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W 1.
Regierungsblatt
für das
Königreich Württiemberg.
Ausgegeben Stuttgart, Samstag den 7. Jannar 1905.
Inhalt:
Nönigliche Verordnung, betreffend die Veröffentlichung des Staatsvertrags zwischen Württemberg und Baden
vom 1. Dezember 1904 über die Zuständigkeit zur Führung des Grundbuchs für die Kondominatsgrundstücke
der Gemarkung Bernbronn. Vom 5. Januar 1905.
fönisliche Verordunug,
betreffend die Veröffeutlichung des Staatsvertrags zwischen Würktemberg und Lgaden vom
I. Dezember 1904 über die Znständigkeit zur Führung des Grundduchs für die Kondominatsgrundstücke
der Gemarkung Hernbronn. Vom 1. Januar 1905.
Wilhelm II., von Gottes Gnaden König von Württemberg.
Nachdem der am 1. Dezember 1904 zwischen Württemberg und Baden abgeschlossene
Staatsvertrag über die Zuständigkeit zur Führung des Grundbuchs für die Kondominats-=grundstücke
der Gemarkung Bernbronn die Zustimmung Unserer getreuen Stände
erlangt hat und beiderseitig ratifiziert worden ist, verordnen Wir nach Anhörung Unseres
Staatsministeriums, daß dieser Vertrag öffentlich bekannt gemacht werde.
5. Januar 1905.
Wilhelm.
Breitling. Pischek. Zeyer. v. Soden. Weizsäcker. v. Schnürlen.
Gegeben Stuttgart, den
Staats-Vertrag
Über
die Zuständigkeit zur Führung des Grundbuchs für die Kondominatsgrundstäcke
der Gemarkung Bernbronn.
Nachdem die Königlich Württembergische und die Großherzoglich Badische Regierung
sich entschlossen haben, die Zuständigkeit zur Führung des Grundbuchs für die
inatsgrundstücke der Gemarkung Bernbronn im Wege des Vertrages zu regeln,
haben die beiden Regierungen zu diesem Zwecke Bevollmächtigte ernannt, welche nach
gegenseitiger Anerkennung ihrer Vollmachten vorbehältlich der Ratifikation sich über nachstehenden
Staats-Vertrag
geeinigt haben.
Art. 1.
Auf Gemarkung Bernbronn liegen eine Anzahl Grundstücke, welche sowohl unter
Württembergischer, als auch unter Badischer Hoheit stehen (Kondominatsgrundstücke).
Die beiden Regierungen sind darüber einig, daß das Grundbuch über den größeren Teil
dieser Grundstücke vom Badischen, über den kleineren Leil vom Württembergischen Grundbuchamt
geführt werden soll, und verabreden zur Ausführung dieses Grundsatzes hierdurch,
daß vom Württembergischen Grundbuchamt Höchstberg das Grundbuch für den
(2,2653 ha großen) Kondominatswald „in den Hempern“, dagegen vom Badischen Grundbuchamt
Mosbach das Grundbuch für alle übrigen Kondominatsgrundstücke zu führen ist.
Art. 2
Von beiden Staaten wird das reichsgesetzliche Grundbuchrecht für die Kondominatsgrundstücke
auf 1. Januar 1905 in Kraft gesetzt werden.