Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1889. (16)

Ausgabe  der
Briespostsendungen.


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den  Empfänger  erfolgen  soll)“.  Jeder  solchen  Sendung  ist  in  einem  mit  gleichlautender
Aufschrift  versehenen  Briefumschlage  ein  gehörig  ausgefülltes  Formular  für  Postaufträge
zur  Einziehung  von  Geldbeträgen,  sowie  ein  ausgefülltes  Postanweisungsformular  so  fest
beizubinden,  daß  eine  Trennung  von  der  Sendung  während  der  Beförderung  ausgeschlossen
ist.  Neben  der  Ueberschrift  „Postaustrag"  sind  im  Auftragsformulare  die  Worte  „Zur
Bücherpostsendung  Nr.  “  beizusetzen.  Die  der  Bezeichnung  „Bücherpostsendung“  beizusetzende
  Nummer  ist  die  Geschäftsnummer  des  Absenders;  dieselbe  muß  zum  Nachweis
der  Zusammengehörigkeit  in  der  Aufschrift  der  Sendung  selbst,  wie  auf  dem  den  Postauftrag
  enthaltenden  Briefumschlage  und  im  Postauftragsformulare  übereinstimmend  angegeben
sein.  Auf  der  Rückseite  des  Postauftragsformulars  hat  der  Absender  entweder  den  Vermerk
  „Ohne  Frist“  oder  die  Quittungsformel  „Die  Anlagen  dieses  Postauftrags  habe  ich
ohne  Zahlung  des  umstehend  angegebenen  Geldbetrages  empfangen  ..  .  .“  niederzuschreiben.

III.  Die  Beförderung  der  Bücherpostsendungen  mit  Postauftrag  erfolgt  wie  jene  der
Drucksachen  überhaupt  und  findet  daher  eine  Einschreibung  und  die  Ertheilung  eines  Aufgabescheines
  nur  dann  statt,  wenn  der  Absender  die  Einschreibung  ausdrücklich  verlangt  und
hiefür  auch  die  Einschreibgebühr  entrichtet.

IV.  Zu  der  dem  Postauftrage  beizufügenden  Postanweisung  kann,  wenn  die  Sendung
dem  inneren  Verkehr  von  Bayern  angehört,  ein  gestempeltes  oder  ungestempeltes  Formular
verwendet  werden;  in  letzterem  Falle  wird  die  Taxe  bei  Uebersendung  der  eingezahlten  Postanweisung
  dem  Absender  in  Anrechnung  gebracht.  Den  Bücherpostsendungen,  welche  nach
den  anderen  Postgebieten  des  Deutschen  Reiches  bestimmt  sind,  dürfen  nur  ungestempelte
Postanweisungsformulare  beigefügt  werden.

V.  Dem  Verlangen  auf  Weitergabe  oder  Weitersendung  wird  bei  Postaufträgen  zu
Bücherpostsendungen  nicht  stattgegeben.

8.  18.

I.  Die  Briefpostsendungen  können  zunächst  durch  Einlegen  in  die  zu  deren  Aufnahme
bestimmten  Briefkästen,  sodann  durch  Abgabe  am  Schalter  aller  Postanstalten  mit  Briefpostdienst
  oder  an  die  Landposiboten  während  der  Ausführung  ihres  Botenganges  zur  Aufgabe
  gebracht  werden.  Ueber  die  Einlieferung  zur  Post  mittelst  geschlossener  Taschen  siehe
§.  27  Abs.  VI.