Full text : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. - Zeitraum vom Jahre 1810 bis zum Schluße der Belagerung von Thorn ( April 1813 ). (3)

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und  Davousi's  Marsch]  hatte,  verstärkte  schnell  den
Vortrab  durch  die  Division  Tschoglokow  und  schickte
den  General  Miloradowitsch  über  Jegoriewskoi,
Dudnio,  Semenowskoe  nach  Gjat,  den  Kosakenhetmann
Platow  aber  gegen  die  große  Straße  nach  Wiazma.
Die  Hauptkraft  seines  Heeres  nahm  dagegen  ihre  Richtung
  mehr  links  nach  Sulniki,  zwischen  Gjat  und
Juchnow.

Hetmann  Platow  mit  allen  seinen  Kosaken  und
andern  leichten  Truppen  traf  (31.  Octobers)  beim  Kloster
  Kotetzkot  Davoust's  Armeecorps  und  griff  es  sogleich
  an.  Die  Franzosen  büßten  den  größten  Theil  ihres
  Gepäcks  ein,  und  zogen  unverweilt  nach  Gridnewa
zurück.  Schon  hatte  Napoleon  Gijat  verlassen.  Platow
  wiederholte  (1.  Novembers)  seine  Angriffe  vor
Gjat,  während  auch  der  Kosaken-Anführer  Kaisarow
das  Gepäck  des  bten  Heertheiles  der  Franzosen  bei  Tzarewo-Zaimiszeza
  überfiel.  Der  neue  Verlust  der  zurückziehenden,
  immerdar  vergrdßert  durch  fortdauernde  Gefechte,
  machte  die  kaltblütigste  Hingebung  der  franzdsischen
  Anführer  ndthig,  um  nicht  schon  jetzt  eine  gänzliche
Aufldsung  der  Armee  zu  erleben.  Der  Mangel  aller
Lebensmittel,  der  Einfluß  einer  ungewöohnlich  früh  eingetretenen
  Kälte,  die  Wirkungen  des  rauhen  Himmelsstriches,
  zeigten  sich  itzt  schon.  Bereits  in  Moskau  hatten
  die  Pferde  Noth  an  Fütterung  gelitten  und  blieben
nun  abgemattet  von  ermüdenden  Märschen  und  Gefechten,
  zu  Hunderten  liegen.  Schlechte  Wege,  halbgefrorene
  Flüsse  und  Bäche,  welche  zu  überschreiten  waren,
rafften  die  letzten  Kräfte  der  armen  Thiere  hinweg.  Nur
kurze  Zeit  war  man  noch  im  Stande  die  zahlreichen  Geschützmassen
  bespannt  zu  erhalten.  Man  nahm  dazu  die