Aummer 28
sel fest, daß die Heranziehung neuer Wasser- j
gänge zur Kanalspeisung — die Denlschrift führt
hier verschiedene Möglichkeiten an — nach den
neuen wassergesetzlichen Bestimmungen Schwierigkeiten
bieten würde.
Die Kosten, die der Ausbau des Luduig=Donau-Main-Kanals
zu einer Wasserstraße für
200.Tonnenschiffe erfordern würde, veranschlagt
die Deulschrift wie folgt: a) für die Erweiterung
des ganzen eanmne von Kelhelm bis
Bamberg 36 Millionen ark, b) für die Erweiterung
der Teisstrecke Jomber)Minber9
allein 15 200 000 Mark.
Bei der Kostenberechnung ist von der Annahme
ausgegangen, daß der Längenschnitt des
Kanals und damit die Schleusenzahl unverändert
bleibt. Für eine wirksame Erleichterung.
der Schiffahrt würde es jedoch nicht genügen,
die Wasserstraße lediglich zu verbreitern und zu
vertiefen. Es müßte vielmehr zugleich auf eine
tunlichte Verkürzung der Fahrzeit in Bedacht genommen
werden, die sich nur durch eine Bessergestaltung
des Kanal. Zlängenschnitts, d. # durch
eine Vermehrung der Schleusenzahl, rreichen
ließe.
Nach überschlägiger Schähung würde sich der
Aufwand für den Ausbau des Kanals zu einer
200-Tonnen-Wasserstraße bei gleichzemiger Verbesserung
des Kanallinieschnittes verdoppeln, d.
h. für die Umgestaltung des ganzen Kana#e von
Kelheim bis Bamberg wären 70 Millianen
Mart, für die Teilürecke Nürnberg-Bamterg
allcin etwa 30 Millionen Mark erforderlich.
Ein so beträchtlicher Geldaufwand stünoe mit
dem bescheidenen wirtschaftlichen Nutzen, der sich
aus der Zulassung von 200-Tonnen-Schiffen
herleitet, nicht im richtigen Verhältms. Cin
Wettbewerb der Kanalsch isfahrt E
bahn kann für größere Güter nur mit Schiffen
ron 600 Tonnen Ladesähigkeit erfolareich auf
gere ommen werden.
i durste sich kaum empfehlen, bei den Schiff.
fodrrekansulen. die als Bindeglied zwischen Donau
und Main dienen, unter 600 Tonnen Tragfähigleit
herabzugehen. Der Verkehr von jolchen
Schissen erfordert aber die vollständige
Kanglisiertung des Mains und Erbauung eines
neucn Kanals, allenfalls unter Wahl oiner onderen
Linienführung.
z Rachrichie#
Leipzig, Febr. In der vergangenen
Nacht lurz uins 12 hht ereignete sich im Ge—
bäude des deutschen Buchhändlerhauses eine
schmere[(Ga#eplo io #. Als einide Küchen#angesicl##
des Gutenberglellers sich zur Ruhe beneben wollten,
bemerlten sie einen starken Gasg-uch, dem
sie Nachgingen. Als jie das Souterramn mit einer
brenenden Lampe betraten, erfollnte eine Erplosion,
eine mächtige Slichslamme brachte den
Eindringenden schmere Brandwunden bei, sie
schlug bis zu den Parterreräumen empor. Es
wurden insgesamt vier Personen schwer und
eint leicht verlezt. Der Materialschaden inmt bedeutend.
Die Kellerräume bieten ein Bild enksetzlicher
Ver wütung, jast sämtliche Ferstetscheiben
des Restaurants Gutenbergteller und der
naheliegenden Grundstücke wurden zertrü mmert,
beonders die großen Schausenster einiger La.
den. Die Feuerwehr war alebald zur Siee
unterdrückte den ausgebrochenen Brand.
Die Verlenten wurden nach Antlegung eines
Verbandes ins Krankenhaus überrülrt. Die
Erschütterung war so stark, daß die im oberen
und
m Angelgen
Ebing jen, 2. JFebrn Hier — nachmittags
4 Uhr . Min. ein starler Erdfloß vurspee
ebenso in Bakingen und Hechingen. Nach den
vorliegenden Meldungen ist niegende ein Schaden
entstanden. erkur“ meldet:
Die Erohebenwarie Lozenhem et
nete nachmittags ein Nahbeden, dessen Herd
in Württemberg liegt. Die Auoschläge dauerten
26 Sekunden
Straßbur 6 2 uFebr. Beim Schlitschuhlaufen
auf dem Ü#eitungelanal vor dem Spitaltor
brachen zwei Mädchen im Alter von 11
und 14 Jahren ein und ertranlen, obwohl #
zahlreiche Personen unter eigener Lebensgefahr
um ihre Rettung bemühten. Schiffer der eingefrorenen
Kanalschisse sprangen den bedrohtlen
Rettern bei.
Saarbrücken, 2. Febr. Aus Oberstein
wird gemeldet: Der in dem Zuge Vingerbrück-Saarbrücken
beraubte Herr machte, als er einen
Angenblick zum. Vewußtsein lam, solgende Angaben:
Er heiße Albert Schlichtel und wolhne
in Bemin-Schönebeng, Goltzstraße. Er bestieg
in Kreuznach ein Abteil 2. Klasse. Hinter der
Station Fischbach wurde in voller Fahr! dle
Waggontür aufgerissen. Ein Mann sprang in
das Abteil und stürzte sich auf ihn mit den
Worten: „Die Taschen auf!“ In dem gleiche:
Angenblick sielen zwei Schüsse. Wödurch er schwer
verietzt wurde. Er sank zu Boden, hatte aber
noch die Kraft, die Notbremse zu ziehen. Der
Täter war ein bartloser junger Mann, der eine
Eisenbahnermütze trug. Eine Schuhwoffe wurde
nicht gesunden. Bei dem Verletzten wurde nur
wenig Kleingeld vorgefunden. Die Briestasche,
die nach seiner Angabe * Mark enthielt, wurde
nicht vorgesunden. Der Verletzte liegt in
dem Obersteiner Kra: nenhaus. Sein Zustaud
läßt das Schlimmste befürchten.
Hannover, 2. Febr. Die Seltion derLeiche
der ermordeten öfehrigen Hildegard Wildhagen
ergab als wicht iasies. Moment, daß die Leber
des Kindes fehlt. Sie ist lunstgerecht losgelöst.
Es besteht daher die Annahme, daß der
Mord entweder die Tat eines Jerfinnigen ist,
oder aber, daß er aus Aberglaube vollführt
wurde, damit die Leber zu Heilzwecken verwendet
werden lönnte.
Budapest, 2. Febr. Die Direktion der
Laschau- Oderberger Bahn tellt mit: Am 31.
Jannar drangen in einen Persanenzug n der
Nähe der Station Ceacza zwei Bahnangesiellle
in ein Wagenabteil ein, in dem die Postkasse
verwahrt war und seuerten auf den Oberschaffner
vier Revolverschüsse ab, die ihn schwer verletzten.
Der Oberschaffner zog die Notbremse, worauf
die Räuber sluchteten. Als sie sich verfolgt! sahen,
beging der eine Selbstmord, der andere
Murde von den Versols ern schwerverietzt nach
Teschen gebracht. Den verwundeten Oberschafsner
hofft man am Leben zu erhallen.
Pario! 2. Febr. In dem Militärlager zu
Corcienr (Dep. Vosges) find überaus zahlreiche
Fälie von Mumms, Masern und Scharlach a# ausgelteten.
Das Militarlrankenhaus in St. Die
ijt voliständig überhüllt.
Paris, 2. Febr. Der Dwektor der Fraudösüch-i#alienischen
Bam in Paris, Mennier, il
auf verschiedene Anzeigen hin, die von seilen
seiner Kunoschaft einliefen. verhastet worden.
Unter den Geschädigten bejindet sich auch die
Gräsin von Lasteyrie. Die Gräfin erllärte, von
dem betrugerischen Banlier um # Millianen
Mi. geschadigt worden eu sein. Hr. Menunier unterschob
der Grä#in u. a. Altien einer Uniergrundbahngesellschaft
in Barceiona, die sich bei spateden
„„
Hals durch. Eine Schauspielerin namens Havebrenunbare
Stoffe enthalten.
Paris, 2. Febr. Eis Stückchen aus „Wild-West“
har sich gestern ereignet. Ein Güterzug
der Strecke von Mons nach Louviers ist bei der
Station Thieux durch einen verbrecherischen Anschlag
* Die Verbrecher haben schoere
Steine auf die Schienen gewälzt. s die
Zugebeamten die Ursache der Störung feststellen
woslten, machte sich eine Anzahl von Näubern
Plünderung der Wagen. Dle Beam-—⁊
urden mit vorgehaltenen Revolpern vezwungen,
jeden Widerstand aufzugeben.
Newyork, 2. Febr. Die Zeitungen veröffentlichen
erschütternde Einzelheiten, die die
Passogiere des gesunkenen Dampsers „Monroe“
erzählen. In einem Rettungsboot spielten sich
surchtbare Szenen ab. Ein Neger war vor
Entsetzen wahnsinnig geworden und klammerte
sich an ein junges Mädchen sest und versuchle
schließlich, mit diesem ins Wasser zu springen.
Mit einem Hammer wurde auf den Wahnfsinnigen
so lange eingeschlagen, bis er besinnungelos
zu Boden siel und sein Opfer losließ. Ein anderer
Reger schnitt sich auf deim Deck des sinlenonroe“
mit einem Taschenmesser den
land wurde wahnsinnig und mußte ins Hospital
gebracht werden. Im allgemeinen werden die
machhabenden Offiziere des „Nantucket“ für die
Katastrophe verantwortlich gemacht.
Newyork, 2. Febr. Eine Katastrophe,
die durch eine ganz ungewöhnliche Ursache hervorgerusen
wurde, hat sich gestern in der Stadt
Sisierville im Staate Airginia ereignet. In
der Stadt befinden sich die Werkstätten der
Boung-Torpedo-Company, deren Magazine viel
Gestern siel ein
Meteotstein auf einen Schuppen herab, u dem
sich 500 Liter flüssiges Nitroglyzerin befanden.
Eine jurcht bare Erplosion erfolgte. Der Boden
wurde in einer Tiese von 100 Metern ausgetissen,
das entslandene Loch war 30 Meter breit.
Sämtliche Gebäude der Fabrik wurden zerslört.
Die Fensterscheiben wurden in einem Umkreis
von 50 Kilometern durch den ungeheuren Lustdruck
zerbrochen. Ein Mann, der sich einen
Kilometer weit von der Unglücksstelle befand,
wurde von einem geschleuderten Stein Letrosien
und sofort getötet. Glücklicherweiĩe sind
weitere Menschenopfer nicht zu bellagen. Der
Materialschaden dagegen ijt enorm.
Die Grubenhatastrophe bei Vortmund.
Dortmuns, 2. Februar.
Heute Nachmittag fand in Brambauer oie Beerdigung
von 22 Ovfern der Grubenlatastrophe
der Zeche Achenbach statl. Kurz nach 3 Uhr
sehte sich der gewaltige Trauerkondult in Bewegung.
Elwa 100 Fahnen und 20 Muillorps
besanden sich in dem ersten Teil des Zuges,
der aus den Vereinen bes ganzen Indusiriebezirls
bestand. Die Sörge der 20 Vergleute
murden zu je fünf auf schwarz behangenen Rollwagen
gefahren, die beiden Steiger auf besonderen
Leichenwagen. In dem Trauergesolge
besanden sich der Oberpräsident Westfaleno
Prinz Ratibor Corvey, der Arnsberger Negierungspräsident,
Generalleutnant von Harbon,
Votschafter ron Stumm usw. JZwölf katholische
und 9 cvang. „Ceiütliche gaben den Toten das
letzte Geleit. Die Beisetzung erfolgte in einem
Massengrab unniittelbar neben den Opsern der
letzten Katastrophe der gleichen Jech: im Jahre
1012. Am Grabe sprachen der latholische und
der cvangelische Ortegeistliche. Unter den ka-
MRrittwoch, 4. Februar 7917
Ein geriebener Zochstapkur.
Leipzig, 2. Febr,
Einer der gefährlichsten internationalen Hoch
lapler und Heiratsschwindler ist jetzt von der
Leipziger Kriminalpolizei verhaflet worden. Die
Kriminalbehörden des ganzen Reiches uno zahl,
reiche Behörden des Auslandes beschsftigen sich
mit seiner Persönlichleit. Es handelt sich um
einen Mann, der sich jetzt für einen Kaufmam
Gottfried Wtchelm Just ausgibt. Sowekt bljeht
ermittelt werden konnte, ist der Verhaslcte
der Sohn eines Fabrikarbeiters. Er sprict
fliekend mehrere sremde Sprachen und ist ein
gewandter und eleganter Gesellschafter. Schm
im Jahre 1895 trat er in Zürich als Fabril.
besitzer Dr. Mern und preußlscher Reserveofflz#er
auf und lebte in den vornehmsten Hotels auf
Kredit, bis er enklarot und zu zwei Monaten
Gefängnis verurtellt wurde. Im nächsten Jahr
tauchte er in esech im Elsaß als Graf Potelri
auf. ahlreiche Geschäftsleute ließen sich
durch den iint ingenden Namen und das gewandte
Auftreten des Hochstaplers täuschen und
gewährten hm bohen Kredit und bares Gelo.
Aber auch hier wurde er schließlich entlarot und
Zu drei Jahren Gefängnie verurteilt. In seinn
Zelle spielte er den „wilden Mann“ und erreich
te damit, was er wollte. Er kam zur Be,
obachtung seines Geisteszustandes in eine Heilanstalt
und entfloh bald darauf. Nun machte er
sich einen Zufall zunutze, um sich einen neuen
Namen zu geben. In einer Zeilung sand er
die Mitteilung, daß ein Kurt v. Eichmannsoorf
für verschollen erllärt wurde. Er schrieb an
sdie Krenzkirche in Dresden, die damals dis
Annonce ausgegeben hatte, daß er, Kurt v. Eic
mannsdorf, noch lebe, und bat, ihm eine Cehurls-
und Tanfurkunde zu übersenden, damit
ihm die Beröffentlichung keine Unannehdf#ichteilen
bereite. Die verlangten Urkunden wurden
ihm gesandt, und jetzt hatte der Schwindler
einen vollgültigen, echten Ausweis in Hunder-Er
trat von jetzt ab überall als Kurt oon
Eichmannsdorf dus. Unter diesem Namen und
unter Vorlegung seiner Urkunden gelang es ihn,
im November 1898 in Klepzig bei Köthen in
einer Fabrik eine Vertrauensslellung u erhalten.
Er erwies sich aͤls hrauchbar, schien nach
allen Richtungen die Interessen der Fabtit
wahrzunehmen, wartete aber in Wirllichkeit nur
auf eine Gelegenheit. einen größeren Gel,
betrag in die Hände zu bekommen. Nach ein
Jahre pelang ihm dies, und er stüchteten mit12 P0
Mark nach Frankreich, wo er sich zumeist in Paris
und Nitza aufhielt. Er nannte sich dort
Baron von Eichendorf, v. Eichmannsdorf, Graf
Uerküll-Hyllenband oder Graf Hohenthal und
verübte große Hciratsschwindeleien. Ende Jali
1901 kam man dem Hochstapler auf die Spur.
Er wurde in Paris festgenommen und nackh
Deutschland ausgeliefert, konnte aber wegen der,
im Ausland begangenen Straftaten nicht verirleilt
werden. Schon im nächsten Jahre jet /och
erellte ihn sein Geschick in Dessau. Dort erhielt
er seche Jahre Gefängule, die er auch vetbützne.
Nach seiner Entlasung verschwand er
elne Zeitlang, bis er im Februar 1911 wieder
auftanchte. Seildem ist er nach den bishetigen
Ermitteln gen auf freiem Fuß geblieben.
Jetzt hatte er si einen neuen Namen ausgesucht.
Unter Vorlegung einer gesälschten Geburkr. und
Taufurlunde nannte er sich Graf Egon von
Nehnschild und nach Ausoweis seiner Papiere
jollte er am 1. Juli 1866 zu Hannover, in
Pennipylvanien in Nordamerika als Sohn ines
Saale ta nenden Paare zu Boden stürsten. Dassrem Vertauf als vöilig wertlos erwiesen. Auch kholischen Ceistlichen besand sich als Vertreter Ussarztes geboren sein. So meldete er sic
Ungluck soll dadurch entmanden sein, daß der,der Banlier Lecomte ist verhaftet worden. EsF des Bischofs der Chrendomberr Gonscrtreler auch jetzt überall, wo er sich aushielt und überal
Wasdruckregler, der sich im Souterrain besindel, beißt, daß Lecomte für über 80 Millionen Mark Die Zeche Achenbach, die Nachbärzechen sowi:e bielt man seine Popiere für echt. Zul eht lebte
undicht geworden war und eine große Merige wertlose Aktien bei seiner Kundschaft in Amleuf die Stadt Dortmund sandten prächtige Kränze. er in Leipzig. Hier wußte er eine reicke Dam:
Gas ausströmen ließ. setzte. 2 so zu fesseln, daß sie ihm nicht nur alles, was
E Mannes zeigte jetzt mehr Dankbarleit als wahr- Sem Belannter, der Toypns des alten
Illien den Slein #nde nde
en daß ich ihn 1# 5
en und daun reinen - 8
b '
ch denn wißen, daß Durand das
verd F&t 5 sllen laffen"" brachte der
nn mit « umeln heraus. „Ich
--r haln es e ersel zen. Achalten S Siees
für sich oder geben Sie den Stein Turund, wie
Sic wollen.“
Es war also doch Durand, der den Opal
verloren hatte! Sebr gut, sieh Tich vor, Durand!
„Schen Sic,“ sagte Anson, „das kann Sie
ganz ’or cht Ihre Lizenz losten und Sie lönnten
auch noch andere Unannchmlich= citen haben; aber
Sie sagen, Sie hälen den Slein gesfunden und
ich glaube Ihnen. Sie verdienen etwas für Ihr
Glück und auch etwas dafür, daß Sie mich über
Durands Absickéen so gut informiert haben. Ich
will nicht hart sein. Ich werde Ihnen geben,
was der Stein L mich wert ist. Ich brauche
ihn nämlich für einen gant besonderen Zweck. Sagen
wir aljo zwanzig 1ind?“
Der Mann 8 te drein. „Ach du mein
Wott!- sagle er endlich, halien Sie einen armen
MWenschen doch nicht so zum Narren! Zwanzig
Plfund für so ein Stückchen Stein!“
Anson hatee, obgleich er von dem Werte
dieser Steine nur sehr wenig verstand, kalkuliert,
daß der Stein geschnitten enigsens hundert
Wiund wer: sein mußtec. edoch sein
Eizeun m und Anson wollte ihn Ht nicht zu
teuer beiahlen; er konnte sich dessen ungeachtet
den en.r ischen Ebler Großmuütigleit geben. „Das hat
nich:z zu sagen,“ kneia er leichthin, „ich brauche
den Stein netwen
Tie nicht ens einnchmende Bisage des
cheinlich je in seinem Leben, und in überströmenden
Lorten danlie er Anson, noch immer eiwas
nervös, als Anson das Gchd für den Stein und
die lleine Nec: chunng -
„So war es also ein Juwelenraub?= fragte
er nach einer kleinen Wole während er die
Empfanz= Aoestättgung für den Betrag ausstellte.
„Sicht ganz danach aus, erwiderte Anson
brorisih- nç Gespräche abgeneigt, steckte den
Opal ein, nahm die Reisctasche auf und ging zum
Bahnhof.
In zwanzig Minuten war er in Christchurch.
Tort kauste er rasch ein Sattelzeug, ging zu einem
Perldeverteiher und, mietete ein Pserd, mit dem
er, wenn er den Vorsprung den er beute. in
Berechnung 60 K sicher war, dem uge nach S
der Endsianon der GEi nbahn. zünent
kommen. Tort wußte er einen olten Farmer, der
sich seines Viehslandes rühmte. Wenn er von
dem eines seiner Pserde erhalten konnte, war er
cucht isen, quer durch das Land bis zur Küste,
ne Strecke von insgesamt hundertzehn englischen
Meen. durchzureilen und so Durand einen Tag
abzugewinne n.
Ter Mietgaul, obgleich am Ende der Reise
schon ein wenig wund, durchkrenzte die Ebenen in
munterem Temvo, und Anson kam in Sprinasield,
einem kleinen Städtehen am Rande der Gebirge,
zwei Stunden vor dem Eisenlahnzuge an. Es
möge hier die Vemerkung Plah jünden, daß dieses
len#ere Prodnlt der Khullur und Ziuilisation die
glorreiche Durchscl-n#illegeschwindigleit von zwolf
englischen Meilen in der Siunde erreichl; und ein
echles Neusecländer Dreiviertel-Vollblutpjerd hat
leine sehr ohe Meinung von sich selbst, wenn es
nicht ein ein wenig rascheres Tempo vier bis fünf
Stunden bintereinander aushalten kann.
schotuschen Schaßzüchters in den Kolonien, der
auch cinmal auf der Lateinsehule und der Universilät
gewesen, doch jeht ein ebenso verbissener
alter Vichhändler wie nur einer im ganzen Lande
war, dem nur sehr wenig mehr von der Politur
der zivilisierten Welt anhaftete, hieß Anson herzlich
willlommen und ging brriitweiiist auf sein
Verlangen nach einem Pierde ei
„Nehmen Sie gleilh zwel.“ saßte er sreundlich,
als Anson den Grund seiner Cue an##inandergesetzt
hatle. „Da slun gleich zwei Vichjahrige von
dem Hengst „Artillerie und zwei Traberltulen
in den (hehegen draußen. Tie tragen Sie bald
zur Küste hinüber, weun Sie schon nicht auf die
Kulsche warten lönnen.“
Anson verlor lenee Hjeit. Eine Kolelelte —
die unvermeidliche Kotelelte von Neufeeland —
und cine Tasse Tee — der ebenso unvermeidliche
Nesteländer Teer — maten bald verzehet und er
achte sich wieder auf die NReise. Ta ch in
Engioeno iiiid Europa iiiiii Oewi war, war es
in diesem ganz verlehrlen Lande Frühling und er
hatte noch einige Stunden Tageslicht vor sich mit
der Aussicht, daß eine Monpscheinnacht folgen
würde.
Weg, der vor ihm lag, kannte er sehr
ut. jeder anderen Zeil hätle er diesem Ritle
als ein Vergnügen zesshe. und selbst Fett.
so begierig er auch war, diese Sirecke bald hinter
ch zu haben, konute er nicht umhin, ihre Schönheiten
z bewundern.
ag war herrlich gewesen. Wenun auch
die Strahlen der Sonne in Neuseeland nie die
Stärle der Tropen oder auch nur dle des
ilal enischen Sonners errelchen, siud sle doch erheblich
heller und wirkungsvoller als die des
enallschen Himmels. Am Anfange deß Rutes war
gezwungen war, vicileicht noch e
doch als der Abend herannabte u
sich um die Hasenhügel, die sich in der Ferue
bläulich vom Himmel abhoben, zu sammeln be,
gaunen, dachte er, daß er für sein Unternehmen
leine bessere zeit hällc wählen lönnen.
Während der ersten viertig Meilen führte
der Weg nur durch Wrideland für Schafe, wo
hie und da eine einsame eiad s stand und
zo. sich streckenweise längs der Ufer der nicht sehr
schönen Binnenseen dieser Gegend hin. Die Einlönigleit
der Szenerie wurde hier jedoch durch das
immer wechselnde Pauorama der Berge unterbrochen,
die den Harizont von allen Seilen einschlossen
und ihre schneebededten Häupter, deren
weiste Spiten nur trübe durch die Dämmerung
herüberblickten, zum Himmel empor streckten.
Beim Bcealey Hotel, dem Platze. wo die
Wagen für die Nacht Oalt machen, nahm Anson
das zweile Pserd und die wirlliche Schönreit des
wilden Riltes begann unn. Mit der ESlrecke, die
dle Ausflügler die „Westiküstenpartie“ nennen und
dle eine Sehenswürdigkeit bildet, welche bel Tage
anzustaunen heue sechzehn Meilen weit herkommen,
war er sehr vertraut; dieselben Szenen aber bei
Mondegschebt Alenn mit der Natur — einer Natur
ser Aberguellen wild — das überbot auch dit
chlbarste Phantasle.
Nach der Ueberquerung eines Flusibettes von
unendlicher Breile, das aber nur 9 wenig
Wasse r11 Hürt e, ging die Strasie an donnernden
ersällen und bahenbedeckuen Abgründen vorbei
rauf, immer höher hinauf, bis der Kamm des
asscs erwnnen war. Dann slreckle sich 4
echten, glänze in den Strahlen der
schwindenden ndi ver dee Miursto Mi
.4
ʒrin.
der Tag für das Tempo, , das An# E*
u
ud die Rebel