Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1899. (26)

15.  107

II.  Fideikommißschulden  zweiter  Klasse:

Die  Ansprüche  des  Gutsverwalters  Heinrich  Dürig  in  Baierbach  auf  einen  jährlichen
Gehalt  von  3000  Mark,  unentgeltliche  Wohnung,  Beheizung  und  Beleuchtung  für  sich  und
seine  Familie  und  sonstige  Naturalbezüge,  eventuell  auf  eine  Abfindungssumme  von  10  000  Mark
beziehungsweise  auf  eine  Pension  von  jährlich  1200  Mark;

ferner  der  eventuelle  Anspruch  der  Ehefrau  des  genannten  Heinrich  Dürig  auf  eine
jährliche  Wittwenpension  von  400  Mark.

84.
Snecessionsordnung.

Als  erster  Besitzer  des  zu  Gunsten  des  Freiherr  von  Gumppenberg'schen  Mannsstammes
errichteten  Familienfideikommisses  ist  der  Sohn  des  Stifters,  Robert  Freiherr  von  Gumppenberg-Peuerbach,
  k.  Kämmerer  und  k.  Bezirksamtsassessor  a.  D.  in  Baierbach,  berufen.

Zur  Surccession  in  das  Familienfideikommiß  sind  nach  dem  Rechte  der  agnatischen
Lineal=  und  Erstgeburtsfolge  bestimmt:

1.  Die  ehelichen  männlichen  Nachkommen  des  vorgenannten  Robert  Freiherrn  von
Gumppenberg-Peuerbach,

2.  wenn  Robert  Freiherr  von  Gumppenberg-Peuerbach  nach  Erwerbung  des
Fideikommisses  kinderlos  sterben  oder  sein  Mannsname  später  aussterben  sollte,

a)  Hubert  Freiherr  von  Gumppenberg-Pöttmeß-Oberbrennberg,
k.  Kämmerer  und  k.  Regierungsrath  in  Würzburg,  und  dessen  eheliche  männlichen
Nachkommen,  welch'  letztere  zur  Erbfolge  an  Stelle  des  Hubert  Freiherrn  von
Gumppenberg-Pöttmeß-Oberbrennberg  auch  berufen  sind,  wenn  dieser
den  Anfall  des  Fideikommisses  nicht  erleben  würde,

b)  eventnell,  wenn  Hubert  Freiherr  von  Gumppenberg-Pöttmeß-Oberbrennberg
  und  dessen  eheliche  männlichen  Nachkommen  vor  Anfall
des  Fideikommisses  sterben  sollten,

Johann  Georg  Freiherr  von  Gumppenberg-Pöttmeß-Oberbrennberg,
  k.  Kämmerer  und  erbl.  Reichsrath  der  Krone  Bayern  in  Pöttmeß,  und
dessen  eheliche  männlichen  Nachkommen  welch’  letztere  zur  Erbfolge  an  Stelle  des
Johann  Georg  Freiherrn  von  Gumppenberg-Pöttmeß-Oberbrennberg
auch  berufen  sind,  wenn  dieser  den  Anfall  des  Fideikommisses  nicht  erleben  würde.

Fällt  das  Feideikommiß  an  die  Familie  des  unter  b  genannten  Johann  Georg
Freiherrn  von  Gumppenberg-Pöttmeß-Oberbrennberg,  so  bleibt  es
nach  der  Stiftungsurkunde  nur  so  lange  im  Besitze  desjenigen,  welcher  das  Fideikommiß
  Pöttmeß  besitzt,  als  blos  ein  männlicher  Repräsentant  dieser  Familie