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Wuͤste hervorstürzen würde, der ihn der Mühe, den Alexandriner
zu demüthigen, überhöbe.
Ein spaßhaftes Ding um die Geschichte eines solchen
Halbberrn, als der romische Bischof war. Wie er es nun
durch viele Kunstgriffe dahin gebracht zu haben glaubte, daß
er Respekt sordern könne, so kam oft plötzlich ein Wolkenbruch,
der das schon vergoldete Bild wieder rein abwusch.
Vigilius (edmischer Bischof von 558 — 555) war das
Levirenkind, das eine solche Läuterung erfuhr. Die Bischdfe
hatten es doch schon ziemlich weit in Rom gebracht, seitdem
Leo der Große (440 — 461) mit den kaiserlichen Damen
in Constantinopel sich so gut zu verstehen gewußt. Ucber die
gallische und spanische Kirche hatten sse, selbst begünstigt durch
kaiserliche Gesetze, die Oberherrschaft an sich gerissen, und im
Orient zwar mit dem Patriarchen große Händel bekommen,
da dieser mit den sogenannten Monophysiten Friede machen
wollte, was dem von Rom nicht gut zu seyn dünkte; aber
sobald Kaiser Justin von Hütung der Schweine auf den
kaiserlichen Thron kam, so fanden die rômischen Vischfe einen
Patron an ihm, der jede ihrer Usurpationen begünstigte. Sie
standen wohl damals nicht zunächst unter dem Kaiser von
Constautinopel, sondern der König der Ostgothen war ihr
Herr, aber desto lieber spielten sie mit dem Kaiser zusammen;
und in Ansehung der Kirchenautorität lag ihnen immer doch
auch mehr am Beifall des Kaisers.
Sie geriethen jetzt auf ein paar neue Einfülle, die nachber,
in Verbindung gebracht mit mehreren andern, außerordentliche
Wirkung thaten. Sie fingen an, in entfernten
Provinzen Legaten zu bestellen, Wikarien ihrer
Gewalt, welche sie in diesen Provinzen entweder schon hatten,
oder noch zu erhalten hofften. Nicht immer machten sie den.
Metropoliten zum Legaten in der Provinz. Wurde es ein