Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

Nr.  54.  1917.  367

«  ern  nicht  nach  den  allgemeinen  Strafgesetzen  höhere  Strafen  verwirkt  sind.
he  6E  aih  56  Handelsgewerbes  gemäß  der  Bekanntmachung  g  Fernhaltung
unzuverlässiger  Personen  vom  Handel  vom  23.  September  1915  (Reichs-Gesetzbl.  S.  603)
untersagt  werden.

5  1.  .
Von  der  Bekanntmachung  betroffene  Gegenstände.
Von  dieser  Bekanntmachung  betroffen  werden:
1.  Eichenrinde,
2.  Fichteurinde,  ç  Z„
3.  Holz  der  zahmen  Kastanie  (soweit  es  zur  Gerbstoffgewinnung  dient),  ganz
oder  zerkleinert.

*52.
Höchstpreis.  6
I.  Der  Verkaufspreis  für  den  Zentner  (50  kg)  darf  höchstens  betragen  bei:
a)  Eichenrinde
im  Alter  bis  zu  20  Jahten  139,00  7,
im  Alter  von  mehr  als  20  bis  zu  30  Jahren  10000  „
im  Alter  von  mehr  als  30  bis  zu  40  Jahren  7,00  „
b)  Fichtenrinde  ............  8,00
cHolzderzahmcnKastanie(soroeiteszurGerbstoffgewinnung
  dient)
von  mindestens  7  cm  Zopfstärke  29,00  „
von  weniger  als  7  cm  Zopfstärkee  1500  „  „
Diese  Preise  sind  frei  Eisenbahnwagen  oder  Schiff  der  Verladestation  oder,
falls  die  Anlieferung  durch  Fuhrwerk  erfolgt,  frei  Lager  des  Käufers  oder  frei
Gerberei  oder  Lohmühle  und  für  Barzahlung  berechnet;  sie  schließen  bei  Eichenrinde
  die  Kosten  des  Bündelus  ein.  ·  .
2.  Erfolgt  der  Ankauf  frei  Abfuhrplatz  am  Gewinnungsort,  so  verringert  sich  der

Höchstpreis:
a)  bei  Eichenrinde  und  Fichtenrinde
um  1,50  -¾  für  weniger  als  5  km  Abfuhrstrecke,
77  2,50  ?*  1½  5  bi  7  «
«,  »«  mehr  als  10  »  «  ;
b)  bei  Kastanienholz  «  «
um  0,20  für  weniger  als  10  km  Abfuhrstrecke,
„  0,30  „  „  10  und  mehr  „  „

Unter  Abfuhrstrecke  ist  die  Fahrstrecke  zu  verstehen,  die  das  Fuhrwerk
vom  Lagerplatz  am  Gewinnungsort  bis  zum  Bestimmungsort  zurückzulegen
hat.  Kommen  für  die  Abfuhr  mehrere  Wege  wahlweise  in  Betracht,  so  ist  die
Entfernung  auf  dem  guten  Fahrwege  maßgebend.  Als  Bestimmungsort  gilt
die  nächste  für  den  Käufer  in  Betracht  kommende  Verladestation,  sofern  nicht
die  unmittelbare  Beförderung  durch  Fuhrwerk  zu  seinem  Lager  oder  zu  der
Lohmühle  geringere  Gesamtkosten  ergibt.