Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1913. (40)

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(4  Monatet)),  Gerichtsvollzieher  —  jedoch  nicht  Gerichtsvollzieher  in  Strafsachen  —
(6  Monate),  als  Polizeiassistent  bei  der  Polizeidirektion  München  (6  Monate),  als  Schutzmann
  bei  der  Polizeidirektion  München  (bis  zu  4  Monaten?)),  Bezirksamtsassistent  (6  Monate),
Eichmeister  (etwa  7  Monate  5)),  Flußaufseher  (6  Monate),  Staatsstraßenwärter  (6  Monate),
für  den  Rentamtsdienst  (6  Monate),  den  Dienst  als  Eisenbahnsekretär  (6  Monate),  Werkführer
  im  apparatentechnischen  Dienst  bei  der  Telegraphenverwaltung  (6  Monate")),  sowie
innerhalb  der  Heeresverwaltung5)  ist  eine  längere  Beurlaubung  ohne  weiteres  zulässig.

15.  Eine  Verlängerung  des  Urlaubs  oder  seine  wiederholte  Gewährung  wegen  unzureichender
  Befähigung  des  Militäranwärters  ist  zulässig  (vgl.  Ziffer  2).

16.  Ist  ein  Militäranwärter  für  einen  bestimmten  Dienstzweig  oder  eine  bestimmte
Stelle  bei  einer  Behörde  bereits  vorgemerkt  oder  hat  er  vor  Ablauf  des  ihm  gewährten
Urlaubs  eine  etwa  vorgeschriebene  Abschlußprüfung  bestanden,  dann  darf  eine  weitere  Unterweisungs-Beschäftigung
  in  diesem  Dienstzweig  oder  in  dieser  Stelle  nicht  mehr  stattfinden.

17.  Ob  ein  Militäranwärter  wiederholt  zur  Unterweisungs-Beschäftigung  bei  verschiedenen
  Behörden  oder  in  verschiedenen  Dienstzweigen  derselben  Behörde  zu  beurlauben  ist,
unterliegt  der  Beurteilung  des  Truppenteils  (vgl.  Ziffer  2).

b)  Probedienstleistung  oder  Anstellung  auf  Probe.

18.  Ein  Urlaub  zur  Probedienstleistung  oder  zur  Anstellung  auf  Probe  ist  nur  zulässig,
  wenn  die  Anstellungsbehörde  eine  solche  Dienstleistung  verlangt.

19.  Unterinspektoren  dürfen  zur  Probedienstleistung  oder  zur  Anstellung  auf  Probe
nur  dann  beurlaubt  werden,  wenn  sie  nach  Erlangung  des  Zidvilversorgungsscheins  hiezu
ernannt  sind,  und  nur  in  Stellen,  für  die  sie  die  Anwartschaft  vor  der  Ernennung  zum
Unterinspektor  erworben  hatten.

20.  Die  Militäranwärter  werden  in  eine  ihnen  nach  den  Anstellungsgrundsätzen  vorbehaltene
  Stelle  auf  die  Dauer  der  hierfür  (Anstellungsgrundsätze  für  den  Staatsdienst
§  19,  für  den  Kommunaldienst  §  15)  festgesetzten  Fristen  beurlaubt.

21.  In  eine  den  Militäranwärtern  nicht  vorbehaltene  Stelle  sowie  in  Stellen,  die

1)  Militäranwärter,  die  die  Gerichtsvollzieherprüfung  bestanden  haben,  sind  von  der  Unterweisungs-Beschäftigung
  entbunden.

2)  Zum  Besuch  der  Gendarmerieschule

3)  Hievon  3  Monate  Unterweisungs-Beschäftigung,  etwa  vierwöchiger  Lehrgang  bei  der  Normal-Eichungskommission
  vor  der  Prüfung  und  mindestens  dreimonatiger  Vorbereitungsdienst  nach  der  Prüfung.

4)  Für  Militäranwärter,  die  beim  Truppenteil  im  apparatentechnischen  Dienst  besonders  ausgebildet  wurden,
ist  Kürzung  bis  auf  drei  Monate  vorgesehen.

5)  Nähere  Angaben  über  die  Dauer  der  Unterweisungs-Beschäftigung  innerhalb  der  bayerischen  Militärverwaltung
  enthält  das  an  alle  bayerischen  Truppenteile  und  Bezirkskommandos  ausgegebene  „Ausführliche  Berzeichnis
  der  den  Militäranwärtern  usw.  in  der  bayerischen  Militärverwaltung  vorbehaltenen  Stellen“  (D.  V.  450a).