Metadata : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1876 (3)

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hörige  des  Mdressaten,  an  die  zur  näheren  Bezeichmmg  der  Wohnung  auf  der
Adresse  angegebenen  dritten  Personen  z.  B.  Haus=  und  Gastwirthe  2c.  abgegeben.

XI  Hat  der  Adressat  oder  dessen  Bevollmächtigter  an  seiner  Wohnung
einen  Briefkasten  anbringen  lassen,  so  werden  gewöhnliche  frankirte  Briefe,  Postkarten,
  Drucksachen  und  Waarenproben  durch  das  Zustellpersonal  in  den  Briefkasten
  gelegt,  soweit  dessen  Beschaffenheit  solches  gestattet.

XII  Eingeschriebene  Briefpostsendungen  und  die  Postanweisungen
werden  nur  an  den  Adressaten  oder  dessen  legitimirten  Stellvertreter  selbst
abgegeben.

XIII  Ebenso  dürfen  Postaufträge  nur  dem  Adressaten  oder  dessen  legitimirten
Bevollmächtig  ten  vorgezeigt  werden.  Bei  Benennung  mehrerer  Personen  erfolgt
die  Vorzeigung  nur  an  den  zuerst  genannten  Adressaten  oder  dessen  legitimirten
Bevollmächtigten.

IXIV  Eingeschriebene  Briefe  an  Fremde,  im  Orte  der  Abgabe  unbekannte,
uucht  anfässige  Personen  dürfen  nur  gegen  genügende  Legitimation  des  Empfängers
und  in  Ermangelung  solcher  nur  in  Gegenwart  eines  bekannten,  ansässigen  Einwohners,
  des  Haus=  oder  Gastwirthes,  welcher  den  Adressaten  kennt,  abgegeben
werden.  «

XV  Die  Aushändigung  an  den  Gastwirth  in  Abwesenheit  des  Fremden
ist  nur  dann  zulässig,  wenn  aus  der  Adresse  unzwelfelhaft  hervorgeht,  daß  die
Abgabe  an  den  ersteren  in  der  Absicht  des  Absenders  gelegen  war;  andernfalls  ist
schriftliche  Nachricht  über  den  Eingang  des  Briefes  zu  hinterlegen  und  dieß  im
Bestellbuche  bestätigen  zu  lassen,  der  Brief  selbst  aber  als  postlagernd  zu  behandeln.

IXVI  Der  Empfänger  einer  eingeschriebenen  Sendung  hat  in  dem  Bestellungsbuche
  des  Austrägers  und  in  dessen  Gegenwart  Bescheinigung  durch  Namensunterschrift
  zu  ertheilen.

XVII  Die  Bescheinigung  der  Abgabe  muß  deutlich  mit  der  ganzen  Namensunterschrift
  des  Empfängers  geschehen,  und  ist  dem  Austräger  nicht  gestattet,
Unterschriften  mit  Bleistift  oder  in  bloßen  Handzügen  anzunehmen.

XVIII  In  allen  Fällen,  wo  die  Aushändigung  nicht  unmittelbar  an  den
Adressaten,  sondern  an  eine  andere  zur  Empfangnahme  berechtigte  Person  erfolgt,
hat  die  letztere  den  Empfang  nicht  durch  den  Namen  des  Adressaten,  sondern