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1606 stillstande, der endlich auf 20 Jahre mit Oesterreich geschlossen
und 1627 verlaͤngert worden, blieben doch noch den
Osmanen als noͤrdlichste Graͤnzplaͤtze Erlau, Gran und
Raab.
1574 —o5. Murad III. Sohn Selims II.
1595 — 1603. Muhamed III. Sohn Murads III.
1603— 17. Achmet I. Sohn Muhameds III.
1617. 15. Nov. — 1618. 20. Febr. Mustafa l. Bruder Achmets I.
entthront.
1618—22z. Dsman II. Sohn Achmets I. wird erdrosselt.
1633. Mustapha I. nach fünf Monaten wieder entthront und
erdrosselt.
35. Nothwendig brachen aͤuch endlich große einheimische
Revolutionen aus, denn die Verfassung war ganz auf einen
kriegerischen, muthvollen Regenten berechnet, und der Hauptpfeiler
des ganzen Gebäudes fehlte, wenn alle persönliche Achtung
des Regenten verschwand. Wie sollten aber die Nachfolger
Selims II. den stolzen, unruhigen, prätensionsvollen
Janitscharen gebieten? Sie, stumpfe und im frühesten Genusse
der Wollust ganz abgenutzte Menschen; meist Jünglinge,
die bloß den Harem und einen Theil des Serajs bannten,
und weder Großwesire zu wählen, noch selbst zu regieren
verstunden.
Häufig ließ zwar der neue Sultan zum frohen, sicheren
Antritt seiner Regierung und um aller Prätendenten sich zu
entledigen, alle seine Brüder hinrichten, alle Schwangere im
Harem ermorden; allein kaum konnte man diese schändliche
Grausamkeit ein Palliatif-Mittel der Erhaltung der Staatsruhe
nennen: denn die Janitscharen', die einmal an Lar—
gitionen und schnelle Befriedigung ihrer keckesten Wuͤnsche
gewoͤhnt waren, bedurften keiner Verfuͤhrung, und fanden gewiß
doch immer noch einen Osmanischen Prinzen, mit dem