Metadata : Archiv für öffentliches Recht. Band 30 (30)

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2)  der  Nachweis  des  Besitzes  der  deutschen  Reichsangehörigkeit;

3)  das  Reifezeugnis  eines  deutschen  Gymnasiums  oder  eines  deutschen  Realgymnasiums.
Das  Reifezeugnis  eines  nichtwürttembergischen  deutschen  Realgymnasiums  begründet
  jedoch  den  Anspruch  auf  Zulassung  nur  unter  der  Voraussetzung,  daß
dem  Reifezeugnis  eines  württembergischen  Realgymnasiums  in  dem  Bundesstaat
desjenigen  Realgymnasiums,  welches  das  Reifezeugnis  ausgestellt  hat,  die  gleichmäßige
  Berechtigung  zuerkannt  ist;

4)  der  Nachweis  eines  mindestens  dreiundeinhalbjährigen  Studiums  der  Rechtswissenschaft
  auf  einer  Universität,  wovon  mindestens  drei  Halbjahre  dem  Studium
auf  einer  deutschen  Universität  gewidmet  sein  müssen;

5)  die  Militärpapiere  des  Kandidaten;

6)  ein  Leumundszeugnis  der  Gemeindebehörde  des  Geburtsorts  und  des  Aufenthaltsorts
  des  Kandidaten  oder  statt  des  letzteren  Zeugnisses,  wenn  der  Kandidat  zur
Zeit  der  Meldung  noch  die  Landesuniversität  besucht,  ein  Sittenzeugnis  des
akademischen  Rektoramts.

Von  dem  Erfordernis  eines  siebenten  Halbjahres  des  Universitätsstudiums  der  Rechtswissenschaft
  (Ziff.  4)  kann  das  Justizministerium  Befreiung  bewilligen.  Ob  das  Studium
der  Rechtswissenschaft  auf  einer  dem  deutschen  Reiche  nicht  angehörigen  Universität  in
das  dreiundeinhalbjährige  Studium  (Ziff.  4)  einzurechnen  ist,  steht  im  einzelnen  Falle
zur  Entscheidung  des  Justizministeriums.

88.

Gegenstände  der  ersten  Prüfung  sind:

1)  deutsches  bürgerliches  Recht  (das  Bürgerliche  Gesetzbuch  nebst  den  reichs=  und
landesrechtlichen  Ergänzungen)  und  dessen  geschichtliche  Grundlagen;

2)  Handels=  und  Wechselrecht;

3)  Civilprozeßrecht  und  Konkursrecht;

4)  Strafrecht;

5)  Strafprozeßrecht;

6)  deutsches  und  württembergisches  Staats=  und  Verwaltungsrecht;

7)  Kirchenrecht;

8)  Volkswirtschaftslehre.