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Verwundete, fieben Kanonen, drei Fahnen und 1200 Gefangene belaufen haben.
An Generalen hatten die Preußen Schulenburg, die Oestreicher Römer verloren.
Dies war die erste Schlacht des großen Kriegsfuͤrsten, an deren glorreichem
Siege er freilich keinen Antheil hatte. Mit einer Schwadron Reiter war er nach
Löwen und von da diesen voraus in Begleitung eines kleinen Gefolges während
der Nacht nach Oppeln geritten; vielleicht war im Falle eines gänzlichen Mißglückens
des Angriffes der Rückzug dorthin bestimmt; allein Oppeln war unterdessen
von den Oestreichern besetzt worden, und als Friedrich dort Einlaß begehrte,
ward er von diesen, welche natürlich eine starke Heeresabtheilung vor
sich zu haben glaubten, mit Musketenfeuer abgewiesen. So war er gerettet,
und eilte noch in derselben Nacht nach einem höchst ermüdenden Ritte — er
hatte auf dem sogenannten langen Schimmel, der von nun an der Mollwitzische
hieb, zusammen zwölf Meilen zurückgelegt — wieder nach Löwen, wo
er am nächsten Morgen durch einen Adjutanten des Prinzen Leopold von Dessau
die Siegesbotschaft erhielt. Friedrich II. war nicht ohne Besorgniß in diese erste
Schlacht gezogen. „Mein lieber Jordan, heißt es in einem Schreiben an diesen
Freund, morgen werden wir uns schlagen, Du kennst das Schicksal der Waffen;
das Leben der Könige wird eben so wenig geachtet als das Schicksal der Gemeinen.
Ich weiß nicht, was aus mir werden wird. Ist meine Laufbahn geendigt,
so erinnere Dich eines Freundes, der Dich immer zärtlich liebte; verlängert
der Himmel meine Tage, so schreibe ich Dir morgen sogleich, und Du
erfährst unsern Sieg. Leb' wohl, theurer Freund, ich liebe Dich bis in den Tod.“
Nun war es doch anders gekommen. Friedrich II. hatte gesiegt, aber nicht
durch seine Bestimmungen und Anstrengungen, ein Umstand, der ihn äußerst
unangenehm berührte. Von diesem Gefühle beherrscht, fühlte er auch wohl keinen
Drang, den Sieg Schwerins zur gänzlichen Vernichtung der Oesteeicher,
welche in Unordnung nach Reisse hin flohen, zu benutzen, was um so leichter
hätte geschehen können, da der Herzog von Holstein-Beck wenige Meilen vom
Schlachtfelde bei Strehlen stand. Er hatte das Schießen während der Schlacht
hören können. Der König vereinigte sich mit ihm und hatte nun 43 Bataillone
und 69 Schwadronen zusammen.
Wie wenig persönlichen Ruhm auch die Schlacht von Mollwitz dem Könige
brachte, war sie doch von entscheidender Wichtigkeit, und änderte vollkommen
zu seinen Gunsten die Gestalt der politischen Verhältnisse. Die unerschütterliche
Tüchtigkeit des preußischen Fußvoikes hatte sich selbst unter mittelmäßiger Führung
so glänzend bewährt, daß man in ganz Europa mit Achtung auf diese
Sieger gegen Truppen blickte, welche unter Eugens Führung unsterbliche Thaten
verrichtet hatten. Hannover und Sachsen, von denen Letzteres schon bei Eilenburg
und Torgau Truppen zusammenzog, stellten jede fernere Maßregel der
Feindseligkeit ein, obschon König Georg II. im Parlament von Verpflichtungen
gegen die Königin von Ungarn gesprochen hatte. Die Seemächte nämlich waren
unzufrieden mit dem Kriegsgetümmel in Deutschland, denn der Handel wurde