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Strafpraxis zur Bekämpfung für mehr als ausreichend
hält. Sie will nur eine gröbliche, den Anstand
verletzende Reklame verboten wissen. Im übrigen sollen
die gefährlichen fruchtabtreibenden Mittel aus
dem Handel verschwinden. Dabei muß man zugestehen,
daß der Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten von
größter Bedeutung ist, und daß es niemals gelingen
wird, den außerehelichen Geschlechtsverkehr etwa durch
bloß moralische Mittel wesentlich einzudämmen, so lange
ein frühes Heiraten nicht allgemein befördert wird.
Der Sozialismus und die Bevölkerungspolitik.
Man konnte früher denken, daß der Sozialismus
einen gewissen Schutz gegen den Neumalthusianismus
bilden würde. Marx und Engels waren der Ansicht, daß
das Proletariat, das ja davon seinen Namen hat, daß
es hauptsächlich durch starke Fortpflanzung sich auszeichnet,
dauernd dem Ursprung seines Namens Ehre machen
werde. Denn die kapitalistische Gesellschaft könnte nur
dadurch oder dadurch wenigstens am schnelluen überwunden
werden, daß das Proletariat durch seine starke
Vermehrung den Kapitalismus am üppigsten zur Entfaltung
bringt, die Kapitalistenklasse immer dünner
werden läßt und schließlich ablöst. So dachten auch die
älteren Sozialisten allgemein. Der Sozialismus bedeutete
diesen zugleich eine Art Verjüngung und Auffrischung
der Menschheit. Seine Anhänger waren von
einer gewaltigen Hoffnungsfreudigkeit erfüllt und
glaubten, daß, wenn sie auch nicht selbst, so doch wenigstens
ihre Kinder am Zukunftsstaate teilnehmen
könnten. · .
Dieser Idealismus ist aber größtenteils verflogen.
Eine jüngere Richtung ist aufgekommen, welche einen
anderen Standpunkt vertritt. Sie will die Lohndrückerei
durch geringeres Angebot von Arbeitskräften
beseitigen und glaubt, daß das am besten durch ge-