Uummer?
Rose nheimer Anzeiger
der lehrte das U-Boct auf seine Wartestellung
Zrück. Eiren: Slunden später kam ein anderer
Dampfer in Sikt, auf den ebenfalls sogleich
ein Angriff unternommen wurde. Auchk jetzt gelang
es wieder, den Torpedo volikommen un-Eemerst
abzuschießen. Kaum hatte er den Dampser
getroffen, als dieser abdrehte und Alarmübr
jedeufalls um Bewachung herbei-Miicheinend
hatte der getroffene, et-5
6000 Tonnen große Damofer die Absicht,
nach den nur zmei Seemeilen enisernten Sandbinlken
hinzufahren und sich auf dem weichen
Grund aufzusetzen. Dn zwisden war jedoch vom
Westen ein weiterer Dampfer von etwa 3090
Tonnen aufgetaucht, der in dem. Glauben, daß
das sinkende Schiff auf eine Mine gelaufen sei,
nicht tberanzulommen wagte. Der borpedierte
Dampfer gab jedoch jetzt seine Absicht, auf die
Sanrbank zu laufen. auf und bat seinen Kollegen
durch Signalflaggen, ihn ins Schlepptau
zu nehmen. In giler Rube wartete „U...dbie
weiteren Mafnalmen der beiden Engländer ab
und lien sie alle Vorbereitungen zum Schlep-F
treff en. Kaum war jedoch die Verbindung
bergestellt, und das dide Schlepptau begann
steif zu werden, als auch schon wieder ei Torpedo
aus dem Rolr schnekllte, der unter einer
sehr starken Detonation und großer Rauchentwicklung
in dem Rumpf des schleppenden Dampsers
zerbarst. Nun be efande n sich beide Dampser
im sinkenden Zustand. Der zuertt torpedierte
schien jedoch noch über eine Feemliche Schwimm-=säb
get zu ve rjügen. sodah der Kommandant
des octes, um ein Einschleppen auf jeden
Fall zu verhüten, sich um Fangschuß entschoß.
Da entdeckten die Engländer auch zum
erstenmal das Sehrohr und eröffneten nun ein
regelloses Feuer, wedurd „11.“ zum Un-
1
tertauch: n #runge 1 wurde. umioneehr. als iezt
auch zmei Bewacher h: ram lahten. Doch die Ar- 1
beit war getan; denn als das U- Vort ungefähr
eine harbe de fräter wieder auftauch:e. wa#r
von den beten D0 Damofern nichts melrr zu sehen
Beide waren inzwischin in den Wellen versunken.
Nur die beden Bewacher trieben noch in
ziemlicher En erung herunt und waren auscheinend
auf der Sus/e nach dem U-Boot. Dieler
fruckt#osen Tätiglest konnte man * ruhig
teiter ũberlasien. Deshalb lieẽ „U . . .“ nun nach
Süden ab. uUm seine Täti igleit it 4i einer anderen
Stelle zu verlegen. Der Tag, der so vielverspreckend
mit der Verfenkung von drei beladenen
englisch zu Dampsern mit zusammen etwa
13.000 Tomnen begonnen hatte, soilte noch
weitere Erfolge zeitigen.
Ausland.
Die Wünsche der deurichen
!dr öbru
Inncebru#, 6. Die Frauen Otegrup.
pen Innsbeuck, der ni“' des Deutschen
Schulvereines und des Tiroler Vollsbundes haben
einer öffentlicken Vereinsversammlung eine
Verein
von prag twoli eim Geiĩ ite zeugende Entschließung
vorgelegt. die
—
S
—
Frauen
einirimmnig cugenonuinen wurde.
Sie fordern barin, da½ den Deutichen in Oesterreick
lein ourna rres Maß an Selbstentiagung u.
(Aufopferung #ugemutel werde. das in
anderen K. u1 1 der Fall ist: das der Beuch#run
en gegengetren werde: dot
die Effentlich:: n Einrichtungen in freiheitlichem
—“ “ fo 19 bldet werden; daß n der Erzi. hing
und Bildung der Kinder nachgeholt werde,
æxx as zurucheb: ieben, wobei der Mitwirkung der
Frauen kein Hindernis bereitet werde: daß auch
durch die Tat anerkannt werde, wa das deutsche
Volk in Oesterreich in diesem Kriege geopfert
Und daß ihm die gebührende Steil.ung im Staate
gewhrlestickh werde; daß die deutsche Presse
gleiche Bei #dlarg mit der anderssprachigen
als
Spruchweitheit.
mast olch um verg##a#bene ust bekummern.
Das we sdhe mos dion rerdric
Muti ####dle Gegenmart Venngen.
Befooders belnen Menfchen hallen
Und die zuhnaft Gon überlaflen.
Die kuinen von Salurn.
aus dem Lande der .e von Luls Gumpeler- i f
g
Ein herrlicher Jänner-Nachmittag im Garten
der Villa in Rom, wo sie sich zwei bis drei Monate
aufzuhalten pflegten. Se hu Jahre war
sie alt gewesen. Schon damals eine berühmte
Schönheit, deren Ruf bis in die höchsten Kreise
gedrungen, war es ihr ein Leichtes gewesen, einen
Fgroßen Kreis von anbetenden Verehrern um sich
zu haben, von denen ein jeder sich alle Mühe gab,
als ein Bevorzugter in ihren Augen zu erscheinen.
Da waren Iziere, Kavaliere von Namen und
Stand, Erben bedeutender Reich ümer und Belitzungen,
Attackes. Herren von hohem Adel.
sogar ein Prinz aus fürfllichem Geblüt. Dieser
Erbe einer Fürstenkerne war der Einzige, der sich
rühmen durfie, Livias Gunk, in höherem Maße
zu besitzen, als die anderen. Dieser war an jenem
Nachmittage mit ihr durch den Garten gesckritten
und schon wollte das Geständnis seiner
Liebe Über die Lippen treten, als ein schrilles
Elockenzeichen von der Villa her ihn plötzlich
verstummen machte, worauf er sich von ihr fast
l ailig vckal sd ed
I koste wie ihr
erfahre; daß das Treubundnis mit dem Deutschen
Reiche unverbrüchlich aufre berhalten;
und endlich, dab der planmaßigen aterdrrk
kung des Teutschtums in Oesterreich ein Enc
bereitet werde.
Policische Rundschau.
Vom Hauptausschuß des
Reichstages.
Berlin. 7. 1. In der heutigen Fortsetzung
der Veratungen des Hauplausschusses des
Reickstages erfolgte die Besprechung von Wirtschaftefragen.
Abg. Ebert (Soz.) stagt zur
Gesch äftsordnung, wie es mit dem geu ünschlen
Material stehe. Der Direitor im Auswärtigen
Amt Johannes denutel an, daß das verlangte
Material bereits zur Aushändiqung auf dem
Wege sei, und verliest dann eine Dent ssckrift über
die Verhandlungen in Brest-Litowst. Die wirtschaftlichen
Fragen wurden dort nicht ausführlich
Lobandelt. Es wurde festgestellt, daß ein Wirtschaitskrieg
zwisch Deutschland und Rußland
nach dem militärte-
en Krieg ausgeschiofsen sein
muß, und daß an einen Anschluß an die Pariser
Almachungen nicht gedacht werde. In Rupland
bestelt ein Vorurteil gegen den Handelsvertrag
wit Deutschland. Die Russen fühlen sich durch ihn
brenackteiligt. weil er unter dem Druck des
russisch-japanischen Zustandes
EG
her ist es nicht gelungen, die Russen für die
Erneuerung des früheren Dandelerertrages! zu
vewinnen, dagegen sind die russischen De legierten
bereit, in Verhandlungen über einen neuen
Vertrag einzutreien. Weiter iüt die Frage der
Meintkegünstigung erörtert worden, ferner die
Stellung der aus dem russischen Reichsverbund
aussckeider iden Landesteile. Diese Fragen sind
in Einzelheiten noch nicht getlärt. Ueber die
Meinb#egünftigung in man sich einig. jedoch nicht
über deren Dauer.
Aus der für vertraulich erllärten Veratung
kann immerbin mitgeteilt Nerden, daß der konserv.
Abg. Roesicke wünschte, daß der gegenwärtige
deutsch russssche Sandelsvertrag einige Zeit
nach dem Friedeneschluß weiterdauern soll und
1
dann durch einen neuen Handelsvertrag ersetzt
werde. Die Aufnahnie einer Meistbegünftiaungsklausel
in den Friedensvertrag, wie es
beim Frankfurter Frieden 1871 der Fall war,
erachtet dieser Redner als schädlich. Abg. Dr.
Maher . Kaufbeuren (Ztr.) Tprack besonders für
gelommen sei.
Nach der Meinung der deutschen Regierung hat
Rufland kein schlechtes Geschäft gemacht: Bis-!]
die Einfülrung einer Klausel, die das Höchstmaß
der Zbiic festlegl. Abg. Graf Schwerin.
Löwitz (kons.) erörtert die Vorzüge der bedingten
vor der unbedingten Meistbegünstigung.
Der Hauptausschuß vertagte sich auf Dienstag
11 Uhr vorm.
Entschliekung der sozialdemokratischen
Partei.
** Berlin. 7. 1. Die Reickztagsfraltion der
gebenden, aus dem allgemeinen, gleichen, direlten
und geheimen Wahlrecht hervorgegangenen
Landesversammlungen oder Vollsabstimmungen
überlassen werden. Die sozialdemokratische
Reichstagsfraktion billigt einmütig das Verhalten
ihrer Vertreter im Hauptausschuß und
ist entscklossen, jedem Mißbrauch des Selbttbestimmungsrecktes
zum Zvecke verschleierter
Annerionen mit Entschiedenheit entgegenzutreten.
** Bern, 7. 1. Die „Kreuz'eitung“ sagt,
es ist ausgeschlossen, daß eine Einigung zwischen
der sozialdemokratischen und der konservativen
Aussassung eintreten kann. Die Konservativen
werden wie bisl er eine Politik nicht mitmachen,
die die bestel enden Gegensäte zu überbrücken
versuchen sollte.
Der polnische Negentschaßtsrat
erlin.
* Berlin, 7. 1. Heute früh ind die drei
Mitglieder des polusse en Regentschaftsrates u.
zmar Exiellenz Erzbischof Dr. von Kalowski,
Metropolit von Warschau, Durchlaucht Fürst.
Zdzislau Lubomirski und Exnzellenz Joseph
von Ostrowski hier eingetrofsen. In ihrer Begleitung
befand sich Ministerpräsident von
Kucharzeweli.
gerscheedene nachrichten.
Ein neuer Komet. Dem Direktor der
Hamburger Sternmarte, Prof. Dr. Schorr,
iit es gelungen, auf einer am 31. Dezember
ausfgenommenecn Platte den periodischen Komer
„Encke“ auszusinden. Das Gestirn steht am
weslichin Ende des Sternbildes der Fische, er
ist aber so lichtschwach, daß er nur mit Hilfe
eines slarken Fernrohres wahrzunehmen ist. Er
beuwegt sich langiam in südöstlicher Richtung
veiter.
Das Erdbe.ben in Gnatemala. Die
“ Guaiemala hat durch ein weiteres Erdbeben
gelitten. Nach einer Depesche aus San Josc
wurden weilere 300 Personen getötet. Was von
der Stadt Guatemala noch übrig blieb, ist zerstort.
Die Pest. Im Grenzgebiete der Provinz
Tschansi und der Mongolei ist die Pest auegebrocken,
die sic a schnell ausbreitet.
gihnng des veirals für
Ernährungsfragen.
In der Sitzung des Beirats für das Ernäh
rungswesen vom 2. Januar 1918 wurde zunächst
die Frage der Erhaltung von Arbeitskröften,
insbesondere von Dienstboten in der Landwirtschaft
und der Beschäftigung von Schülern in
dieser besprochen. Als mißlich wurde bezeichnet,
daf, die ungemöhnlich hohen Löhne in der Rüstungsindustrie
viele landwirtschaftliche Dienst-1
sozialdemokratisch en Partei hielt am Sonntag
eine Situng ak.
wurde einstimmig folgende Entsckließung ange:
nommen: Angesichts der Vorgänge in Breit-Litomet
und des
begen das Selbstbeimmungsreckt der Völter erklärt
die sozaldemokratisch: Reichslagsfraliion
erneut, daß ein freundnachbarliches Verhälinis
und ein dauernder Friede nur möglich sind bei
ekrlicher Durchführung des demoiratischen
Grundrechtes der Selbstbestimmung der Bölker.
Die sozialdemokratische Reichslagefraktion
fordert desbalb, dab den betr. Bölkern die freie,
rollkommene unablängige Will enserflärung garantiert
wird. Die l#3°e Entscheidung über die
Nack mehrstundiger Aussprache
Ansturmes der Anneczions#ten
innere und äupbere str- aatliche Geltaltung der in
Betracht kommenden Ge ele muß verfassung-·.
rvollte. Auf ihren diesbezũg
liche Frage gab er nur ausweichende Antworten
und entsernte sich dann rasch mit noch einigen
Herren, die berzugeircten waren und mit dem
Primen zur nal en Ville arW In ih#en jugendlichen
1e# ut und 2 tindlichen Neuvsierde
folgte sie heimlich diesen Herren und es
cgelang ihr, sich unbemerkt Eingang in das
Urbeitszimmer ihres Vaters zu verschaffen,
che die Zugänge verschlossen wurden. Hinter
einer schweren Portiere versleckt, harrte sie gennt
der Dinze, die da kommen sollten. Sie
Vater den amwesenden Herren,
-. an der Zabl, einige Punkte aus den Satungen
des Echeimbundes vorlas, hörle von
dem furchtbaren Eide und dem gräßlichen Tode,
der dem Meineidigen sicher war, dann erfuhr
sie von hochpolitischen Angelegenheiten.
von europäischen Intriguen, die hier ausgeheckt
wurden; es fielen Namen wie Algeciras, Albanien;
sie bekam e inen Einblick in die Politik
Englands. Einzelen der anwesenden Verschworenen
wurden Hroße Aufgaben zuteil, die schwierigste
siel auf den Prinzen: er mußte sich heute
noch, unverzüglich auf die Reise machen, mit
welcher Zumutung er aber augendlicklich nicht
recht einverstanden schien. Es gab eine heftige
Auseinanderse ung — und Livia war so undor.
sichtig, eine ewesung zu machen — die Portiere
bewegte sich — im Nu war sie hinter dem
Vorhang Pervorgezo —
tig — so überraschend war das alles gekommen
— das grenzenlose Erstaunen der Herren,
die furchtbare Aufregung ihres Vaters — lie
loten und Arbeiter in diese binüberziehen und
insbesondere, daß auch sehr viele Frauen in
Rüstungsletrieben arbeiten, ohne sich über die
erbeblichmm gesundheitlichen Schädigungen, welche
die ungewölmnliche Inanspruchnahme ihrer
Körperlräste nac sich zieht. klar zu werden.
Dem Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtsch
aft soll durch strenge Handhabung des
Verbotes über die Einstellung von landwirtschaftli
chen Arbeitskräften in anderen Erwerbs-Weigen,
durch Belehrung über die nachteiligen
Folgen der Fabrik und dergleichen Arbeihe und
durck zunlichste Heranziehung der Schüler Rechnung
getragen werden. Schon im vergangenen
Jahre hatte sich die Heranziehung der Schüler
dann gut bemährt, wenn kräflige Jungen
ausgewählt und einige Zeit in einem benachbarlen
Gut an freien Tagen eingeübt wurden.
mußte Mitglied des Geheimbundes werden
sie erfuhr alles, die Ausgaben, die Pflichten,
den Eid, das Ene
weigern jetzt die furchibaren Worte ihres Vaters,
dann seine zündenden Worte von Vaterlanosliebe,
die sie hinrissen — nun tat sie den
Schwur
8 überlegst du so
lange?
Wie erwachend fuhr sie lich
erhob sich und flüsterte tonlos:
„Ich gehorche, Praseen: !“
mein Kind, was
über die Augen,
Hauptmann Werner und Professer Balmer mit
dem Auto von Trient nach Bozen.
1. Du kamst wie gerufen.
frei, und der Kommandant war so liebenswürdig,
mir sein Auto für den ganzen Tag zur
Verfügung zu stellen. Das wollen wir gut ausnützen.
In Vozen ist heute Rosentag. Du
wirst da etwas Hübsches sehen! Dann fahren
wir nach Oberbozen hinauf, wo ich dir die Dolomitenpracht
zeigen werde. Du Großstadtmensc!
Hast ja von unserer schönen Welt
eigentlich noch gar nichts gesehen. Ueber einen
gceigneten Aufenthaltsort für oich können wir
i reden. Vielleicht ist uns ein Zufall güner
jagte das Auto in den frischen Mor-#
gen hinein. Eine Krümmung der Stra
zunnglam. langsam fahren!“ rief Balmer
dem Lenker zu.
Ich bin heute dienstihr
graute, sie wollte sich
li
l
Am Morgen des igenden Tages fuhren
mittwoch, B. z.Januae 181#.
n wen Weg soll heuer weitergegangen
werde
Der Ernährungebrirat erörlerte sodann eingehend
die neuen Wirtschaftspläne fü#
Getreide und Hülsenfrüchte. Hiebti#
kam zum Ausdruck, daß wir in diesem Jahre
tzüglich des Brotgetreides zwar mit geringeren
Schwierigkeiten als im Vorjahre zu kämpfen
lälten, daß aber die immer wieder uuftretende
Annalme, wir hätten 1917 eine glänzende Ernte
gebabt und brauchten beim Brotkgetreide
nickt zu sparen, durchaus nicht richtig #ü#l. Wir
werden voraussichtlich die dermaligen Kopfmengen
für Verbraucher in Stadt und Land
ausreckterhalten können. Vorausselzung hiefür
ist jedock sorgsältigie Wirtschaft und Sparsamkeit.
Die Festsetzung eines Ka rtoffelpreises
von 5 Mark für den Zentner der Ernie 1918
sand die Billigung des Beirates. Derselbe#
sprach sich aber entsch ieden dagegen aue, diesem
Preio schon jetzt die zurzest genährten Schnelligkeits=
und Entsernungsprämien zuzuschlagen.
Gegen den Plan, den Karloffclanbau durch Bereitstellung
von Reichsmitteln ganz besonders
zu fördern, wurde insbesondere eingewendeg#.
daß ein vermehrter Kartosfelanbau nur allf
Kosten anderer Erzengnisse stattfinden könne,
da im Krieg die Heranziehung von Oedlän:
dereien nicht möglich sei. Außerdem sei es
bedenllich, in das natürliche Verkbältnio der
Fruchtarten einzugreifen, weil gerade in der
Mischung der Fruchtarten die Sicherung unferer
Ernährung liege.
Bezüglich der Eierversorgung sprach
sich der Ernährungebeirat einstimmig für die
Beilehaltung der essentlichen Beuertschaftung
aus, die sick- im allgemeinen bewährt hat. Aus
dem Entwuurf einer neuen Bekanntmachung über
die Regelung der Eierverforgung ist hervorzuleben,
daß lünftig die Feltsetzung der Lieferpflicht
der Kommunal obrbande nichi mehr ein.
heitlich, sondern stufenweise je nach der Oeistungssäl
igkeit und ufanemn nach fünf Zeit
abscknitten geregelt werden soll. Die Umlegung
auf die Geflügelhalter soll durch den Kommunalverband
unmittelbar erfolgen. Als Erzeuperpreis
sind 16 Pfg., für die Pfalz 25 Pfg.
in Auesickt genommen: der Kleinhandelsoreis
soll auf 21 Pfg., für die Pfalz auf 30 Psa.
festgelegt werden. Von der Festsetzung geringe.
rer Preise für kleine Eier wurde mit Rückssicht
auf die Schwierigkeiten des Vollzuges abgesehen.
Gcgen die allgemeine Verbilligung von
Lebenomitteln auf Kosten der Städie
wurden im Hinblick auf die auherordentlich
starke Inanspruchnahme der Städte Ktarkes Bedenken
erhoben; es wurde auch darauf hingewiesen,
daß gerade die begrenzte Leistungsfäbigkeit
der Minderbemittelten das einzig wirk.
same Hindernis einer fortgesetzten Steis erung
der Lebensmittelpreise sei und daß die Verbil.
ligung der Lebenemittel durch die Städte dieses
Hindernis beseitige, also mittelbar wieder
eine Verteuerung der Lebenshaltung für die Allgemeinbeit
herbeiführe.
Der Vorstand der Bayer. Lebens mittelite elle
gab sodann Aufschluß über die bekannte Schielung
von Lebensmitteln, bei der zwei
Angestellte der Bayer. Lebensmittelitelle be#
teiligt waren.
hof- und Personalnacheichlen.
*Mürnchen, 7. Januar.
Aues Anlaß des Geburtstages b
Königs trägt die Stadt Flaggensch nuck. O
Standortomusiken leiteten den Tag mit einen
feierlichen Wecken auf dem Marienplatz ein; von
Sieh, d diese wunderbare Ruine! Wie ein
NRaubvogelnest hängt sie cben; die muß wohl
uneinnelmbar gewesen sein. Wie das Son?
neulichkt durch die Frnsternichen leuchtet! Jetzt
fel lt nur noch, daß der Wächter vom Turm in
sein Horn bläst, die Zugbrücke niedergeht, die
Ritter und Edelfräulein mit den Knappen
ausreiten zum fröblichen Geiaid mit Hallai
und
„Harald, seit wann bist du denn unter die
. Altertumsschwärmer gegangen?“
„Als ich da zum ersien Male vorbeifuhr,
gng gerade ein schweres Gewirter nieder. Ein
Blitz schlug in die Ruine ein, sodaß ich meinte,
die Mauern müßten auseinanderfallen.
schaurig schöne Bild werde ich niemals vergessen.
Und jetzt wieder, als ich die Ruine da oben
liegen fah in der herrlichen Morgenbeleuch-=tung,
ist's mir auf einmal ganz sonderbar
ums Gemüt geworden, als wär' ich um einige
Jabrhunderte zurüd.“
Oft noch sah Balmer sich nach der Ruine
um, als sie- schon längst weiterfuhren ourch die
wonnige Frühlingspracht.
7 Bozen berrschte kröhliches Leben u. Treivosen,
Rosen, nichts als Rosen!
„vans, doch, die h al
———““t“—J33
Bilo zum Malen.“ . Balmer, als sie Arm
in Arm sich einen Weg durch die fröhliche Menge
bahnten.
(Gartschung solgt.)