— 525 —1
bereitungsdienstes auf treue und gewissenhafte Erfüllung ihrer Obliegenheiten
und zur Verschwiegenheit über dienstliche Angelegenheiten
eidlich zu verpflichten.
§ 5.
Der Vorbereitungsdienst soll alle Zweige des Gerichtsschreiberdienstes
und des Bureaudienstes bei der Staatsanwaltschaft, insbesondere
auch die Beschäftigung mit dem Kosten-, Kassen= und
Rechnungswesen, dem Gefängniswesen und den Justizverwaltungssachen,
umfassen.
Der Anwärter ist nach näherer Bestimmung des Land)gerichtspräsidenten
mindestens 24 Monate bei einem Amtsgericht, 8 Monate
beim Landgerichtund 4 Monatebeider Staatsanwaltschaft zu beschäftigen.
Ferner ist er während der Vorbereitung beim Amtsgerichte
1 Monat einem Gerichtsvollzieher und während der Vorbereitung
beim Landgerichte 4 Monate dem Rechnungsrevisor zu überweisen.
Der Anwärter hat sich mit der Handhabung der Schreibmaschine
vertraut zu machen.
Im Falle einer Abkürzung des Vorbereitungsdienstes (8 3)
wird das Nähere über die Beschäftigung des Anwärters durch den
Landgerichtspräsidenten bestimmt.
Bei den im § 1 Abs. 2 bezeichneten Personen wird die vor
Vollendung des 17. Lebensjahres liegende Zeit auf die Dauer der
einzelnen Abschnitte des Vorbereitungsdienstes nicht angerechnet.
§ 6.
Dem Landgerichtspräsidenten, dem Staatsanwalt und den aufsichtführenden
Amtsrichtern liegt die allgemeine Leitung des Vorbereitungsdienstes
ob. Sie haben die Dauer und die Reihenfolge
der einzelnen Abschnitte des Vorbereitungsdienstes innerhalb des
Zeitraumes, für den der Anwärter der Behörde überwiesen ist,
festzusetzen und die Beamten zu bestimmen, unter deren besonderer
Leitung der Anwärter beschäftigt werden soll. Bei Auswahl dieser
Beamten ist auf ihre Befähigung zur Anleitung besondere Rücksicht
zu nehmen.