Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1890. (81)

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flächen  bei  der  gesetzlichen  Hinterlegungsstelle  für  Rechnung  der  Stadt  Schmalkalden
  einzuzahlen.

s.  4.

Für  den  Fall,  daß  die  verkauften  Grundstücke  mit  Schulden  und  Lasten
behaftet  sein  sollten,  steht  dem  Preußischen  Staat  das  Recht  zu,  einen  Theil  der
Kaufsumme  in  Höhe  der  vorliegenden  Schulden  und  Lasten  einzubehalten  und  bis
zur  Beseitigung  derselben  beziehungsweise  bis  zur  Löschung  der  bezüglichen  Eintragungen
  bei  der  gesetzlichen  Hinterlegungsstelle  für  Rechnung  der  Stadt  Schmalkalden
  einzuzahlen.  Liegt  zugleich  der  Fall  des  §.  3  vor,  so  wird  der  auf  Grund
der  dort  gegebenen  Vorschriften  zu  hinterlegende  Betrag  auf  die  zur  Deckung  der
Schulden  und  Lasten  erforderliche  Summe  angerechnet.

.  5.

Die  Stadt  Schmalkalden  hat  dafür  Sorge  zu  tragen,  daß  der  Preußische
Staat  vom  Tage  des  in  dem  §.  2  Absatz  1  beziehungsweise  F.  3  dieses  Vertrages
bestimmten  Zeitpunktes  ab  auch  den  Betrieb  der  Strecke,  welcher  zur  Zeit  von
der  Werra-Eisenbahngesellschaft  geführt  wird,  übernehmen  kann.  Seitens  der
Stadt  sind  daher  mit  dieser  Gesellschaft  die  erforderlichen  Vereinbarungen  zu
treffen,  damit  zu  diesem  Zeitpunkte  das  mit  der  letzteren  bestehende  Vertragsverhältniß
  ohne  weitere  Belastung  des  Staates  aufgelöst  wird.

S.  6.

Das  gesammte  Beamten=  und  Dienstpersonal  der  Wernshausen-Schmalkaldener
  Eisenbahn  tritt  mit  dem  Uebergange  des  Unternehmens  auf  den  Staat
(§.  2  Absatz  1  beziehungsweise  §.  3  dieses  Vertrages)  in  den  Dienst  der  Königlich
Preußischen  Verwaltung  über,  welche  die  mit  jenem  Personal  zur  Zeit  des  Uebergangs
  bestehenden  Verträge  mit  alleiniger  Ausnahme  der  auf  Grund  derselben
etwa  erworbenen  Pensionsansprüche  zu  erfüllen  hat.

Gegenüber  den  in  den  Preußischen  Staatsdienst  übertretenden  Beamten,
welche  der  Pensionskasse  der  Werra-Eisenbahngesellschaft  angehören  und  statutgemäß
  mit  dem  Austritt  aus  dem  Dienst  der  Werrabahn  ihr  Verhältniß  zu
der  gedachten  Kasse  aufgeben  müssen,  übernimmt  die  Stadt  Schmalkalden  die
der  Pensionskasse  der  Werrabahn-Gesellschaft  zur  Jeit  obliegenden  Verpflichtungen
mit  der  Maßgabe,  daß  die  Beamten  die  statutmäßigen  Beiträge  von  ihrem
jeweiligen  Diensteinkommen  weiter  zahlen,  daß  diese  Beiträge  von  der  Königlichen
Verwaltung  jährlich  am  Schlusse  des  Etatsjahres  an  die  Stadt  Schmalkalden
abgeführt  werden,  und  daß,  im  Falle  die  Beamten  vor  Erwerbung  einer  Staatspension
  dienstunfähig  werden  oder  sterben  sollten,  die  denselben  oder  deren  Hinterbliebenen
  statutenmäßig  zustehenden  Bezüge  aus  städtischen  Mitteln  gezahlt  werden.

Sofern  jedoch  der  Beamte  zur  Zeit  des  Eintritts  seiner  Dienstunfähigkeit
oder  seines  Todes  eine  Staatspension  auf  Grund  des  Preußischen  Civilpensions-=gesetzes
  vom  27.  März  1872  beziehungsweise  der  dazu  ergangenen  Nachträge  vom
31.  März  1882  und  30.  April  1884  oder  des  Preußischen  Unfallfürsorgegesetzes
vom  18.  Juni  1887  beziehungsweise  der  zu  diesen  Gesetzen  weiter  ergehenden

r.  9383.