#ummer 119
immer uoch nicht nach Am stärksten fühlbar ist
der Druck der Deutschen auf Sircha, Borzimow
und Humin. Die Sturmangriffe der Deutschen
auf Humin, die strategisch wichtigen Stellungen
der Russen in diesem Gebiete, sind von unerhörter
Wucht und übertreffen an Kraft und
Heftigkeit bei weitem alles bisher auf dem östlichen
Kriegsschauplatz Geschehene. Besonders
häufig werden von beiden Gegnern auf diesem
Gebiet Panzerautomobile verwendet. Die Führer
dieser Panzerwagen, sowohl Deutsche wie
Russen, leisten Unglaubliches an Mut und Todesverachtung
und säen Tod und Verderben in
die Reihen der Feinde. (3.)
Teuerungskrawalle in Jtalien.
Mailand, 22. Jan. In Cattania kam es
zu einem schweren Teuerungslrawall. Eine
Volksmenge durchzog die Stadt unter Rufen
nach Brot und Arbeit und gegen den Krieg.
Die Läden mußten schließen, die Straßenbahn
Rosenheimer Anzelger
ihren Betrieb einstellen. Die Menge zog vor
das Getreidelager einer Firma, durchbrach die
absperrende Poliy'stenkette nach heftigem Widerstande,
drang in das Innere des Gebäudes
ein, warf die Kornsäte auf die Straße und
legte schlieblich Feuer an das Lagerhaus. Nach
heftigem Kampfe, bei dem die Schußwasse gebraucht
wurde und beiderseits eine Anzahl Personen
verwundet wurde, vertrieb die Polizei
die Menge aus dem Gebäude und löschte das
Feuer. (3.)
Russische Hilfe für Serbien.
Geuf, 22. Jan. Nach Privatmeldungen der
Genfer Tribune aus Panscowa sind die russischen
Schisse „Tschefnesco“, „Patrrota“, „Bessarabetz",
„Comte Ignatief“, „Belgrad“ und
„Nomania“ in die Donau eingedrungen und
steuern nach Serbien zu. Zedes Schiff führt
mehrere Lastdampfer mit Kanonen und Mu-Offizieren
der russischen Marine befehligt.
Scharri Pascha in russischer
Gefangenschaft.
Bukarest, 22. Jan. Aus Petersburg wird
berichtet, daß der bekannte türkische General
Schülri Pascha, der Verteidiger Adrianopels,
im letzten Balkankriege, in den Kämpfen im
Kaukasus schwer verwundet in russische Gefangenschaft
geraten sei. (3.)
Unruhen in Indochina.
Genf, 22. Jan. Nach Mitteilungen des
französischen Kolonialministeriums, die jetzt veröffentlicht
werden, sind im November in Indochina
verschiedene Unruhen ausgebrochen. Die
fortwährende Beunruhigung durch Piraten und
Schmugglerbanden sowie die aufständische Bevölkerung
veranlaßten den Militärgouverneur,
nition im Shlepptau. Die Schiffe sind von
Sametes, 23. Januar 1818
dbie ( Gegend am Haut Mekong als militärische
Zone in Belagerungszustand zu erklären. (J.)
Wetterbericht für Samstag, den 23. Januar:
Wechselnd bewöllt, maßiger Fron.
Aufrufon die deutschen Hausfrauen.
In der Zeit vom 25.— 30. Januar wird
in Rosenheim Beteiligung an der
Reichswollwoche
stoltfinden. Um Mitarbeit aller deutschen Frauen
wird gebeten. Zunächst richtet Cuch schon jetzt
darauf ein, in Curen Schränken nachzuseben, w#6
Ihr entbehren könnt, um es denen zu widmen,
die mit ihrer Brust und ihrem Blut uns Alle
beschüßyen. Gebt so viel Ihr irgendwie entbehren
könnt.
Oetssammelkomitee Nosenheim
für freiwillige Kranke#pfle#e im Kriege.
Bekanntmachungen.
Die deng. der Pslaneröollkasse
Rolenheim für das Jahr 1913 lieat
neb#t Belegen v voms 85l
Miwoch, den 27. ds. M#s
an 14 Tage lang in der Stadlkämmerel
r Einsicht und auenlauslgen Erinageadgabe
s Uens der Umlagenpflich
igen öffentlich auf.
Rosenbelm, den 22. Jan. 1915.
Bekanntmachungen.
Betreff: Wo#deck en.
Das stellvertretende Generalkommando I. A. K.
hat unterm 14. Januar cr. angeordnet.
I. Sämtlichen Fabrikanten und Händlern wird
die Verdußerung der bei ihnen lagernden
eigenen urd fremden Bestäle, sowie der
eigenen bei Spediteuren und in Lagerhäusern
lagernden Beständen an wollenen, wollgemischten,
halbwollenen und baumwollenen
Decken, sotdie an Filzdecken soweit nicht die
Sincke nachweislich zur Ausführung eines
unmitteldaren Auftrags einer Heereb oder
Marine-Dienststelle bestimmt sind bis auf
weiteres verboten.
Die Fabrikanten und Händler haben dem
stellov. Gen. Kdo. binnen 3 Tagen nach
Erlaß der Anordnung eine Aufstellung dieser
Bestande einzureichen, sowert es sich um
mindestens 50 Stück inegesamt handelt, damit
die Heeresverwaltung diese Bestände
nötigenfalls ankausen tann.
Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis
bis zu einem Jahr bestraft.
Rosenheim, den 19. Januar 1915.
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e Rechnung der Geiger'schen
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liegt nebst Belegen vom "mP
Mititwoch, den 27. ds. Mis.
an 14 Tage lana in der Gladtkämmere
her Eirslcht und allen allsigen Erinerungsabc
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ie Nechnungen der Ellenmann'schen
6 Hönner'schen Siuendienllil ungen
bUr das Jahr 1913 llegen nebst Be-Ligen
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an 14 Tage lang in ber Slobdtlammerei
zur Einsich" und allenfallllgen Eim.
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Rosenheim, den 8 Joanuer 1915
Etadtmagiftrat.
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Bekannimmachung Stadtmegistrat. 1
Betreff: Maul= und Klauenseuche.
Es besteht Veranlassung, die Beteiligten,
insbesondere die Halter von Kleinvieh und die
Milchhändler darauf hinzuweisen, daß das Weggeben
von Milch aus den wegen Maul= und
Klauenseuche gesperrten Gehöften an die Bedingung
der vorherigen Abkochung oder einer
anderen ausreichenden Erhitzung geknüpft ist.
scher ausreichende Erhitzung der Milch ist anzusehe
1. Ehitzung über offenem Feuer bis zum
wiederholten Aufkochen;
2. Erhitzung durch unmittelbar oder mittelbar
einwirkenden strömenden Wasserdampf auf 85
Grad;
3. Erhigung im Wasserbad auf 85 Grad für
die Dauer einer Minute
Kann eine wirksame Erhitzung nicht gewährleistet
werden, so ist das Weggeben von Milch
aus den Gehöften verboten.
Da gerade Milch aus verseuchten Stallungen
eines der häufigsten Uebertragungemedien
der Maul-= und Klauenseuche ist, erwarten wir
im Interesse der hiesigen Viehmärkte, deren
Verbot eine sehr
Geschäftsleute aufs empfindlichste schädigt, daß
die einschlägige Vorschriften aufs gewissenhafteste
vollzogen werden.
Rosenheim, den 19. Januar 1915.
Stadtmagistrat.
Zwangsweise werden am
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Rosenheim
Somsteg. 23., Tonntag, 74. und Montag, 25. Januar 1915
Die neuesten Aufnahmen vom Kriegsschauplobe
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