schen Regierung geförderte Aktion der « Narodna Odbrana »
wurde damals der Bandenkrieg gegen Oesterreich-Ungarn vorbereitet.
Angehörige der Monarchie wurden hiebei zum Verrate
an ihrem Vaterlande verleitet und systematisch dazu erzogen,
als serbische Emissäre heimtückische Angriffe gegen die Verteidigungsmittel
ihrer Heimat zu richten.
Diese Periode der aggressiven Aspirationen fand ihren Abschluss
mit der von der serbischen Regierung am 31. März 1909
abgegebenen Erklärung, in welcher sich diese mit der, durch
die Annexion Bosniens und der Herzegowina geschaffenen völkerund
staatsrechtlichen Neuordnung abfinden zu wollen erklärte
und feierlich versprach, mit der österreichisch-ungarischen Monarchie
in Hinkunft in freundnachbarlichen Beziehungen leben
zu wollen.
Mit dieser Erklärung schien auch das Ende der, eine stete
Quelle der Unruhe bildenden Bewegung gegen Oesterreich-Ungarn
gekommen und der Weg zu einer wirklich freundschaftlichen
Annäherung Serbiens an die Monarchie betreten. Der
Förderung durch die serbische Regierung beraubt und von ihr
pflichtgemäss bekämpft, hätte die monarchiefeindliche Propaganda
nur mehr ein schattenhaftes, dem baldigen Untergange
geweihtes Dasein fristen können. Dagegen hätten die zwischen
den südslawischen Teilen der Monarchie und Serbien auf sprachlichem,
ethnischem und kulturellem Gebiete bestehenden Berührungspunkte
zur Verrichtung gemeinsamer, vom Geiste gegenseitiger
Freundschaft und paralleler Interessen getragener Kulturarbeit
führen müssen.
Diese Erwartungen haben sich jedoch nicht erfüllt. Die
monarchiefeindlichen Aspirationen sind geblieben und unter den
Augen der serbischen Regierung, die nichts getan hat, um diese
Bewegung zu unterdrücken, hat die gegen Oesterreich-Ungarn
gerichtete Propaganda nur noch an Breite und Tiefe gewonnen.
Der Hass gegen die Monarchie wurde wach erhalten
und hat sich in ein unversöhnliches Gefühl verwandelt. Mit
den alten, der geänderten Situation besser angepassten und
durch neue Methoden ergänzten Mitteln wurde das Volk Serbiens
«zum unvermeidlichen Vernichtungskampfe» gegen Oesterreich-Ungarn
aufgerufen. Systematisch wurden geheimnisvolle Fäden