1903 1809
§9 5.
Eine Erstattung der gezahlten Beiträge beim Wegsall der Milgliedschaft
durch Aufgabe des Amtes oder Dienstenklassung findet nicht statt, wohl aber eine
Zurückzahlung des Eintrittsgeldes, jedoch ohne Zinsen.
86.
Die Witwe eines aktiven oder emeritierten Volksschullehrers (§ 2), sowie
dessen eheleibliche noch unversorgte Kinder bis zum vollendeten 21. Lebensjahre
erhalten aus der Kasse
a) ein einmaliges Begräbnisgeld von 100 Mark, welches sofort beim Tode
des Mitgliedes ausgezahlt wird. Hinterlästt der Verstorbene weder eine
Witwe noch Kinder, so kann das Kuratorium den Verhältnissen ent-
sprechend das Begräbnisgeld ganz verweigern oder bis zum Höchstbetrag
verwilligen.
Die Wilwen und Waisen der unterherrschaftlichen Mitglieder jedoch,
welche bei der am 1. Juli 1885 stattgesundenen Vereinigung beider
Kassen das in 64 festgesetzte Eintrittsgeld nicht geleistet haben, erhalten
das Begräbnisgeld nicht.
eine regelmäßige Jahrespension, die vom 1. Januar 1903 ab in dem
fünften Teile des zuleßt bezogenen pensionsberechtigten Diensteinkommens
des Verstorbenen besteht, jedoch nicht unter 300 Mark (Geseb vom
5. Jannar 190).
) Die Zahlung dieser Pension erfolgt in vierteljährlichen vorauszuzahlenden
Raten.
S
87.
Ist nach dem Ableben des Volksschullehrers bloß eine pensionsberechtigte
Witwe vorhanden, so fällt dieser die ganze Pension zu. Ebenso wird der pensions-
berechtigten Witwe die ganze Pension gewährt, wenn sie mit ihren leiblichen Kindern
konkurriert, für deren Ernährung und Erziehung sie zu sorgen verpflichtet ist.
88.
Sind nur pensionsberechtigte Kinder vorhanden, sei es, daß eine Witwe neben
ihnen zum Genusse der Pension nicht gekommen ist, oder diese wieder verloren hat,
so teilen die Kinder gleich nach Kopfteilen.