Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1883. (10)

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Berlin  1  und  Hannover.?

Unterrichtswesen.

G.  155.)

Die  Berliner  Hochschule  dient  zugleich  als  „Militär-Veterinär=Akademie“
  der  Ausbildung  der  deutschen  Militärtierärzte.

Die  Organe  beider  Hochschulen

sind  der  Rektor  und  das  Professorenkollegium.  Der  Rektor  wird  vom  Minister,  die

etatsmäßigen  Professoren  werden  vom  Könige  ernannt.
der  Verleihung  der  Würde  des  Dr.  med.  vet.#

Die  Hochschulen  haben  das  Recht
Außerdem  bestehen  Tierarzneianstalten

an  den  Universitäten  Königsberg,  Breslau,  Halle  und  Göttingen.
IV.  Die  eigentlichen  Lehranstalten  für  das  pharmazeutische  Personal"  sind  die
Apotheken,  für  die  höhere  wissenschaftliche  Ausbildung  die  Universitäten;  es  bestehen  indes

  auch  pharmazeutische  Privatanstalten.

Vierter  Titel.

Die  Universitäten.“

§.  155.

I.  Verfassung  der  Universitäten.

I.  Die  Universitäten  sind  Staatsanstalten,  welche  den  Unterricht  in  den  Wissen- 



:  Über  die  Ausstattung  mit  Lehrmitteln  und
den  Lehrkursus  vgl.  Horn,  Medizinalwesen,  Bd.  II,
S.  383—385;  Immediatbericht  über  Preußens
landwirtschaftl.  Verwaltung  in  den  Jahren  1875,
1876  u.  1877,  S.  38  ff.;  Immediatbericht  für  die
Jahre  1878,  1879  u.  1880,  S.  207  ff.  Lehrplan
  bei  Horn  a.  a.  O.,  Bd.  II,  S.  384;  Publ.
des  Kuratoriums  für  die  Krankenhaus=  und
Tierarzneischulangelegenheiten  v.  5.  Juni  1838
(v.  Kamptz,  Ann.,  Bd.  XXII,  S.  483;  v.  Rönne-Simon,
  Medizinalwesen.  Bd.  I,  S.  337  ff.).

2  Satzung  v.  31.  März  1913.

3  Allerh.  Erlaß  v.  5.  Sept.  1910  (G.  S.  1910,
S.  292);  Promotionsordn.  v.  29.  Okt.  1910  (M.
Bl.  für  Landw.  1910,  S.  302,  306).

4  Rapmund,  Art.  Apothekenwesen,  in
v.  Stengel-Fleischmanns  W.  St.  V.  R.2,  Bd.  I,
1911,  S.  141.  Prüfungsordnung  für  Apotheker
v.  18.  Mai  1904.

5  Vgl.  hierüber  v.  Rönne-Simon,  Medizinalwesen,
  Bd.  1I,  S.  340—343.

6  Dieterici,  Geschichte  und  statistische  Nachrichten
  über  die  Universitäten  im  preuß.  Staate,
1836;  Koch,  Die  preuß.  Universitäten,  eine
Sammlung  der  Verordnungen,  welche  die  Verfassung
  und  Verwaltung  dieser  Anstalten  betreffen,
2  Bde.  in  3  Abt.,  1839/40;  v.  Rönne,  Unterrichtswesen
  des  preuß.  Staates,  Bd.  II,  S.  367  ff.
Schubert,  Zur  Geschichte  und  Statistik  der
akademischen  Studien  und  gelehrten  Berufe  in
Preußen  seit  1840  (in  Meyers  Archiv  für  Landeskunde
  der  Preuß.  Monarchie,  Bd.  II,  S.  188  ff.;
v.  Schulze,  Pr.  St.  R.,  Bd.  II,  §.  225,
S.  357  ff.;  Denifle,  Die  Universitäten  des
Mittelalters  bis  1400,  Bd.  V,  1885;  G.  Kaufmann,
  Geschichte  der  deutschen  Universitäten,
2  Rde.,  1888  ff.;  F.  Stein,  Die  akademische
Gerichtsbarkeit  in  Deutschland,  1881;  Bornhak,
Geschichte  der  preuß.  Universitätsverwaltung  bis
1810,  1900;  ders.,  Die  Rechtsverhältnisse  der

 

Hochschullehrer  in  Preußen,  1901;  ders.,  Die
Korporationsverfassung  der  Universitäten,  1910;
ders.,  P.  St.  R.2,  Bd.  III,  S.  730  ff.;  ders.,
Art.  Universitäten,  in  v.  Stengel-Fleischmanns
W.  St.  V.  R.#,  Bd.  III,  1914,  S.  634—637;
Ziegler,  Hochschulfragen  im  allgemeinen,  im
Handb.  der  Politik  2,  Bd.  II,  1914;  Pranger,
Die  Wandlungen  im  Wesen  der  Universität  seit
100  Jahren,  1912;  Hubrich,  Die  Gründung
von  Universitäten  nach  preuß.  Recht,  in  Ann.  d.
D.  R.,  Bd.  XIIV,  S.  641  ff.;  Heilbrunn,
Die  Universitätsgründung  in  Frankfurt  a.  M.,
Recht  und  Wirtschaft,  Bd.  I,  S.  228;  Lamprecht,
  Zwei  Reden  zur  Hochschulreform,  1911;
Waentig,  Zur  Reform  der  Universitäten,  1911;
Curtius,  Universitätswesen,  1912;  Reinke,
Deutsche  Hochschulen  und  römische  Kurie,  1911.

*  Die  in  Preußen  bestehenden  Universitäten
sind  folgende:  1)  die  Friedrich-Wilhelms-Univer--sität
  zu  Berlin,  gestiftet  durch  Kab.  O.  v.  16.  Aug.
1809;  2)  die  Rheinische  Friedrich-Wilhelms-Universität
  zu  Bonn,  gestiftet  durch  Kab.  O.  v.  18.  Okt.
1818  (v.  Kamptz,  Ann.,  Bd.  II,  S.  1055);  3)  die
Schlesische  Friedrich-Wilhelms-Universität  zu
Breslau  (Universitas  Viadrina  Vratislavien-Sis),
  gestiftet  durch  Kab.  O.  v.  3.  Aug.  1811  (aus
der  Vereinigung  der  ehemaligen  Universität  zu
Frankfurt  a.  O.  und  der  ehemaligen  katholischen.
Universität  Leopoldina  zu  Breslau);  4)  die  Universität
  zu  Greifswald,  gestiftet  im  Jahre  1456;
5)  die  vereinigte  Friedrichs-Universität  Halle-Wittenberg
  zu  Halle  a.  S.,  gestiftet  durch  die
Vereinigungsurkunde  v.  12.  April  1817  (v.  Kamptz,
Ann.,  Bd.  II,  Heft  2,  S.  128)  aus  der  im  JI.
1693  gestifteten  Universität  Halle;  6)  die  Albertus-Universität
  zu  Königsberg  in  Pr.,  gestiftet  im
Jahre  1543  (Gründungsurkunde  v.  20.  Juli  1544);

7)  die  Universität  zu  Göttingen  (Georgia  Augusta),

gestiftet  im  Jahre  1734  (Gründungsurkunden  v.
13.  Jan.  1733  und  7.  Dez.  1736);  8)  die  Chri-