholöhausen, 28. Dez. Ein folgenschwecreso
Unglück ereignete sich in Aich bei Großholzhausen.
Dort wird beim Anweien Strenb
längs des Hauses eine Wasserleitung gelegt.
Das ausgehobene Erdwerk entzog der Mauer
den Halt und der vordere Tei##des Hauses
stürzte ein. Die Trümmer begruben das in der
Wohnstabe weilende alte Mutterl Streub und
einen Arbeiter. Leider konnte die alte Frau nur
ale Leiche ans den Schuttmassen geborgen
werden, während der Arbeiter ohne ernstliche
Verletzungen aus seiner Jwangslage befreit.
werden lonnze. Das alte Matierl saß srrickend
am Tisch.
Kolbermoor, 23. Dez. Der Veteranen u.
Kriegerorrein Kolbermoor hielt am Stephanitag
im Mareisfaal seine Chriftbaumfseier ab.
Außer gediegenen Musikvorträgen der Kapelle
Kolbermoor und Gesangsvorträgen des Kirchenchors
wurde cin Kindertheater sowie lebende
Bilder vaterländischen Inhalts geboten.
! Die einzelnen Teile des Chriflbaumes nebst
anderen Geschenken wurden an die Kinder der
Kriegsteilnehmer verteilt. Mit dieser Feier war
schurtelte ihn ab wie ein lasutges Insekt, und ich
gab ihm den Schlag zurück. Dann aber, als.
er ein Messer zog, anftatt zu entfliehen, hob
ich ihn auf und Thlenderte ihn über die Klippe
in die Tiese. — Das ist mein Anteil an seinem
ode. Es war Notwehr — nichts als Notwehr,
die ich vor mir und vor dem höchsten
Richter verantworten kann. Aber freilich —
die Nacht war dunkel. und es hat's niemand
gesehen. In Bukarest sitzen mächtige Lente,
die mir wenig wohl wollen, und unsere Richter
sind nicht unempfänglich für einige hundert
blanker Lei. * habe ich geschwiegen —
heute bereue ich e
oUnd der angebliche Giulio Sturdza —2“
atle das Hotel verlassen, als ich nach
Bukorest ban. Und,“ setzte Suhzko mit grime
migenne srrichet binzu, „er hat keine Adresse
nterla
„Wenn Eie auch gegen alle schwiegen —
mir hätten Sie vertrauen sollen, sagte ich.
„Ich hatte zu viel Verrat und Niedertracht
ersahren in meinem Vaterland. Aber wenn
ich Sie gekannt hätte, lie nich Sie jetzt kenne,
würde ich es gewagt hab
Es kam ein #et Shweigen zwischen
Wir sahen un? nicht an; so slill war
„ daß wir unsere Atemgüge hörten. Auf uns
Friden lostete die Erinnerung. Dem, was geagt
war, hatte niemand von uns etwas hinzausügen.
Und wovon sollten wir sprechen?
b der Oberst den Kopf und sah
lauschen auf die Tür. Ich hörte noch nichts,
aber Joan Sutzko besaß schärfere Sinne als
ich. Einen Augenblick Eöter wurde rasch ein
paarmal geklopft — elner scheuen, unruhlgen
Art.
na
— —
IEortlluag folgt. –