Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1908. (35)

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durch  Übergabe  oder  Vertrag  ein  Recht  an  dem  Fideikommiß  erworben  hat,  gemäß  8  94
des  Fideikommißediktes  berechtigt  war:
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Denin§1derBestätigungsurkundevom25.Februar1905aufgezähltenBestandteilen
  des  Fideikommisses  wurden  hinzugefügt:

B.  das  lebende  und  tote  land=  und  forstwirtschaftliche  Betriebsinventar,

C.  die  Einrichtung  der  Brennerei,

D.  die  Einrichtung  der  Gastwirtschaft  Haus  Nr.  2  in  Schorn,

E.  die  neu  eingerichtete  Wasserversorgungsanlage.

Rechte.
A.  Gemeinderechte.

Die  mit  den  Anwesen  Nr.  2,  5,  7  und  32  in  Schorn  verbundenen  Nutzanteile  an
den  Besitzungen  der  Gemeinde  Schorn.

B.  Gewerberecht.
Eine  radizierte  Taferngerechtsame  auf  Haus  Nr.  2  in  Schorn.

II.

Das  in  §  1  C  der  Bestätigungsurkunde  vom  25.  Februar  1905  bezeichnete  Geldkapital
  im  Nennwerte  von  100  000  —K  hat  fortan  zur  eigenen  Bewirtschaftung  des  Fideikommisses
  zu  dienen.

An  die  Stelle  des  Geldkapitals  treten  die  jetzigen  Zugehörungen  und  Pertinenzstücke
des  Fideikommisses,  wie  sie  des  näheren  in  der  vom  Stifter  gefertigten  und  übergebenen
Aufstellung  vom  28.  Dezember  1907  verzeichnet  sind.

Aus  einem  dem  Zinsenertrage  des  ursprünglichen  Fideikommißkapitals  von  100  000  MA
gleichkommenden  Betrage  von  4000  sind  jährlich  10%  nach  der  Bestimmung  des  §  1  C
Absatz  2  der  Bestätigungsurkunde  vom  25.  Februar  1905  zu  verwenden.

Würde  das  Fideikommiß  zeitweilig  ganz  oder  teilweise  wieder  verpachtet  werden,  so
soll  das  dadurch  frei  werdende  Betriebskapital  wieder  als  Geldkapital  dem  Fideikommiß
einverleibt  werden,  so  zwar,  daß  für  das  ursprüngliche  Kapital  von  100  000  samt
etwaigen  Admassierungen  jederzeit  volle  Deckung,  sei  es  in  Wertpapieren  oder  in  Zugehörungen
und  Pertinenzstücken,  vorhanden  ist.