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Reservekorps und fünf Landwehrkorps, sowie noch größere Verstärkungen
dahinter befinden, alles in allem eineinhalb Millionen Mann. Dazu
kommen noch 270 000 Oesterreicher an der schlesischen Front.
Dyern umzingelt.
Amsterdam, 14. Oktober.
Dpern, in dem sich englische und französische Truppen befinden, ist
durch die Deutschen völlig umzingelt. Der Strom von Flüchtlingen, die
sich auf dem Wege nach Calais befinden, weist auf einen allgemeinen
Vormarsch der Deutschen nach der Küste hin.
Nach aus Belgien vorliegenden Berichten haben die Deutschen Dienstag
abend die Grenzstation Esschen besetzt. Das Leben in der Stadt
Gent geht seinen gewohnten Gang; die Fabriken arbeiten, die Läden
sind geöffnet. Der Bedarf der Truppen wird mit Bons bezahlt. Aus
Antwerpen werden immer mehr Truppen nach dem Westen geschickt.
Der Vormarsch auf Ostende.
Amsterdam,, 14. Oktober.
„Nieuws van den Dag“ meldet aus Terneuzen: Deutsche Truppen,
die nach Tausenden zählten, rückten durch Selzaete nach Westen vor. In
Selzaete wurde ein Aufruf erlassen, daß alle Männer zwischen 18 und
45 Jahren sich binnen zwei Tagen anmelden müßten. Heute früh wurde
Assenede besetzt.
Belgische Berichte melden, daß eine Truppenmacht von mehr als
100 000 Mann Deutscher durch Gent gezogen sei. Die Häuser der Flüchtlinge,
die geschlossen waren, hätten aufgebrochen werden müssen, um die
Einquartierung vornehmen zu können. Flüchtlinge aus belgischen Grenzdörfern
kehren allmählich zurück, da es sich herausstellt, daß das Betragen
der Deutschen einwandfrei ist. Ueberall ermahnen die Deutschen die
Einwohner, ihren Wohnort nicht zu verlassen.
Frankfurt a. M., 15. Oktober.
Die „Frankfurter Zeitung“" meldet aus Amsterdam: Nach Berichten
von Flüchtlingen aus Ostende hat sich das belgische Heer bereits in Ostende
eingeschifft. Jede Auskunft darüber wurde aber verweigert.
London, 15. Oktober.
„Daily News“ meldet aus Ostende: Die Verlegung des Sitzes der
belgischen Regierung hat einen tiefen Eindruck hervorgerufen. Der letzte
Kanaldampfer wurde geradezu gestürmt. An den Kämpfen von Antwerpen
hat auch der Sohn des Premierministers Asquith teilgenommen.
Mordanschlag auf die Brüder Buxton.
Bukarest, 15. Oktober.
Als die Brüder Buxton mit einem Sohne des früheren bulgarischen
Ministerpräsidenten Geschow im Automobil zur Teilnahme an dem
Leichenzuge für König Carol ausfuhren, feuerte ein junger Türke namens
Paschil Hassan, der von Saloniki gekommen wat, vier Revolverschüsse
auf sie ab. Die Schüsse wurden aus nächster Nähe vom Trittbrett des