Volltext : der Weltkrieg 1914. Band 2. (1)

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Erfolgen  für  uns  noch  fort.  Bis  jetzt  erbeuteten  wir  sechs  Geschütze  und
über  tausend  Gefangene,  darunter  einen  Obersten,  und  eine  Menge
Munition  und  Kriegsmaterial.

Ein  englischer  Kreuzer  versuchte  gestern  in  Akaba  einzudringen,
wurde  aber  gezwungen,  sich  unter  dem  Feuer  unserer  Geschütze  sofort
wieder  zurückzuziehen.  Das  Feuer  des  Kreuzers  richtete  keinen
Schaden  an.

                              Bericht  des  Hauptquartiers.
       Amtlich.  Großes  Hauptquartier,  24.  Dezember,  vormittags.

Der  Feind  wiederholte  gestern  in  Gegend  Nieuport  seine  Angriffe
nicht.  Bei  Bixschoote  machten  unsere  Truppen  in  den  Gefechten  vom
21.  Dezember  230  Gefangene.  Sehr  lebhaft  war  die  Tätigkeit  des
Feindes  wieder  in  der  Gegend  des  Lagers  von  Chalons.  Dem  heftigen
feindlichen  Artilleriefeuer  auf  dieser  Front  folgten  in  Gegend  Souain
und  Perthes  Infanterieangriffe,  die  abgewiesen  wurden.  Ein  vom
Feinde  unter  dauerndem  Artilleriefeuer  gehaltener  Graben  wurde  uns
entrissen,  am  Abend  aber  wiedergenommen.  Die  Stellung  wurde  nach
diesem  gelungenen  Gegenstoß  aufgegeben,  da  Teile  des  Schützengrabens
vom  Feuer  des  Feindes  fast  eingeebnet  waren.  Ueber  100  Gefangene
blieben  in  unserer  Hand.

Unsere  Truppen  haben  von  Soldau—Meidenburg  her  erneut  die
Offensive  ergriffen  und  in  mehrtägigen  Kämpfen  die  Russen  zurückgeworfen.
  Mlawa  und  die  feindliche  Stellung  bei  Mlawg  sind  wieder  in
unserer  Hand.  In  diesen  Kämpfen  wurden  über  1000  Gefangene  gemacht.

Am  Bzura=  und  Rawkaabschnitt  kam  es  bei  unsichtigem  Wetter,  bei
dem  die  Artillerie  wenig  zur  Geltung  kommen  konnte,  an  vielen  Stellen
zu  heftigen  Bajonettkämpfen.  Die  Verluste  der  Russen  sind  groß.  Auf
dem  rechten  Pilicaufer  in  Gegend  südöstlich  Tomaszow  griffen  die  Russen
mehrmals  an  und  wurden  mit  schweren  Verlusten  von  den  verbündeten
Truppen  zurückgeschlagen.

          Weiter  südlich  ist  die  Lage  im  allgemeinen  unverändert.

                                                                 Oberste  Heeresleitung.  (W.T.B.)

                      Das  japanische  Parlament  aufgelöst.
                                                                           Tokio,  26.  Dezember.

Das  Reutersche  Bureau  meldet:

Das  Parlament  hat  die  Regierungsvorlage,  die  eine  Vermehrung
der  Armee  um  zwei  Didvisionen  verlangte,  mit  213  gegen  148  Stimmen
abgelehnt.  Der  Kaiser  hat  darauf  die  Auflösung  des  Parlaments  angeordnet.


                                Oesterreichischer  Kriegsbericht.
                                                                  Wien,,  25.  Dezember.
    Amtlich  wird  verlautbart:
                                                                    25.  Dezember,  mittags.

Auf  dem  nordöstlichen  Kriegsschauplatze  wurde  gestern  an  einem
großen  Teile  der  Front  weitergekämpft.  Unsere  Kräfte  im  Nagy-Ag-