Volltext : Gesetzsammlung für die Fürstlich Reußischen Lande Jüngerer Linie. Elfter Band. 1856-1857. (11)

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digung  zu  vermeiden,  sondern  auch  darauf  sorgfältig  zu  seben,  daß  solche  nicht  von  Anderen,
  insbesondere  seinen  Angebörigen  und  Dienstboten  beschädigt  werden.

Ulber  die  Feuersicherheit  haben  die  Bewohner  streng  zu  wachen  und  jede  Gefahr  in
dieser  Hinsicht  abwenden  zu  belfen,  deshalb  auf  Feuer  und  Licht  die  sorgsältigste  Aussicht
zu  führen,  die  Oefen  vorschriftsmäßig  und  oft  genug  auf  ihre  Kosten  reinigen  zu  lassen
(T  9.)  und  da,  wo  Braunkohlenfeuerung  stattsindet,  dafür  zu  sorgen,  daß  die  Asche  in
einem  sichern  und  gefahrlosen  Aschenbehälmiß  gehörig  aufbewahrt  wird,  ihre  Aufmerksamkeit
  auch  darauf  zu  richten,  daß  die  Feuerlöschgeräthschaften  stets  in  gutem  brauchbaren
Zustande  erhalten  werden,  inmaßen  sie,  die  Bewohner,  alle  durch  ihre  oder  ihrer  Fomilienglieder
  oder  Gäsie  oder  in  ihrem  Dienst  stehender  Personen  Unachtsamkeit  oder  Nachlässigkeit
  entstandenen  Schaden  zu  ersetzen  haben.

Jede  an  einer  Dienstwohnung  entstandenc  Veschädigung,  sowie  jeder  Mangel,  inslesondere
  Schadhaftigkeiten  an  Dachungen,  Feuerungsanlagen,  Schornsteinen  r2c.,  sind  von
dem  Bewohner,  sobald  er  dergleichen  wahrnimmt  und  Gefahr  beim  Verzuge  ist,  unverweilt
  anzuzeigen.

.  4.
Altlgemeine  Verbindlichleit  des  Brwohners  zu  Herstellungen  und  Reparaturen.

Alle  durch  die  Schuld  oder  Nachläsügkeit  des  Bewohners,  der  Seinigen,  seiner  Gässe
und  der  in  seinem  Dienst  stebenden  Personen  an  den  ihm  zur  Bewohnung  und  Benugung
  ülergebenen  Räumen  nöthig  werdenden  neuen  Herstellungen  und  Neparaturen  werden
  auf  srine  Kosten  ausgeführt  werden.  Es  werden  daher  durch  Sturmwind  verursachte
Schäden  an  Fenslern,  Läden,  Thüren  und  Thoren  nur  dann  vom  Eigeuthümer  getragen,
wenn  der  Bewohner  nachzuweisen  vermag,  daß  diese  Schäden  wirklich  durch  Sturmwind
und  ohne  dah  er,  die  Seinigen,  seine  Gäste  oder  seine  Dienstboten  sich  dabei  einer  Nachlässigleit
  in  Hinsicht  der  gebsrigen  Verschliehung  und  Anhängung  der  Feuster,  Läden,
Thüren  und  Thore  zu  Schulden  haben  kommen  lassen,  entstanden  sind.  Dagegen  werden
die  erweislich  durch  Schloßenschlag  verursachten  Schäden  an  Feustern  vom  Eigenthümer
getragen,  sofern  das  Gebäude  nicht  mit  Fensterläden  versehen  ist.

5.
Herstellungen,  welche  dem  Eigenthümer  obliegen.

Alle  neuen  Herlellungen  und  Reparakuren  der  Dienstwohnungen  in  Dach  und  Fach,
der  Schornsteinkasten,  der  Dachriunen,  AMlitzobleiter  und  Windfahnen=  ferner  die  Herstellung
  und  Unterhaliung  aller  Anlagen,  als  der  Brunnen,  Biunnenwerke,  ohrfahrten,