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oberer Hollands, welche in den flandrischen Winterquartieren wohl gepflegt
worden waren, auf ihre Kameraden von der Blücherschen Armee, insbesondere
vom Yorkschen Corps, die mit ihren verwitterten, rauchgeschwärzten Gesichtern,
ihren abgerissenen Kleidern wie die Grastenfel Friedrichs des Großen bei Zorndorf
aussahen.“ „Den Leuten thut Ruhe not,“ sagte Bülow zu seinen Umgebungen;
aber Blücher war nicht geneigt, ihnen Ruhe zu gönnen, sondern vielmehr
entschlossen, sogleich mit seiner ganzen Macht Napoleon entgegenzuziehen.
Napoleon hatte die Vereinigung Blüchers mit Bülow nicht mehr verhindern
können; denn er stand am 4. März mit seinen sämtlichen Corps noch
etwa einen Tagemarsch südlich der Aisne, mit der Avantgarde bei Fismes,
vier Meilen westsüdwestlich von Soissons, die Corps von Mortier und Marmont
bei Hartennes, zwei Meilen südlich von Soissons, an der Straße von Chatean
Thierry nach Soissons. Er war noch immer der Ansicht, daß die Blüchersche
Armee durch die Unglückstage von Champaubert, Montmirail, Vauchamps zu
entmutigt sei, um ihm in einer offenen Schlacht widerstehen zu können, und
hierauf gründete er seinen Plan, von Fismes aus rechts bei Berry au Bac
über die Aisne zu gehen, auf der Straße nach Laon bis Corbeny vorzurücken
und dann mit einer Linksschwenkung auf den linken Flügel der Blücherschen
Armee loszugehen, dieselbe in den durch den Zusammenfluß der Seine und
Oise gebildeten Winkel zu drängen und von ihren Verbindungen mit den Niederlanden
abzuschneiden. Die Marschälle Marmont und Mortier erhielten Befehl,
den Marsch Napoleons durch einen Angriff auf Soissons zu maskieren
(5. März). Dieser Angriff kostete ihnen mehr als 1000 Mann, ohne einen
sonstigen Erfolg zu haben.
Sobald Blücher die Absicht des Feindes erkannte, ließ er das Fußvolk
von Wintzingerode und Sacken auf dem Kalkplatean, das sich zwischen den
Flußläufen der Aisne und Lette bei Craonne mit steilen Abfällen erhebt,
Stellung nehmen. General von Bülow sollte Laon besetzen. Während Blücher
in der Stellung auf dem Plateau von Craonne Napoleon in der Front festhielt,
sollte Wintzingerode mit einer Kavalleriemasse von 10000 Reitern mit
60 Geschützen über Fétieux auf der Straße von Laon nach Berry an Bac vorgehen,
um im rechten Augenblicke Napoleon in den Rücken zu fallen. Um das
Platean von Craonne entspann sich ein äußerst blutiger und hartnäckiger
Kampf (7. März); aber Wintzingerode blieb aus. Der Feldmarschall ritt selber,
um ihn zu suchen; aber anstatt ihn auf dem rechten Flecke des Schlachtfeldes
zu treffen, fand er ihn endlich (um 2 Uhr nachmittags) noch auf dem Sammelplatze
seiner Kavallerie. Der Feldmarschall machte ihm gerechte Vorwürfe, die
bei seiner zornig erregten Stimmung wohl derb und heftig genug ausgefallen
Siehe Bd. 11. S. 277.