Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1889. (16)

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Hiernach  ist  z.  B.  I.  A.  1.  der  erste  mit  dem  Buchstaben  A  anfangende  Militärpflichtige
  einer  alphabetischen  Liste.

Nachdem  die  eingereichten  Rekrutirungsstammrollen  mit  ihren  Beilagen  geprüft  sind,
wird  die  alphabetische  Liste  des  laufenden  Jahres  aufgestellt.  Die  alphabetischen  Listen
der  beiden  Vorjahre  werden  —  wenn  nöthig  —  nach  den  Rekrutirungsstammrollen  berichtigt.

Mit  den  Beilagen  wird  nach  §  44,  6  verfahren.

Die  Vervollständigung  der  alphabetischen  Liste  erfolgt  beim  Musterungsgeschäft  (88  64
und  68,  3),  sodann  auf  Grund  der  Vorstellungslisten  (§  50)  nach  dem  Aushebungsgeschäft.
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Berichtigungen  der  alphabetischen  Listen  erfolgen  auf  Grund  der  nach  §  46,  13  und
nach  §  49,  1  und  2  eingehenden  Mittheilungen,  auf  Grund  angestellter  Ermittelungen
(6  49,  6)  und  stattgehabter  Ueberweisungen  (§  47,  8).  «

.UebertragungenvonNamenindenalphabetischenListen.findenstatt,sobaldeinMilitärpflichtiger
  seinen  Aufenthaltsort  innerhalb  des  Aushebungsbezirks  wechselt.

Streichungen  von  Namen  in  den  alhhabetischen  Listen  finden  statt:

a)  wenn  Militärpflichtige  verstorben  sind;?)

b)  wenn  Militärpflichtige  eine  endgültige  Entscheidung  seitens  der  Ersatzbehörden  erhalten
  haben  beziehungsweise  als  Rekruten  ausgehoben  sind;

c)  wenn  Militärpflichtige  freiwillig  eingetreten  sind;

d)  wenn  Militärpflichtige,  welche  nicht  in  dem  Aushebungsbezirk  geboren  sind)
in  Folge  Aufenthaltswechsels  nach  anderen  Aushebungsbezirken  überwiesen  sind,
oder  wenn  dieselben  auf  Grund  des  §  140  des  Strafgesetzbuches  für  das  Deutsche
Reich  gerichtlich  verurtheilt  sind  (§  49,  7);

e)  wenn  Militärpflichtige  in  die  Restantenliste  ausgenommen  sind;

l)  wenn  Militärpflichtige  die  Reichsangehörigkeit  nach  Maßgabe  des  Staatsangehörigkeitsgesetzes
  vom  1.  Juni  1870  verloren  haben.

Neben  jeder  Streichung  ist  der  Grund  kurz  zu  vermerken;  im  Falle  zu  ist  die
betreffende  Verfügung  der  zuständigen  Zivil-Verwaltungsbehörde  anzugeben.  Die

*)  Ist  eine  Sterbeurkunde  nicht  zu  beschaffen,  so  kann  die  Streichung  angeblich  Verstorbener  durch  den
Zivilvorsitzenden  der  Ersahkommission  auf  Grund  glaubwürdiger  Ermtttelungen  verfügt  werden.

*")Eine  Strelchung  solcher  Militärpflichtiger,  welche  in  dem  Aushebungsbezirke  geboren  sind,  in  den
dortigen  Grundlisten  findet  in  beiden  zu  Ziffer  7  d  bezeichneten  Fällen  nicht  statt  (siehe  §.  48,  ).

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