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Tone geschriebene Schrift. Eines der Hauptargumente ist:
Filius Dei sey nur Filius, er, der Pabst, sey Pamkilios.
Diesen Pabst hat, wie gesagt, gigennlich Olympia geschaffen.
Noch wie er Cardinal war, lebten sie in der größten
Vertraulichkeir mit einander, an der sich Niemand ärgerte,
weil die Uebrigen keinen besseren Wandel. führten. Doch #sit
der Schwager Pabst geworden, hätte es etwas sittsamer hergehen
sollen. Demungeachter ließ sie sich alle Abend zu ihm
in den Vatican bringen, und sie würde, wenn es nicht einige
Cardinäle verhindert hätten, dasselbe Zimmer mit ihm bezogen
haben. Unterdeß, wie Se. Heiligkeit krank wurden, vergaß
sie die Pflichten. der Kraukenwaͤrterin nicht.
Das Erste, was Olympia that, war: die Familie des
vorigen Pabstes auf's bitterste zu verfolgen. Es fing eine
Verfolgung der Barberini an, die acht Jahre dauerte, bis
das Weib aus Privatursachen es vortheilhaft fand, sich mit
ihnen zu versöhnen. In den zehn Jahren wurde keine Cardinalsstelle
vergeben, kein Amt besetzt, als durch Olpmpia ;
der. Pabst gab nicht leicht einem Gesandten Audienz: Olympia
steckte hinter der Tapete und hörte zu. Insbesondere von
der letzten Krankheit des Pabstes hat man gar unangenehme
Anekdoten. Er war so schwach, daß er Audienz im Bette
geben mugte; da soll denn Hlympia einigemal hinter dem
Vorhange hervorgewischt seyh, wenn die Gesandten außerotdenrliche
Anträge brachten, und der alte, fast schon halb abgestorbene
Pabst ihnen nicht mehr antworten,konnte.
Das Wichiigste der teuflisch-weibischen Regierung, die sie
fübrte, ist der Kornhandel der päbstlichen Kammer,
den sie aufbrachte. Mit diesem hat es folgende Beschaffenheit:
In dem Kirchenstaate ist Nicmanden erlaubt, Getreide
an einen Fremden. zu verkaufen, auch nicht sein Brod