Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

 

 

Der  „Nosendeimer  Amnzeiger“  erscheint  täglich  nachmittage  4  Uhr  (mit  Auenahme  der  8
und  Feiertage).  —  Der  Abennementspreis  beträgt  olertelfährlich  SMark#  —  —.
monallich  NMark  1.—  Jür  Voslabonnenten:  zustellgebübr  krei  ius  Gaus  14  Plennlg  monaliich.

Sernsprechert  Berlag  and  Redaktlon  Nt.  T2,  Inseralen  ·  Ableilung  Nr.  235.

 

 

  

er  Auzeiget

 

 

——  Vesthette  tra  Anzeigeniell  kostei  Vn,  tui  Reklameieil  70  Pig.  Coba
nach  besonderem  Tari  Annahme  von  Anzelen  u#  Bolagen  durch  die  Armoncen-###
GSaalennein  &  Vegler  M.G.  Nolenheim,  München,  Mürnberg,  Verlin.  Breslau.  Tallel  ulmn.

Schlußt  der  Anzeio##-Annahme  11  Uhr  mmags.

 

 

Rosenheimer  Tagblatt

Amlliches  Bublikalions-Organ

 

NAunner  259  Kath.  Festweihe  der  Erlöserkirche  zu  Nom

Umsturz  in  München!

Ein  Manifest  des  Arbeieer-,  Soldatenund
  Bauernrats  proklamiert  die  Republitk
  Bayern.

*  München,  6.  11.,  früh  812  Uhr.  (Drahtb.)

An  der  Spitze  der  heutigen  Morgenblätter
ucheint  in  großen  Lettern  ein  Aufruf  an  die
Vevölkerung  Münchens,  unterzeichnet  vom  Ar,
leiter-,  Soldaten  und  Bauernrat,
resien  erster  Vorsitzender  Kurt  Eisner  angegeben

In  dem  Manisest  heißt  cs:

Das  furchtbare  Schicksal,  das  über  das  deute
  Volk  hereingebrochen  ist,  hat  zu  einer  elemen-#aren
  Bewegung  der  Münchener  Arbeiter  und
LKoldaten  geführt.  Ein  provisorischer  Arleiter-,
  Soldaten  und  Bauernrat  hat
ich  in  der  Nacht  zum  8.  November  im  Lanorag
  kon'tituiert.  Bayern  ist  sortan
ein  Freistaat.  Eine  Volksregierung,  die  von
uum  Vertrauen  der  Massen  getragen  wird,  soll
1  verxzüglich  eingesetzt  werden.  Eine  konstituerende
  Nationalversammlung,  zu
ir  alle  mündigen  Männer  und  Frauen
½  Wahlrecht  haben,  wird  so  schnell  wie  möglich
ilberufen  werden.  Die  demokratische  und  soule
  Nepublik  Bayern  hat  die  moralische  Kraft,
u  Deutschland  einen  Frieden  zu  erwirken,  der
vor  dem  Schlimmfsten  bewahrt.  Die  jetzige
mwälzung  war  notwendig,  um  im  letzten
Ungenblick  durch  die  Selbetregierung  des  Volkes
Erntwicklung  der  Zustände  ohne  allzuschwere
Tiichütterung  zu  ermöglichen,  bevor  die  feinduchen
  Heere  die  Grenzen  überfluten  oder  nach
im  Waffeustillstand  die  demobilisierten  deutschen
Truppen  das  Chaos  herbeijühren.

Der  Arbeiter-,  Soldaten=  und  Bauernrat  wird
reugste  Ordnung  sichern,  Ausschreitungen  werwen
  rucksichtslos  unterdrückt,  die  Sicherheit  der
erson  und  des  Eigentums  wird  verbürgt.  Die
zoldaten  in  den  Kasernen  werden  durch  Soldasenräte
  sich  selbst  regieren  und  die  Disziplin  aufricht
  erhalten.  Offziere,  die  sich  den  Forderungen
er  veränderten  Zeit  nicht  widersetzen,  sollen
lüuangetastet  ihren  Dienst  versehen.

Am  Schlusse  des  Manifestes  heißt  es:

Es  lebe  die  bayerische  Republik,  es  lebe  der
Frieden,  es  lebe  die  schaffende  Arbeit  aller  Werkläligen!


Munchen  im  Landtag  in  der  Nacht  zum  8.
November  1918.

#

In  einer  nachts  1  Uhr  unterzeichneten  Erkläung
  verpflichtet  sich  der  Münchener  Polieipräsident
  bei  der  Ausübung  des  Sicherheilodienstes
  ben  Anordnungen  des  Arbeiterand
  Soldatenrates  Folge  zu  leisten.

Kundgebung  der  Munchener
Arbeilerschaft.

*  München.  7.  November.

er  heutige  Donnerstag  galt  der  Gegenwirn
  aller  besonnenen  Elemente  wider  die  Beiurebungen
  der  Unabhängigen.

In  den  frühen  Vormittagsstunden  wurde
il  der  ganzen  Stadt  ein  Aufruf  des  Ministers
es  Innern  an  oie  Bevölkerung  Bayerns  angechlagen
  und  später  auch  durch  die  Tageszeitungen
  verbreitet,  der  angesichts  des  bevorstehenden

Woffenstillftandes  vor  inneren  Unruhen  ernstlich
rarnt:  „Jetzt  gilt  es  erst  recht,  Ruhe  und  Oronung
  zu  wahren.  Innere  Umuhen  anstiften,  hiese
Ren  Krieg  nochmal  beginnen.  Die  Verluste,  die
uns  der  Krieg  getokts,  würden  sinnlos  durch
neue  vermehrt.  Die  Hekfahr  der  Sungersnoi

 

Samstog.  9.  Növenber  1915

Umsturz  in  München.

Ein  Manifest  des  Arbeiter=  Solbaten=  u.  Bauernrats  proklamiert

die  Republik  Bayern.  —  Kurt

Eisner  als  Gorsitzender.

Em

Ultimatum  der  Sozialbemokraten:  Rüccktrittsforberung  d.  Kaisers
und  Thronverzicht  des  Kronprinzen.

 

wäre  unabwendbar.“  Jugleich  wurde  der  Be
völkerung  versichert,  daß  sie  gegen  Willlür  und
Gewalttäligkeit  ausreichenden  Schutz  finden  wer-In

  der  Mittagestunde  wurden  die  Fabriken
und  gewerblichen  Betriebe,  aber  auch  viele  Ladengeschäfte
  geschlossen.  Die  Abenozeitungen  erschienen
  bereito  Mitlags  und  forderten  zum
Teil  auch  ihrerseits  die  Bevöllerung  zur  Besonnenheit
  auf.  Im  Transportgewerbe  und  in  den
Verkehrsbetrieben  wurde  auch  nachmittags  gearbeitet.
  Die  übrige  Arbeiterschaft  aber  zog  zu
vielen  Zehntausenden  in  geschlossenen  Jügen  mit
Tafeln  und  roten  Fahnen  zur  Theresienwiese  vor
die  Bavaria,  wo  und  3  Uhr  eine  gewaltige  Massenlundgebung
  stattjand.  Verschiedene  Redner,
auf  Tischen  stehend,  hielten  Reden  an  die  gewalligen
  Volksmassen,  in  denen  sie  die  Abdankung
  des  Kaisers  uno  des  Hohenzollernhauses,
  die  Ausschaltung  des
Junkertumsans  Regierungund  Verwaltung,
  die  sofortige  Annahme  der
feindlichen  Waffenstillstandsbedin
gungen,  die  weitgehende  Demokratisierung
  und  Sozialisierung  des  Reiches
Und  aller  Bundeskftaaten,  die  Einführung  einer
reichsgesetzlichen  Arbeitslosenver
sicher  un  g  des  Achtitundentages  usw.
forderten,  Forderungen,  die  der  Regierung  unterbreiltet
  werden  sollen.  Die  Volksmenge  hörte
die  Reden  mit  Ruhe  und  D  ißziplin  an  und  begleitete
  sie  an  den  Kraftstellen  mit  Beifallskunogebungen.


Irgendwelche  Zwischenfälle  ereigneten  sich  erfreulicherweise
  während  dieser  Kundgebungen
nicht.  Von  groher,  besreiender  Bedeutung  war
die  während  der  Demonmration  gemachte  Mitteilung,
  daß  sich  oie  sozialdemokratische  Partlei
  und  oie  Partei  der  Unabhängigen  in  München
für  die  heutige  Demonstration  geeinigt  haben
  mit  dem  Wunsche,  daß  sich  auch  im  weiteren
die  Möglichkeit  eines  Zusammengehens
ergeben  werde.  Dieses,  von  oen  Massen  mit
sturmischem  Bravo  ausgenommene  erfreuliche  Ergebnis
  war  in  Sißtungen  erzielt  worden,  oie
gestern  Abend  und  heute  vormittags  zwischen
den  beiden  Parteigruppen  stattgefunden  hatten.
!Nach  ungestörtem  Umfluß  der  Kundgebung.
die  mit  der  Annahme  der  vorgetragenen  Entschließung
  durch  Handaufheben  endete,  wurden
die  Massen  aufgefordert,  sich  in  Ruhe  zu  sammeln,
  vor  die  Residenz  und  von  da  zum  Friedensengel
  zu  ziehen,  um  sich  dort  aufzulösen.  In
schier  unübersehbaren  Zügen  nahmen  die  Massen
unter  Vorantritt  zahlreicher  Soldaten  mit  roten
  Fahnen  den  Weg  nach  der  Stadt,  in  der
der  Durchmarsch  der  Demonstrationszüge  den
Vericht  unterbrach.  Bis  zum  Abschlusse  dieses
  Berichtes  war  die  gesamte  Kundgebung
mit  anerkennenswerter  Ordnung  und  Disziplitt
verlaufen.

Die  Vorgänge  im  Reich.
5  Schwerin,  7.  11.  Hier  spielten  sich  ähnliche
  Vorgänge  ab,  wie  in  Kiel,  Lübeck,
Hamburg,  Eizaenn  und  Tilfit.  Die

Holdaten  haben  selbit  für  die  Aufrechterhaltung
von  Ruhe  und  Ordnung  Sorge  getragen.

§s  Hamburg,  7.  11.  Nach  Hamburg  sind
außer  den  Reichstagsabgeordneten  Stolten
(Soz)  und  Blunk  (Fortschr.  Volkspartei)  auch
St  ubbe  (Soz)  und  Schumann  von  der  Generalkommission
  der  Gewerkschaften  abgefahren.
Ihnen  sollte  heute  auch  Reichstagsabgeordneter
Dr.  Quarck  (Soz.)  folgen,  vielleicht  im  Flugzeug
  um  möglichst  rasch  zur  Stelle  zu  sein.  Die
Beichsbank  steht  noch  in  regelmäßiger  Verbin-"

  Incldcl

TunqmttoechrchsbankanktaltenmHamburg
d  Kiel.

Verlin,  7.  Nov.  Wie  nach  der  „Voss.  Ztg.“
verlautct,  find  die  Versammlungen,  die  von  den
Berliner  Unabhängigen  heute  aus  Anlaß  des
Jahrestages  der  russischen  Revolution  einberufen
  waren.  verboten  worden.

*  Berlin,  7.  11.  Das  „Berliner  Tageblat!“
Verlin  ist  auch  in  den  heutigen  Vormittagsfstunden

  völlig  ruhig  geblieben.  Auf  Plätzen

und  in  belebten  Straßen  sah  man  einzelne  Militärposten
  feldmarschmäßig  ausgerüstei  unauffällig
  poftiert.  Auch  die  meisten  öffentlichen  Gebäude
  sind  mililärisch  gesichert.  Aufregung  hat  in
Arbeiterkreisen  die  Besetzung  mehrerer  Großbetriebe,
  Eiektrizicctswerke  3  ustw.  burch  Militär  hervorgerufen.
  Allgemein  ist  die  Forderung  laut
geworden,  daß  die  Soldaten  joitrt  aus  den

Bettrieben  zurückgezogen  werden  müßten.  Auf  dem

die  beulsche  ——

 

Lehrter  Vahnhof  fahren  Züge  weder  ein  noch
aus;  das  Bahnhofsgebäude  ist  von  Posten  umstellt.


Ein  U  ltim  atum
der  Sozialbdemokratie.

Rücktrittsforderung  des  Kaifers
u.  Thronverzicht  b.  Kronprinzen!

Berlin.,  7.  11.(Drahtb.)  Heutenachmittas
nach  3  Uhr  wurde  dem  Reichskanzler
ein  Wml“-r  der  sozialbemokratischen
Partei  Überreicht,  in  dem  außer  vler
anderen  Forderungen  die  Abdankung
des  Kaisers  und  der  Thronverzicht  des
Kronprinzen  bis  zum  Freitag  mittag
verlangt  wird.  Wenn  die  Forderungen
nicht  erfüllt  werden,  so  tritt  die  Sozialdemokratie
  aus  der  Reglerung  aus.
Die  nächste  Reichstagssitzung.  1
7  "  Berlin,  7.  11.  Präsident  Fehrenbach  hat!d
für  heute  nachmintant  alle  Fraktionsvorsitzenden
zu  sich  geladen.  Er  wird  ihnen  vorschlagen.,  die
nächste  Reichstagssitzung  am  kommenden  Mittwoch
  abzuhalten  und  neben  der  allgemeinen  polilischen
  Aussprache  die  neuen  Kriegskredite  und
das  Ermächtigungsgesenz  für  die  lUebergangswirtschaft
  zu  beraten.  Der  Präsident  rechnet  mit
iner  Tägungsdauer  von  drei  Situngen.  Die
Fraktionen  der  Mehrheitsparteien  haben  Sitzungen
  auf  nächsten  Donnerstag  anberaumt,  ebenso
tritt  am  Donnerstag  wieder  der  interfraktionelle
Ausschuß  zusammen.  Heute  beschäftigte  sich  der
interfraktionelle  Ausschuß  mit  der  Frage  des
[Waffenstillstandes  und  mit  den  preußischen
  Neformfragen

Kommission  bei  Foch  augekommen
§  London,  7.  11.  In  den  Wandelgängen
des  Parlaments  geht  das  Gerücht,  daß  die  deutschen
  Parlamentäre  die  Linien  der  Allüerten  bereits
  erreicht  haben.

s  Rotterdam,  7.  11.  Der  „Nieuwe  Rotterdamsche
  Courant“  erfährt,  daß  die  deutschen
  Parlamentäre  bei  Marschall
Foch  angekommen  lind.

Ein  deutscher  Vorschlan  einer  vorläufigen
  Waffeuruhe.
WTB.  Berlin,  7.  11.,  abends.  Amtlich.
(Drahtb.)
Die  deutsche  Heeresleitung  richtete  ##fAnordnung
  der  Regierung  einen  Funkspiuch  an

 

Hrot.:  Theodor  64.  Sehrasn

Marschall  Foch,  wonach  die  deutschen  Bevollmächtigten,
  General  der  Infanterie  Günoell,
Staatssekretär  Erzberger,  Graf  Oberndorff.  General
  von  Winterfeld  und  Kapiten  Wanselow,
um  Mitteilung  bitten,  wo  sie  mit  dem  Marschall
zusammentreffen  können.  Der  Funkspruch  fügte
hinzu,  die  deutsche  Regierung  würde  es  im  Interesse
  der  Menschlichleit  begrußen,  wenn  mit  dem
Eintreffen  der  deutschen  Delegation  an  der  Front
der  Alliierten  eine  vorläufige  Waffenruhe
  eintreten  könnte.

Der  Amwortfuntspruch  Fochs  besagt,  wem
die  Bevollmächtigten  mit  dem  Marichall  wegen
eines  Waffenkillstandes  zusammentreifen  wollen,

  dann  mögen  sie  sich  bei  den  Vorposten  auf
tber  Straße  Cimay-JFourmies

  La  Capelle—
Guise  einfinden,  von  wo  sie  an  den  Ort  der  Qusammenkunft
  geleitet  werden  sollen.

·

Noch  in  derselben  Stunde,  in  der  die  deutsche
Regierung  durch  die  letzte  Note  des  Prasidenten
Wilson  erfuhr,  daß  der  Marschall  Foch  beauf:
tragt  sei,  die  Waffenktillstandsbedingungen  unsern
  Parlamentären  mitzuteilen,  sind  die  Delegierten
  Deutschlands  nach  der  Wefrtfront  abgereist.
  Gleichzeitig  richtete  die  Oberste  Heeresleiltung
  den  Auftrag  der  Regierung  a#n  General
Foch,  einen  Funkspruch  mit  der  Aufforderung,
im  Interesse  der  Menschlichkeit  eine  vorlau
fige  Waffenruhe  eintreten  zu  lassen.  Die
Schnelligkeilt,  mit  der  Deutschland  diesmal  gehandelt
  hat,  zeigt  aufs  be'te,  wie  ernn  es  der
Regierung  darum  zu  ktun  itt,  so  schriell  wie  irgend
  möglich  den  Krieg  zum  Abschluß  zu  brin.
gen.  Sie  will  nicht  die  Verantwor:ung  dafür
tragen,  daß  auch  nur  um  eine  Stunde  langer  als
unbedingt  erforderlich  i’1.  deutsches  Blut  der
Vernichtung  ausgesetzt  bleidt.  Es  itl  beachtenswert,
  daß  es  in  der  offiziofen  Kundgebung,  die
von  der  Abreise  der  deulschen  Delegation  Mit.-leilung
  macht,  ausdrucklich  zu  lesen  i#l,  daß  diese
Delegation  „zum  Abichlutz  des  Waffenstillstands
  und  zur  Aufnahme  der  Friedeus  verbandlungen“
  sich  an  die  Front  begeben  habe.
Damit  i  zum  Ausdruck  gebracht,  daß  der  Wassenmilliand

  eben  wirllich  abgeschlossen  werden

soll  und  #aß  gleich  hinterher  auch  die  Friedensverhandlungen
  aufgenommen  werden.  Man  kann
also  sagen,  daß  der  Weltkrieg  zu  Ende
ft.  Nach  mehr  als  vier  Jahren  werden  die  Kanonen

  ichweigen  u.  die  Schwerter  sich  senken.  So
lehr  wir  nun  auch  diese  Nachricht  seit  Tagen
und  Wochen  erwariet  haben.  so  i't  sie  doch  allzu

gewaltig,  als  daß  wir  sie  gleich  in  ihrer  ganzen
Bedeutung  zu  fassen  vermöchten.  Aber  das  eine
empfindet  heule  wohl  jedermann,  daß  eine  furchlzere
  2½  La't  uns  von  Seele  und  Leid  genommen
t
Noch  wissen  wir  nicht,  wie  die  Waffenktillstandsbedingungen
  im  Einzelnen  auesehe#n  wern.

  Aber  da  wir  die  Sachlage  richtig  ein
schätzen,  so  müssen  wir  uns  auf  Forderungen  gefabt
  machen,  die  wir  vielleicht  als  überaus  peinlich
  empfinden  werden,  denen  wir  aber  doch  werden
  Folge  geben  müssen  in  der  Erwartung,  daß.
W  auch  immer  im  Augenblick  von  unsd  an
Opfern  bringen  ist.  keins  heranreicht.  keins  heran
reichen  kam  an  die  Opfer,  die  gebracht  werden
müßten,  wemt  der  Krieg  jetzt  nicht  zum  Abschluß
küne

Berlin,  7.  11.  (Drahtb.,  Der  interfrak

biosell  Ausschuß  und  mehrere  Reichstagsfrak
tionen  hielten  heute  Sitzungen  ab  über  die  Waffenstillstandsfragen,
  die  Unruhen  im  Reiche  und
die  Kaiserfrage.

die  Hapi#ulalion  deserreichs.

Die  deutschen  Truppen  im  Osten!

s  Budapest.  7.  11.  (Drahtb.)  Der  Oberlommandierende
  der  alli#erten  Orientarmee  hat
gefordert,  daß  die  in  Ungarn  befindlichen  deutschen
  Truppen  innerhalb  15  Tagen  entwaffnet
  werden  und  dat.  Land  verlassen.  Zu
diesen  Truppen  wird  auo  Armee  Macensen
in  Rumänien  gerechnet