Full text : Große deutsche Aufsatzschule für den Schul- und Selbstunterricht.

sehr  zustatten  kommt.  Das  große,
runde  Auge  blickt  mutig,  klug
und  mild;  im  Finstern  leuchtet
es  mit  grünlichem  Schimmer.
u  beiden  Seiten  der  schön  gewölbten
  Stirn  stehen  wwei  nicht
zu  große  Ohren,  die  bei  jedem
Geräusch  gespitzt  werden.  Schlank
und  glatt  ist  der  Nacken,  und  um
den  etwas  gebogenen  Hals  flattert
die  Mähne.  Von  Natur  trägt
das  Perd  seinen  Hals  aufrecht;
nur  die  älteren  Zugtiere  lassen
ihn  zur  Erde  sinken.  Der  Rumpf
ist  rund;  der  Rücken  ist  nach
unten  gewölbt  und  darum  geschit.
  den  Reiter  zu  tragen.
und  und  breit  ist  die  Brust,
sie  läßt  der  Lunge  weiten  Spielraum.
  Der  Leib  ruht  sicher
auf  den  dünnen,  aber  festen
Beinen.  An  jedem  Fuße  befindet
sich  nur  eine  Zehe,  die  durch
eine  Hornmassegegen  Verletzungen
eschützt  wird.  Damit  die  Masse
ch  auf  steinigem  Boden  nicht
abnutze,  wird  sie  vom  Hufschmied
mit  Eisen  versehen.  Der  Schwanz
besteht  aus  einem  Büschel  langer
Haare;  er  gereicht  dem  Pferde
nicht  nur  zur  Zierde,  sondern
dient  ihm  auch  dazu,  die  lästigen
Insekten  abzuwehren.

Das  Pferd  ist  gelehriger  als
der  Elefant  und  der  Hund  und
fast  geschwinder  als  der  Wind;
denn  Rennpferde  haben  in  der
Sekunde  schon  28  Meter  zurückelegt.

  Dabei  ist  das  Pferd
für  stark,  es  &  t  Lasten  von
5000  Pfund.  Es  ist  mutig  und
tapfer;  seinem  Herrn  ist  es  treu;

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Vornehmen  forteilend,  gehorsam
dem  Worte  des  Führers,  lenksam
  mit  leichter  Zügelbewegung,
ist  wahrlich  ein  schöner  Anblick.
Aber  gleich  schön  und  erfreulich
ist's,  wenn  das  Bauernpferd  im

ommer  den  Erntewagen  heimieht,
  geleitet  von  der  Hand  eines
sch  en  Knaben.  Auch  zum
Pfluge  bequemt  es  sich  und  zieht
in  Geduld  neben  dem  langsamen
Stiere  die  Furchen.  —  Als  die
schönsten  Pferde  gelten  die  arabischen,
  in  Europa  die  englischen.
Wenn  den  Pferden  die  PFflege
durch  Menschenhand  abgeht,  verlieren
  sie  auch  an  Größe  und
Schönheit.  ie  verwilderten

Pferde  sind  kleiner,  ihr  Haar  ist

rauh  und  struppig.  —  Wie  niedlich
  und  behende  ist  das  Junge
des  Pferdes,  das  Füllen!  In
lustigen  Sprüngen  umkreist  es  das
Mutterpferd  oder  die  Stute,  die
es  mit  ihrer  Milch  säugt  und
sorgsamen  Auges  bewacht.