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Hinsicht der Wurzelverminderung dieselbe Bescheinigung, wie sub a, Statt; was hingegen
die Ermictelung des ganzen Werths eines solchen Gebäudes anlange; so ist die Belbringung
einer gerichtlichen Bescheinigung über die von verpflichceren Gewerken ausgesprochene Taxe
erforderlich.
Diese Werehstare sindet jedoch auf die Gebäude in den Vierstädten, nach Maßgabe der
. 10. enehaltenen Bestimmung, keine Anwendung;
J.) wenn von einem Gebäude, mittelst Beibringung des über die Taracion durch verpflichtete
Gewerken aufgenommenen beglaubigken Protocolls bescheiniget wird, daß solches
merklich über den wahren Werth catastrirt sei;
d.) wenn ein Gebäude abgebranne und der Besißer den Aufbau nicht uncernehmen will,
auch der Billigkelt und Landesverfassung nach hierzu nicht genöthiget werden kann, in welchem
Falle nach §. 1. des Regulativs eine Brandvergücung niche gezahle, aber auch für die
Zukunfe ein Wurzelbeltrag niche mehr vergücer wird.
Tc.) Ein durch Brand verunglücktes Gebáude kann, nach vollendekem Wiederaufbau, aufs
Neue catastrirt und eine angemessene Wurzelzahl darauf übernommen werden, welche jedoch
nur dann geringer, als die vorige Wurzelzahl seyn kann, wenn das Gebäude feuerfest aufgebauk
ist, d. h. steinerne Umfassungsmauern, steinerne Giebel und Sims, ingleichen Ziegeldach
und eine von untenauf durchaus gemauerte Feueresse hat.
Bis zum vollendeten Wiederaufbau desselben ist aber nach der vor erllttenem Brande gebabten
Wurzelzahl forkzusteuern.
Dle wegen dieser Wurzelveränderungen gleichfalls in duplo auszufertigenden Cataster-Nachträge
sind nach dem beigefügten Schema sub Li. B. einzurichten.
. 27.
Die Brand- Die Societät träge, ihrer Absicht gemäß, die, lihren durch Brand verunglückten Mitn
Entschdi,n0) gliedern, zu Wiederherstellung der Gebaude planmäßig äuszuzahlenden Entschädigungs= Sumwird
ven den men jährlich unter sich zusammen.
Societäts-Rit- Die hierzu erforderliche Totalsumme wird ausgeschrieben, findee aber niemals in einem
ietan 1 andern Falle Statt, als wenn Gebäude von Sociecätsmiegliedern ganz oder zum Theil abbrennen,
oder zu Hemmung des Feuers niedergerissen werden müssen.
Jedoch sind Kriegsbrandschäden hiervon niche ausgeschlossen, sie sollen vielmehr gleich
andern Brandschäden vergücet werden. Da aber in Kriegszeiten die Contribuenten vorzüglicher
Schonung bedürfen, auch Vorschüsse und Darlehne nicht immer zu erlangen sind, so
soll insbesondere bei becrächtlichen Kriegsbrandschäden die Deputation an die Vorschrift des
6. 47. des Regulativs nicht gebunden seyn, sondern es soll die Brandentschädigung nach
und nach in billigmäßigen Terminen, welche von den Ständen von kand und Scädten, unter
allerhöchster Genehmigung, festzusenen sind, ausgezohle werden.