Aummer 25
Lösung. Wollen sich aber die Polen an Oeslerreich
anschließen, wir haben nichts dagegen und
auch kein Ein mprucheret. Wir müssen uns dann
kur ersehd bende Verträge mit Oesterreich sichern.
Die berberige Polenpolitik muß aushören,
nur auf dem Ummeg über das Selbstbestimmungerecht
der Völker können wir den
Schutz nach Osten gewinnen. Die gestrige Kanzlerrede
war tatsächlich die Eröffnungeiner
u Ssprache der Staatsmänner. Die
Ausführungen des Staatsselretärs über unser
Bündnis mit Oeslerreich-Ungarn sinden umere
volle Billigung. Keinem unserer Verbündelen
wird es einfallen, aus der Reihe zu trelen.[Aber
wir dürfen nie vergessen, daß unser Bündnis
auf gegenseitiger Treue beruht. Wenn es jetzt
zu keinem Verständigungsfrieden kommt, ist erzeut
bewiesen, daß die Entente Schuld datan hal.
Hierauf wird die weitere Aussprache auf
Samstag vormittag veriagt.
Die Feledensverhaudlungen.
Keine unübersteiglichen Hindernisse
für den ** mnsschluß
mit Rußland.
s Sofis, 25. 1. Die bulgarischen Delegierten
sind für einige Zeit aus Brest-Litowsk zurückgekehrt.
In hiesigen Kreisen ist man nach wie
vor fest davon überzeugt, daß dem Friedensschluß
mit Rußland leine unübersteigbaren
Hindernisse im Wege stehen.
Take Jonescu gegen einen rumäni-=chen
Separatfrieden-
s Genf, 25. 1. Der rumänische Außenminister
Take Jonecscu erllärte in einem Telenramm
an die dixlomatischen Vertretungen
mäniens, daß dieses der Scche der Entente
treu bleibe u. daß die rumänische Armee samt
der Regierung lieber in die Verbannung nach
Sibrrien sich schleppen lassen würde, als die
Waffen niederzulegen und einen Separat.
frieden ab zuschließen. 1
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« 4 2
bie Lage in Anhzlaud.
Die wankende Herrschaft der
Bolschewili. i
s Berlin, 25. 2. Der „Daily Telegraph“
berichtet, daß gestern in den siandinaoischen
Ländern Geruchte umliesen, wonuch sich in Petersburg
schwere Unruhen zugetragen
haben sollen. Der Korrespondent der „Daily
News“ bespricht ein Manifest des Wchlfahrtsausschusseo
von Petersburg, in welchem erklärt
wird, daß die Ocaenrevolutionäre sich
geeinigt bab b#n, di: belchewilische Regierung zu
stünen. In den Straßen der Honpttadt sollen
heftige Kämpfe gelieser werden. Nach dem Pelersburger
Kerre'pondenten eines finnländischen
Blaties sollen weder die Bolschewili, noch die
Sczialrevolutionären Herren der Lage sein.
Neue GE
Ein berufung der russischen
N erionalversammlung?
5. Lopen hagen, 25. 1. Petersburger
Drahtnacki#- ven zielge machten die Sozialrevolutionäre
bekannt, daß ĩie die Auslösung
der Kennituante nicht anertennen und
die Natirnalversammle zung demnt ächt zu einer
neuen Tagung zusammenberufen würden.
Die Offiziersmorde in Sebanmopol.
* Stockholm. 25. 1. Dielo Naroda“ berichtet
über die Of; iziets aimneroe in Sebaltopol,
daß seit mehreren Tagen üeralt in der Siadt
(Marinesoldaten umher; ehen, Offsiziere verhaf—
ten und dieselben vor ein tevolutionäres Gericht
slellen „das über das Schicksal der Verhafteten
sofort entsch beidet. Die Urteile werden ohne
Verzug vellitreckt. Die Jahl der verhasteten
Offiziere beträgt etma 2000. Etwa 00 wurden
ermordet.
Die Japaner verlassen Rußland.
* Stockbolm, 25. 1. Wic aus Helsingfors
eemeldet wird, folgen die in Petersburg anwe-#Errden
Japaner dem Beilspiel der Englender
und Franzosen und verlassen die russische Haupt-In
Helsingsers glaubt man, dan die
#e n erregende Abreise der Japaner im Zusammenhang
stehe mit der Möglichkeit eines Sebar
gtidens zwischen den Mittelmächten
und Rußland
Der Kieg zur See.
Folgen des U. Boot-Krieges.
* London, 25. 1. Mac Namara erklärte im
Unterhaus, daß mit einem Dampfer, der vom
Feinde im Mittelmeer versenkt wurde,
ungefähr 484, mit einem anderen 224 Personen
zugrunde gegangen lind.
Algemeines vom sitieg.
Zum Fall Caillaurx.
Basel, 25. 1. Nach einem Prioattelegr.
aus Paris lauten die Meldungen über den Inhalt
der Stahlkammer in Florenz täglich interessanter.
Es scheint, daß Caillaux die gegegenwärtige
Regierung mit 4 Regimentern habe
stürzen rollen, und zwar wären zwei aus
Korsika, die beiden anderen aus seinem Departement,
der Sartha, rekrutiert gewesen. Diese
beiden Regimenter unterstehen dem Befehl des
Henerals Lartique und der „Matin“ hebt her-
ERosenhelm̃eꝝ
vor, daß man bei der Verhaftung von Caillaux
in seiner Brieftasche ein Schreiben eben dieses
Militärs fand.
Ausland.
Gespaunnte Lage in Span
Madrid, 25. 1. Unter dem Sin. des
Königs sand ein Ministerrat statt, der die politische
Lage einer gründlichen Prüfung unterwarf.
Ministerpräsident Garcia Prieto erklärte,
daß die Unruhen in Barcelona andauern und
daß Störungen der öffentlichen Ordnung mancherlei
Art vorgekommen seien. Er fügte hinzu,
daß die Regierung fest entschlossen sei, die Unruhen
zu unterdrucken und den srüheren Zulnd
der Dinge wieder herzustellen.
Der neue deutsche Vertreter
in Argentinien.
*# zuric 25. 1. Die argentinische Regierung
hat sich nach der „Agenzia Americana“
bereit erklärt, den Gesandtschaftssekretär Donhoff
als deutschen Geschäftsträger in
Buenos Aires anzuerkennen.
Voliuische Rundschau.
Einb cerusung des Reichstags.
Berlin, 25. 1. Der Aellestenrat des Reichstags
hielt bente nachmitlag während einer Pause,
die der Hauptausschuß hatte einlreten lassen,
eine Sitzung ab, in der vereinbart wurde, I die
nächste Vollsitung des Reichstags am 19. Februar
slattfinden zu lassen. Die grosße politische
Aussprache im Ausschuß soll am Samstag
zu Ende gesührt werden. Dann tritt eine Unkerbrerzung,
ouch in den Verhandlungen de-Hauptaueschufen
ein, jedoch soll der Ausschuh
je nach Bedarf iederzeit zusammentreten können.
Münchener Neuigkeilen.
München, 15. JMannuar.
Ein Schedschwindler, der während einer
Stlrakenhahnfahrt einer Angestellten einen Schec
über 2000 Mark aus dem Handtäschchen gestohlen
hatte und kurz darauf bei der Darmstädter
Bank einzulösen suchte, wurde dort oerhastet.
Er haite den Scheck mit „Franke“ unterzeichnet.
Das Esenbohnunglus bel
Schlelßheim.
Das Eisens ahnunglück bei Schleihbeim, über
das wir geitern bereits berichteten, muß als das
schwersie Eisenbal nunglück in Bayern. seit dem
Zusammenstoß in Nannhofen bezeichnet werden.
Ueber die Ursachen der Explosion und den Hergang
der Katastrorhe wird weiter berichtel:
Die Flässigkeit, deren Explosion das gräßliche
Unglück verschuldet hat, ist, wie die Staatszlg.
meldet, nicht Benzin, sondern eine Säure gewejen,
deren Name bzw. Zusammensetzung aber
noch nicht belannt iu. Der Unterosfiz#er Winkelmann
einer preuß. Luftschifferabteilung hatte
ren Hannover ler für die Augsburger Bailonsabrik
diennt lich einen Ballon mit Säure mitzunehmen.
Der Soldat, der bei der Explosion
seibt scmere Vrandwunden erlitt, fuhr in dem
in Brand geratenen fünften Wage n des Zuges
und versftaute den 65 Liter fassenden Säurebelälter
im Gepäckorb des Wagens. Zwischen
den Stationen Lohhof und hbleißheim explodierte
aus bis jetzt noch g L solamten Ursachen
der Säurebehälter; ser is Jnhcls ergoß sich über
den Boden des dicht bes etzlen 3. Klasse- Wagens
und hatte im Nu Feer gesangen. Die Flammen
schlugen bls Decke des Wagens empor.
Ein Soldat haite tron der fürchterlichen
Aufregung, die unter den im Wagen befindlichen
Fahrgäen herrschte, die Oeifleogegenwart,
die Notkremsje zu zichen, sodaß rer
Zug rasch zum Hallen gebracht wurde. Das Innere
des Wagens bildete sofort nach der Explesion
ein Flam menmeer, aus dem sich
verschledene Per# onen, darunter auch zwei
Frauen, durch einen Sprung aus dem Fenster
retteten. Mit fürch: erlicher Schnelligkeit hatte
die Explosion ihre Verheerungen angerichtet,
und als nach wenigen Minuten bereits der
Schnellzug stand, hörte man aus dem lichterloh
brennenden Wagen, aus dem die Flammen auch
aus den Fenstern schlugen, ein herzzerreißendes
Wimmern und Wehllagen der in ailen Winkeln
und Ecken des Wagens liegenden Verletzten.
Bis jetzt ist die genaue Zall der Verletzten
noch nicht festgestellt. Der verunglückle Wagen
beförderte ungefähr 60 Fahrgäsle, von denen
aber nur einzelne ohne Verletzungen und
nur mit dem Schrecken davonkamen. Bis zum
frühen Nachmittag wurden über 50 Verletzte
nach München verbracht. Aus den Ueberresten
des Wagens sind zwei bis zur Unlenntlichkeit
verkohlte Leichen geborgen worden. Ein
Soldat ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt
und konnte noch nicht erkannt werden. Der andere
Tote ist gleichfalls ein Soldat namens
Paul Toll von Neuslrelitz, der dem preuß. Artillerieregiment
Nr. 24 angehörte. Auch diese
Leiche war so verbrannt, daß man sie nur mehr
mit Hilfe der vorgefundenen Erkennungsmarke
des Soldaten feststellen komte. Unter den Toten
ist auch eine Frau, deren Personalien noch
nicht bekannt sind. Der Feuerschein des brennenden
Wagens wurde in Schleißheim beoba
tet. Sofort eilte ein Ossizier der Flieger-
Anzeisgen
teilung mil dem Stab-azt Dr. Frase nach der
Unglücksstelle, wo im Verein mit den im Zuge
befindlichen Feldärzten und einer Krankenschwester
sogleich das Rettungswerk in Angau genommen
wurde. Der brennende Wagen wurde
abgeluppelt. Ersl als das Feuer, das von dem
Wagen nur mehr das eiserne Gerippe übrig liet,
gelöscht war, sah man die Schwere des entsetzlichen
Unglücks. Wie bei allen Eisenbahnunfällen
der letzten Zeit, sind auch in diesem Falle
wieder meistens Soldaten die Opfer des
Unglückes. Doch befanden sich auch Frauen
und Kinder darunter. Als ein großes Glück
muß es bezeichnet werden, daß der am Fußboden
de: verbrannten Wagens befindliche Gaskessel
von den Flammen nicht ergriffen wurde,
da sonst der ganze Zug in Brand Fesetzt worden
wäxe. Die Flammen hatten bereits auch den
dem verunglückten Wagen nachfolgenden Wagen
ergrifsen, doch wurde das Feuer hier gelöscht,
bevor es gröhere Verheerungen anrichteite
Die Strecke ist bereils für den Verlehr
wieder srei.
de hater Meldungen besagen= Erst im Laufe
§ Abends war sichere Gewißheit über die be-R#ilend
Opser des Unglückes zu erhalten:
Den Tod sanden drei Fahrgäste. Von
den Toten lonnten bisher nur zwei erlannt werden.
Der eine ist der 39 Jahre alte Mrtillerist
Paul Doll aus Neu-Strelitz. Der zweite Tote
ist ein noch unbelannter Soldat. Die dritte Leiche
wurde als de der Frau Marie Dumrauf
aus Heman in der Oberpfalz ermittelt. Wie
Augenzeugen angeben, hatte Frau Demrauf ihre
Kanzen Anitrengungen darauf gerichtet, das jüngere
ihrer beiden Kinder, ein viereinhalb Jahre
altes Me ädchen, zu relten; sie warf das Rind
zum Fenster hinaus. Auch das zweite Kind konnte
geretlet werden.
Bayerische nachriclen.
Eisenbahnunglück. Mittwoch abends
fuhr Persenenzug 408 von Ansbach insolge
vorzeitigen Ablassens durch die Vorstation lurz
vor der Station Treuchtlingen auf einen im
Einfahren begrisfenen Gülerzug auf, wodurch die
Lokomotive des Personenzuges sowie mehrere
Enterwagen entgleisien und beschädigt wurden.
4 Reisende sowie 6 Mann des Zugspersonals
sind leicht verletzt.
Fürst Albertvon Thurnu. Tarie hat
der Regensburger Grldankausosielle fünf herrliche
Schmuckstücke im Werte von 150 000 Mark
überwiesen.
Das zweite Opfer des Mordanschlags,
der vor einigen Wochen in Furtz# i. W. au#eine
amtliche Kommissien verübt wurde, der Grenzoberaufseher
J. Hiendl in Furth i. W., int munmehr
im hiesigen Krankenhaus seinen Verlerzungen
erlegen. Der Mörder, der Further Zi-Harrenhändler
Koch, der geslohen war, wurde in
Pilsen rerhas tet.
Unfall. Am 25. ds. Mis., nachmitlags gegen
3 Uhr, ist in der Maschinenfabrik Augsburg-Närnberg
eine Drahtpfanne, welche mit
flüssigem Eisen gesüllt war, deselt geworden.
r- den auesströmenden Inhalt wurde eine
Verson geiötet u. acht andere schwer verletzt.
Wegen schamlosen Verkehr mit einem
franz. Kriegsgesangenen, der nicht ohne Folgen
blieb, wurde die Taglöhners frau Theresia
Steinberger von Lustheim, eine Kriegersfrau mit
Kindern, vom Schöffengericht München zu zwei
Monaten Gejängnis verurteilt. Der Amtsanwalt
hatte secho Monate beantragt. g
m
Schweres Eisenbahnunglüch
Mittwoch, nachts 2 Uhr. sließ der in Aschafsenburg
Hbf. einfahrende Güterzug 1706 infolge
folcher Weichenstellung auf Güterzug 1959.
Zugführer Härt#l von Aschaffenburg ist tot, der
Wegleiter eines Militärtransportes schwer verletzt,
ein Vremser und ein weiterer Begleiler
leicht verletzt. Zwei Wagen wurden stark beschädigt.
Vier Wagen sind entgleist. Der Per-#enenzugsverkehr
ist nicht gestört.
Zwischen die Puffer Hgeraten inl auf
schwerste Eisenbahnkatastrorhe in Bayern seit dem
alle Bremserin Eise Kaufmam von Somburs.
Sie war sofort lot.
Schweres Unglüd. In einem unbe vach
ten Augenblick zog ein Feldwebelslind in Nußdorf
(Pfalz) an der Tischdecke, wobei die Petro-
leumlampe umfiel. Der Kinderwagen sing
Fenuer; das Kind verschied unter großen
Schmerzen.
Grenzlande.
Innsbruck. 25. 1. Der Gipfel der
Preistreiberei. Eine den beben Ständen
angehörige Dame von hier wollte im Oberinnlal
Butter hamstern und bot hiebei einem Bauern
für 1 Kilogramm, sage und schreibe sann
Kronen!! Der Bauer — sagt das „Abendblat
— spuckte aus nd lehnte das ebenso Amnt
zende wie schamlose Angebot ab.
vaherisches Oberiuud.
Au bei Aibling, 25. 1. Benefiziaten
wahl. Die Stimmberechtigten der Pfarrei Au
hatten sich am verflossenen Dienstag mit der
Wahl eines Beesshiaten zu befassen. Dieselbe
siel auf 5 H. Kooperator Borstädt, welcher von
45 abgegebenen Stimmen 32 auf leine Person
pereinigte.
Sonntag, 27. Januar 1913
Onzell, 25. 1. Brand. Heute frühm 3 vor
3 Uhr brach aus noch ipnnne gucher (man
im Siallgebäude der
„ ia beim Hinein
Brand aus,
Mae Den Stall u.
# ####ten Bessitztümer
der Umgegend, che legte. Der Besitze
rin und ihren Leuten geläng es nur mit
knapper Not, das nackle Leben zu retten. Das
Vieh konnte noch in Sicherheit gebracht wer
den, dagegen sind alle Hausgeräle und grohze
Vorräte an Heu und Stroh den Flammen
zum Opfer gefallen. Seit Jahren ist dies das
schwerste Brandunglück in der Gemeinde.
Marwang, 25. 1. Schlagaufall. H.
Snhl. Rat Martin VBeck erlitl einen Schlagansall
Altötting, 25. 2. 132 Kreuzzüge mit
41000 Teilnehmern wurden im abgelau.
fenen Jahre ein- und ausgeleitet. Sechs Pilgerzüge
brachten gegen 9000 Personen zu den
Wallfahrtsstätten.
Kommunales.
Sitzungsbericht des Stadtmagistra.
tes Rosenheim vom 18. Janu ar 1918.
Die Stadtgemeinde Nosenheim erllärt den
Veitritl als Mitglied zum Zwecverband fur
Junwasserkräste und Junschiffahrt Nosenheim
c. V. Für das Jahr 1913 werden als Mir
liedsbeitrag 300 Mark aus der Gemeindekasse
perm Brandfkiftu
eket ranletn —
terteisenberger am Tellen
der innerhãlb der
das Baustnanwesen,
Kampfteilnehmer des gegenwärtigen
Krieges erhalten das Bürgerrecht in Nosenhein
gebührenfrei verliehen: Josesf Perschl, Kosser
träger; Heinrich Schramm, Stalionsgehilfe.
Da nach dem Bericht des Stadtbauamts d'
rechtzeitige Beschaffung von Pferdegespamen
für den städtischen Fuhrwerlsbetrieb (Straßen
remigung, Schneepflug, Sandstreuen. Kehricht.
abfuhr und Leichenüberführung) immer schwie
riger wird und die Fuhrlöhne immer merr
steigen, genehmigt der Magistrat für den An
kauf von 2 Pferden und für Ergänzung von
Plerdegeschirr den Betrag bis zu (O#o0 Mail
und stellt für die Stallung und Ausbewahrung
der Wagen sowie fi- den Wohnraum dis Pser
delnechts Räume im früheren Pernlohner-Ockonomiegebäude
zur Verfügung.
Daz Gesuch eines Korreklors aus München
um Genehmigung zur Errichtung cines Licht
spielthealers im Hotel Deutsches Haus wir?
mangelz Bedürfnisses abgelehnt.
Der Stadtmagistrat nimmt ###minis von dem
Stand der Futtermittelvorraäte und beschließt:
1. Die Kleie darf nur zur Körderung der Milch
versorgung. verwendet, für Pferde und Zeder
vieh darf leine Kleie mehr abgegeben werden.
2. Die Kleievorräte #nd durch Beim.schung von
Ersatzfuttermitteln zu strecken. 3. Die Milch
vichbesitzer sind zum Bezug von Futterschnitzelanzuhalten.
4. Es sollen an die Milchviehhal
ler Nüben abgegeben werden.
Mit Ruscicht auf das Speiserübenverfütt:
rungsverbot, die Krautbeschlagnahme zu Gunsten
der Sauerkraulgesellschaft und die zu befürchtenden
Schwierigkeiten bei de: Kartofselre.:
sorgung im Frühjahr und Sommer wird entge
gen dem Gutachten der Lebenomittellommissios
beschlossen, das Rübenausschneiden vorerst noch
nicht einzuftellen.
Cokalnachrichken.
Rofenheim, 26. Jannar.
Goldankaufswoche
im rechtsrheinischen Bayern.
Je länger der Krieg dauert, desto dringendet
FKraucht die Reichsbank Gold, das Fundament
der finanziellen Rustung des Neiches. Si
braucht es, um die Zahlung der vom neutralen
Auslande noch ins Land kommenden Lebensu##
lel und Rohstofie in Gold zu ermöglichen, also
zu einem Zwec, der uns alle berührt und sie
braucht es, um die gesetzlich vergeschriebene Gold
decung des im Kriege gesleigerten Noten-Um:
laufes ausweisen zu können. Die Feinde lauern
auf den wirtschaftlichen Zusammenbruch
Deutschlands! Auch der wirtschaftliche Sieg muß
gesichert werden! Jedermann kann dazu beitragen,
indem er gemünztes Gold oder entbehrliche
Goldsachen, diese zum vollen
amtlich festgesetzten Goldwert bei der Goldankaufsstelle
abgibt für das Vaterland.
Auch Edelsteine und Sil ber können eingeliefert
werden.
Als Preußen vor 100 Jahren um Sein oder
Nichtsein kämpfte, haben die Bürger alles, was
ihnen lieb und wert war, dem Vaterlande geschenkt.
Das letzte Goldstück, den Familien
schmuck, silberne Lofsel und das räiche= volle
Haar opferfreudiger Frauen wurden auf den
Altar des Vaterlandes gelegt und arme Bergarbeiter
in Waldenburg arbeiteten solange unentgeltlich,
bis sie 221 Taler für die Ausrüstung
sfreiwilliger Kameraden zusammen hatten. Kinder
leerten ihre Sparkassen aus. Wertse“
zu besitzen galt nicht als ehrenocll. Von ufs
zuanrd nur erwartet, wir unsere Goldsachen
um vollen Goldwerte verkaufen!
# dies ein Opfer im Vergleich zu dem,
And Edelsteinen !
was
unsere feldgrauen Helden im Felde leisten? Also
aus mit dem Go Seraus mit Silber
–