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auf dieser kann sie sich gegenüber anderen Wirtschaftsweisen von Völkern
mit niederer Kultur behaupten.
Schließlich läßt sich die kapitalistische Entwicklung auch noch von
einer anderen und zwar von der praktischen Seite betrachten. Die
Marrsche materialistische Betrachtung setzt die Tatsache voraus, daß
der Kapitalismus die Menschen in Kapitalisten und Proletarier scheidet,
d. h. daß er den Mittelstand proletarisiert. Ist diese Voraussetzung
nun durch die Erfahrung der letzten Jahrzehnte bestätigt?
Es läßt sich nicht verkennen, daß die Großindustrie der Jetztzeit
Bestrebungen zeigt, den konkurrierenden Kleinbetrieb aufzusaugen. Dafür
hat sie aber in ihrem Beamtentum einen neuen Mittelstand geschaffen.
Dazu kommt, daß sie an die Institutionen für Erziehung,
Rechtspflege, Verwaltung usw. bedeutende Anforderungen stellt, so daß
auch diese Mittelstandsschicht, wenn auch nicht im Verhältnis zum
Arbeiterproletariat, so doch absolut erheblich zugenommen hat. Und
schließlich bildet auch die Gliederung in Stadt und Land noch so zahlreiche
selbständige mittlere und kleinere Existenzen, die sich nach der
Statistik eher vermehren als vermindern und die den Aufstieg in eine
höhere erleichtern, so daß von einer durchgreifenden Proletarisierung
noch nicht viel zu merken ist.
Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Großindustrie in den Kulturländern
in den letzten Jahrzehnten einen gewaltigen Aufschwung genommen
hat. Genau besehen aber nicht allein dadurch, daß ihr Exansionsbestrebungen
innewohnen, die sie mit unwiderstehlicher Gewalt
dazu drängen, sondern sicher mehr dadurch, daß sie aus einem Fonds
wirtschaften kann, den ihr frühere geologische Perioden hinterlassen
haben. Nämlich, daß ihr ein riesiger Kohlenvorrat zur Verfügung steht.
Wenn man nicht gerade dem Spruch huldigt: „Nach uns die Sintflut!“
so kann man sich heute schon ruhig die Frage vorlegen, was aus der
kapitalistischen Entwicklung werden soll, wenn dieser Vorrat in einigen
Jahrhunderten zu Ende geht. Einen Parzellenbauer und einen Handwerker
kann man sich in Deutschland auch ohne Kohlen denken. Einen
Großgrundbesitzer schon weniger; aber gar nicht die Großindustrie und
die großen Städte. In dieser Hinsicht ist es gar nicht unmöglich, daß
mit der Zeit wieder eine Dezentralisation eintritt, die uns sicher in
verbesserter Auflage noch einmal eine Zeit der Kleinbetriebe wiederbringt.
Der historische Materiallsmus und die Vollswirtschaft.
Ich habe die Philosophie des historischen Materialismus vorweggeschickt.
Viel Philosophie ist überhaupt in ihr nicht enthalten. Wer