Aummer 115
Vom Reichêtag.
Am Mittwoch hat sich der Reichslag bis zum
5. Juli vertagt. Die Sommersitzung, zu der er
dann zusammentritt, dürfte nur von sehr turzer
Dauer sein. Es ist wahrscheinlich, daß das Haus
nach 3 Tagen bereits wieder bis zum Herbst in
Ferien##ehen wird.
Berschiedene Na###chten.
Wien, 18. Mai. In Wiener-Neuttadt ereignete
sich in der Fabrir für Deeinfeklions-=apparate
der Firma Thureseld eine Explosion
des Sauerstoffbehälters. Drei Arbeiter wurden
getötet, drei schwer, drei leicht verletzt. Ferner
emstand im Packraum der dortigen Pyrotechnischen
Anstalt der Firma Hansel und Teltbaner
durch Unvorsichtigleit eine Explosion, ourch oie
das ganze Gebäuce zerilört wurde. Neun Arbeiler
wurden getötet, mehrere schwer und mehrere
leicht verletzt.
Bern, 17. Mai.
Aus Kiew werden große
1####schwemmungen geimeldet. Ein Teil der
Stadt steht unter Wasser. Das Eleltrizitäts—
werk ist zerstört, die Stadt —— in Dunlelheit.
Die Ueberschwemmungen des Don haben
nach Meldungen aus Roslowo einen unheimlichen
aAmfsang angenommen. Der Schaden ist
wr sehbar.
ouf, 16. Mai. „Journal“ meloet ans
a#hen, Ein schwerer Wirbelsturm ging über
die Gegend von Saumur. Der Schaden itt sohr
beträchtlich. Die Ernie des Bezirles isl als vernichtet
anzusehen.
Sof-- und Personalnacheichlen.
Amsterdam, 13. Mai. Nach in Cristiania
cingetroffener Meldung aus Stockholm ist Kö
nig Gustav ertrankt. Er hat sich einer Operalion
unterjiehen müsisen.
B#werische Nacheichten.
Augsburg,. 18. Mai. Voyn Wilderern ersch
#ssen wurde in der Nacht zum Mittwoch im
Jagogebiet eines Augsbimnger Pachtertzusot
tiums im benachbarten Bobingen der 42 Jahre
alte Jäger Joh. Taschner. Da die Leiche sowohl
einen Schr##t als einen Kugelschuß aufweist und
der Jagdhund Taschners miterschessen wurde,
nimmt man an, das die Tat meuchlingss von
zwei Wilderern verült wurde. Taschner war verheiratel
und Vater von fünf Kindern.
Schwabmünchen, 18. Mai. Beim Transport
eines Grabkteines stürzte das Fuhrwerk um,
wabei die Frau des Steinmetzmeillers Norbert
dd° in Langerringen durch den Sturz
einen schweren Schädelbruch erlilt und nach wenigen
Minuten tot war.
Kaufbeuren, 18. Mai. Geitern abend ging
über Kaufbeuren ein schweres Gewitter mit
Hrepen Regenmengen nieder, das im Verlaufe
ceiner Stunde zu größter Hegtigkeit sich steigerte
und von anhaltenden starlen elektrischen Entladungen
begleitet war. Die Blute und Fluren
blieben glucklicherweise unbeschadigt.
Uschaffenburg. 18. Mai. In Fechenheim
spielten mehrere Knaben im Alier von 12 bis 14
Jahren mit einem Granatzünder. Durch eine
Explesion wurde ein Knalc sofort gelötet und
sechs schwer verletzt. Einer der Schwerverletten
ist bereilo seinen Verletzungen erlegen.
Begerliches Oberland.
Drien, 13. Mai. Der König ill heute vormitlag
912 uhr, legleitet ron dem Obertthof-=meister
Freiherrn von Leounrod, in Prien eingetrissen.
Im Vahnhof, welcher im Feischmuck
prangte, empsingen die Königin mit den Prin
zestinnen Hildegard, Wiltrud und Gundelinde
sowie deren Gesolge den König. Außerdem waren
Asssend Reichsrat Freiherr von Cramer-Kletl,
die Generale von Bomhard und Scheller,
Kämmerer Baron Waldenfels, Oberlandgerichteral
Krainer als BVorstand de: Amtsgerichts,
Pfsarrer Frischhut, Bürgermeister Haas, Beifeerducter
Dr. Weinhart, Stationsvorstand «
der und Frau Dr. Weinhart als Vorsteherin
des Frauenrerein. Das Königspaar zog alle
zum Empfang Erschienenen ins Geipräch. Beie
herrlichem Wetter erfolgte im offenen Hoswagen
die Fahrt durch den reich beflaggten Markt Prien
nach Schloß Wilde##warth, wo gleichfalls die
Ortsjugend mit der Lehrerschaft und der Gemeinde
dem König einen freudigen Empfang bereitete.
Das Königspaar und die Prinzessinnen
haben abends gegen 8 Uhr Prien wieder verlassen
und sind um 9 Uhr 20 Minuten nach
München zurückgelehrt.
Nolbermoor, 18. Mai. Am Mittwoch den
16. Mai siel der zwei Jahre alte Knabe des
seit Kriegsbeginn im Felde stehenden Fabrilarbeiters
Hirschberger in den hochgehenden
Werkkanal der Baumwollspinnerei und wurde
etwa 100 Meter weit fortgerissen. Der bei
S# Seestaller als Bäckerlehrling beschäftigte
15 jöhrige Karl Anderl sprang in den Kanal
und das Kind vom Tode des Ertrinkens.
Ehre dem wackeren jungen Manne für seine
bro#e Tat!
IIFSel#sr Aneigen ## #
Bas A#bling, 18. Mai. Das zweijährige
Kind des Sattlers Thaler vrom Marmorwerk
wird vermißt. Man, tefutchtei. daß es in den
Trijtlanal gefallen ist
Irschenberg, 18. Mai.
ersreut sich hler rines neuen Aufschwunges. Die
Gutsverwalterin Auna Ableitner des Auerbauernhofes
im unteren Leihachtale hat einen
zweijährigen Hengst um 30000 Mt. und zwei
Fuchshengstfohlen um 36000 Mk. an einen Erdinger
Bauern verlausft.
Baprischzell, 138. Mai. Unsere Alluorbern
Verlobten sich, alljährlich am Freilag in der
Kreuzwoche einen Kreugritt zum guten Gedeihen
der ferdezucht alzuhalten. Auch heute sand er
wieder in seierlicher Weise unter Al#- iingen der
Erangelien in den Kirchlein von Weitan, Dorf
und Osterhe sen und mit einem Ant in der Psarrlirche
slatl. Voran zog ein Neiter mie Kirchenfahne,
dann folgten 60 Neiter; auch der Seelsorger
war zu Pfserde.
Tegerusce, 18. Mai. Der als langlähricer
Bürgermeister und Landrat in weiten Kreien
ke#launte Qekonomierat Johann Ni# in Te.
gernsee, Ehrenburger der Gemeinde, jeiert am
22. Mai, mit seiner Gattin, geb. Rummel, die
golocnec Hochzcit.
Wasserburg, 18. Mai. Der Besuch aus
der nahen Großstadt hat mit dem schonen Maimelter
schon recht lelhaft eingeienzt Neben der
schönen Gegend werden es wohl auch die proringlerischen
Fleischlöpse sein, die ihre Anziehungstkrast
lundtun.
Traunstein, 18. Mai. Am J. Mai halen
sich aus der elterlichen Wohnung in Traunstein
die Kaufmannesöhne Ott? Kiderlen, Realschüler
der 5. Klasse, und sein Bruder Feroinand, Realschüler
der 3. Klasse, heimlich entfernt. Die Knaben
trieben sich zuerst einige Tage in der Gegend
von Traunstein in Wäldern umher und
haben sich vermutlich nach der Gegend von
Mühldorf begeben. Sie beabsichtigen, nach
Rosiok in Mecklenburg weiter zu wandern, wo
sie schon im vorigen Jahre gentin hatlen. Auf
die Ergreifung der jugendlichen Auereißzer ist eine
Belohnung von 100 Mk. ausgesenzt.
Freilassing, 18. Mai. Während ihre Angehorigen
auf dem Bittgang sich befanden, hat
in Saaldorf die Bauerntochter Viltoria Eder
sich erhangt. Die brave Familie wird allgemein
Die Psferdezucht
hedauert.
Vad Reichenhall, 18. Mai. Die 1. Fremdenliste
rerzeichnet mehrere hundert Kurgäste.
Eine Reihe ven Maf nahmen wurd“ keschlossen,
die einerseits das Hamnern durch KRurgäste unmöglich
macht. andererseile aber eine geregelle
und möglichit gleichheitliche Verpflegung der
Kurgäsie sicherstellt. Die Holel und Peniionsbssiter.
die fjämtlich im Kurverein zusammengeschlossen
sind, haten Minde'spreise für Pensienen
im Betrag von 8 und 10 Ml. für den
Tag samt Wohnung feitgelegt und sich bei Meidung
einer Konventionalstrafe zu deren Einhaltung
verpflichlet; auserdem wurde eine beschei.
dene Einheitsspeifenkarte ausgcarbiitet. Cine Regelung
der Speisenalgabe ourch die Regierung
sieht überdies noch bevor.
Cotamachrichten.
Verwendung im Hcerc.
Von amtlicher Stelle wird und milgeleill:
Der im Oltel#r 1916 von den deutschen Kriegeministerien
an de Truppen ausgegebene Erlaß.
der diesen die möglichitc Schonung von Soldaten
aus solchen Familien ans Herz legte, die schon
schwere Blutopser gebracht hatien, und deren
letter Sehn dem Feinde, unmittelbar gegennberstand,
hat sch on manchen Mann an einen verhältnismäsiig
sicheren Peiten Zebracht und von
mancher schon hartgeprüften Familie. wenigitens
die schwerste Sorge genommen. Vielfach hat
dieser Erlaß aber auch eine falsche Beurkeilung
erfahren, besonders bei Angehörigen, die
cine solche Bitle gestellt haben und denen oie Erjullung
der Bitte rersagt werden mußte. Hier
iit vor allem darauf hinzuweisen, daß ein Recht
der ein Anspruch auf Sicherstellung des letzten
Sohnes nicht besleht und daß die anscheineno
nicht gleichmäs ige Auslegung der gegebenen Bestimmungen
seitens der Truppenteile in den verschiedenen
Verhältnissen legründet it. Wahrend
an den einen Truppenteil solche Gesuche
nur ganz vereinzelt gelangen, häufen sie sich
lei einem anderen. Der eine kann die wenigen
Bitten fast ausnahmslos erfüllen, auch wenn cs
p um minder schmere Fälle handelt, der andere
kann aus der Fülle der Bitten nur die
Fälle berücksichtigen, de besonders trauirig gelagert
sind. Beide haben infelge der Verwendung
von garnisonsdiensttauglichen Mannulschaften
hinter der Front nur noch wenige Posten
sern von der vordersten Linic, auf die sie die
zu schonenden Lente einteilen lönnen, und zunn
diese einmal mit olchen „letzten Söhnen“ besetzt
sind, sehlt der Truppe leider die Möglichteit,
eine sonst berechtigte Bitte zu erfüllen. Em Ausgleich
zwischen iden einzelnen Truppenteilen, damit
bei allen, miöglichtt gleichartige Verhältnisse
geschaffen — ist aus naheliegenden Gründen
undurchführbar. Die Versetzung zum Besatzungsheer
kann für in den allerseltensten Fällen in
Frage kommen, da trog des allseitigen Wun
sches der milt. Stellen, das harte Los der ginzelnen
Familien zu lindern, l#ets als oberster
Grundsac sestgehalten werden muß: „Die
Schlagfertigkeit des Heeres und das Allgemeinwehl
müseen allen anderen Rücksichten vorangchen.“
Rosenheim, 19. Mai.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Leutnant d. R. Otto Krebs, Kompagniefühler
in einem Res.-Ju# Reg., Sohn des
Bezirlsarztes Dr. Krebs in Bad Aibling, In.
haler deo Eisernen Kreuzes 2. Kl. und des Militärrerdieniterdens
4. Kl. mit Schwertern; Benno
Huber, Zchmiedmeiiterssohn aus Albaching,
Landwehrmann in einem Res. Inj. Neg. Inhaber
des Eisernen Kreuzes 2. Kl.; Fr. Egino
Pfisler, Gärtner und Sakriftan im Franzislanerlloster
zu Muhloorf, Soldat in einem Armicrungobataillon:
Simon Maner. Hauslesitzerssohn
aus Mieskach. Kanonier in einem Fust
Arl. Reg.:; Ler enhard Nottensufeer, Bergmann
au## Schliersee, Soldat in einer Minenwerser
k#pagnie: Inhatber des Eisernen Kreuzes und
dco Militärverdienstkreuzes 3. Kl. mil der Krone
und mit Schwertern: Anton Wankerl, Bahnarteiter
und Hausmeisler aus Schliersee, Soldat
in einem Landsturm-Jus.-Bataillon, Jnhaler
des Eisernen Kreuzes, 2. Kl.; Woligang Ad##-mer,
Eleltrizitate und Sagewerklsbesiter##l,hn
aus Nus derf am Inn, Insanterist in einem Zujanterieregiment,
Juhaber des Eisernen Kreuzes
2. Klasie.
Auszeichnungen im Felde. Der Landwehrmann
Peter Schufter, Monteur aus Rosenheim,
wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl.
ausgczeichnet: Schuster sieht bereits seit Kriegsbeginn
im Felde. Dem (efreiten Balthasar
Schmidt, Gütlerssohn aus Pruning, wurde das
Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen: Schmidt war
zuletzt Schweizer im Flötzingerbräu, ist bereits
am dritten Mobilmachungs tag eingerückt und
steht in einem preuß. Inf. Reg. Für tapferes
Verhalten erhielt Badermeister Zen? Häusler,
Wehrmann in einem Inf.-Neg., das Eiserne
Kreuz 2. Klasie.
Todesfall. Im Diensie der Nächstenliebe
starb in München Fräulein Christine Mayer,
Tochter des Herrn Geh. Medizinalrates Dr.
H. Rob. Maver. r Kreisarit in St. Goars-Ruuses
a. Rh. Die Leiche wird nach Roĩenheim
überführt und hie leerdigt. Drei Brüder der
Berstorlenen dienten im . Leib--Regiment.
je in der gleichen Kompagnie. Der älteste davon
jiel als Hauplmann und Kompagnieführer in
den Kampfen bei Mpern im Jahre 1914, wäh
reno dort der jungsie der drei Brüder als Arzt
den Verwundeten die ersten Verbände anlegte.
Er itehl jetzt als Mililär-Asfistenz= Arzt in Ham.
lurg. Der dritte Bruder tul hoch in den Karpathen
als Militärarzt Dienit.
Kanallauamt. Der Vahnrerwalter der
Bauinspeltien Rosenleim Otto Entlin wurde in
gleicher Dieniteseigenschaft in ctatsmäßiger Weise
an die Kanalbauinipeition Aschaffenburg berufen
er Hias“ u. die U Boot Spende.
Aus- der Vtitte des Reichs tags ist cine u#s (Gabe
kes ganzen deutschen Molles darzutringenoe U-Rrot.
Spende angeregt worden. Allentheiden ist
diese Anrtegung kereits verwirklicht worven, auch
Rosenheim will dabei nicht zuruckbleiben. Der
Flottenbund deulscher Frauen wollie 3u oie ien
Zweck einen cigenen Abend veranflalten. Die
dafür in Aussicht genammenen kunstleri#chen Darbietungen
werden aber jetzt durch die Auffuhrung
des feldgrauen Spiele „Der Ss“ er
sett. Die Auffuhrung zugunsien der Il. Boot-Spende
findet am kommenden Montag fatt.
Rosenheim mird eine Ehre dareinsetzen, an diec.
sem Abend den tapferen U. Boot Helden, dic so
glänzende Taten in der Niederzwingung unseres
schlimmsten Feindes#r ollbringen, eine Danlesschuld
al zutragen Gerade diese Aufführung
des „Jias“ rerdient einen vollbesetzten Saal.
Die U. Beot- Helten sollen wissen, das ihrer auch
am Fuße der Alpen dankbar gedacht wird.
Die Inn-Wasserkraft. In Nr. —19
bringt oi. „München-Augsburger Abenostg.“
einen Artikel über die gewerbliche Emwiatung
anc#ns. Da werden auch die Wass#ekratte
v. Ill. r. Lech. Isar und Inn ausgezahn. Mit
Bezug auf lebteren heißt coe: Zur An-nubung
des Jnn zwischen Jettenbach und Muhlar iji
ein Plan ausgesiellt, nach dem 501½ zur
Varfügung stehen und dessen Aueführung 60
Millionen Mark kostet. Ju Aussicht genommen
ist ein Aluminiumwerk. ** fehlen noch Unternehmungen,
die das Sommerwasser uber 165
S.kuneen-Kubilmeter ausnutzen. Ein weiter's
W.## an dieser Strecke könnte überschlägig
207 000 PS. erzeugen. Olerhalb Jettenbachs
und unterhalt Mühldorfe steht die Kraft oes
Jnnn nech zur Verfügung. Die obere Stufe
ven Kufitein bis Attel könnte 60 000 MS., die
Stuse von Mühldorf bis Simbach wenigstens
5%% PS. erzeugen.
t Steuereinzahlung hat oas Kagl.
Ken Resenheim die Tage vron Montag, den
21. bis Freitag, den 25. Mai bestimmt. Wir
machen auf die Bekanntmachung des K. Rentamts
Rosenheim hierüber aufmarksam.
Fleischlose Wochen? Nach einer Meldung
der „Badischen Landesztg.“ hat der babische
Minister des Innern Frhr. v. Booman im
Haushaltsaueschuß der dadischen zweiten Kam-
mier mitgeteill, das Kriegsernährungsamt habe
Sonntag, 20. Mai 1917,
die Einführung sie schl ser Wochen im Spätjahr
in Aussicht genommen, um den Viehstand im
Denischen Reiche zu schenen. Diese Nachricht
darf noch bezweiselt werden, doch hat erit jüngit
Minister v. Brettreich milgeteilt, daß wir und
gegen Herb##mehr an Gemsselest werden ge.
wöhnen mussen.
Nusil and Thealer
er Hias“.
Ein edaraui Epiel reu H.
Ab Samolag in Resenheim
.,Deutscher Kaiser“.
Eine reuische Pat##zuille ist in einen Hinterall
geralen und der flarten Ueb #macht erlegen.
Der rerwundete Leumant Wengern u. einige
Sldaten sind gesangen, #de andern lol:; nur
„Hin“, der Bursche des Leulnanis it entrannen-
kehr!t aler #rei mlilig zurn4 u##l ihm das
Schickjal seiner Herru lene Nuhe: I.##1.
Diese ruhreute Tieue do#ht dem lraven Vur,
schen zum #erhangnis zu werten, dem sein
Leutnam und die deutschen Seloalen werden auf
Vetreiben des ĩchurliichen Qaushoimeisters Ga
trren rom Schio) „Mon Plaisir“ b#eschuloigt,
rie Pfortsetofrau eim roei zu halen. Am andern
Moargen ichon soil de Kriegegericht##igung
statlfinden, uler deren Ausgang bei dem blin.
den Deutschenhaf lein Zweifel beitehl.
In dieser hoffnungslosen Lage beschließt
iae zu fliehen und Hilse hertbeizurufen.
Durch Vermittlung der in den Burschen ver
sw. ssenen Kantmerzofe Ninette gelingt die Flucht.
D zurucklieibenken verwundeten Leutnant
Gilardone.
Theatersaul
VDem
zaubert ein wohltitiger Fiebertraum traute Heimatbild#er
zurnd. die zu den itin mungerollhen
Cinlagen der Stae: gehoren. Zm Fruhli ings
zauler de; dent Waldes sieht er sein jun
ges Weil wantein und im undern Bilde im
Vrautfleid in der Karelle sur ihn beten.
In der Ruhe'tetlung hegt man inzwischen
ermi ile Besorgnis wegen ce? Schidfals der Patrauille,
geht aber trotzoem mit Eifer daran.
Kong= Ge##urlstag im Felde wurdig zu
egehen. Die Kompagnie marschiert auf, die
behe . spielt einen schmetternden Marich,
und gibt damm das Signal zu ungebunoener
Seldat. mrehlichiein. Wer untker den Feldgrauen
irg#end etwas zur Unterhaltung beltragen tann.
meldet sich und so piell iill ror umern Augen
ein Variele Pragramm ab. das sich uberall iehen
laisen lonnie. se glanende 2 im'ilern iind darun
ter.
Mitien in rem Fesieelnte! aler tommt alem:
les der al Franzose veikleidel: Hias und mel.
del das Unheil. das der Palrouille widerfahren
und das schreklice SWhicfal. das den Ge.
fangenen drehl. Zofort ĩent sich der Ol#rleutuant
lelephenisch mit dem Regimente ins?
Benehmen und erhait die Mitteilung. daß am
andern Me'rgen ein umfassender Angriff auf
das frantösische Schloß erfolgt. Damu in 532
Königefen jah unterl rechen.
Der drite All fuht uns in die Kriegegerichtsiipung
undo rerieht. die HDandlung ge
schickt zu heigern: das Urieil ileht hei de: Mehr
zahl der Richter säen im vornlherein ien, obichon
der rerdachlige Eis#er dz S#aldaten Gaiton allen
auffallen musse.
Während der Teihnnolung macht sich („#e
ich lchier lemerkbar, dae sich derart sieiger:,
daf der Verfsirende aui den Schluß drangt.
Eben beantragt der bffentliche Anklager, die
deutschen Ceiangenen d'? Mord#s schuloig zu
sprechen, da kemmt die aufregende Meldung. daß
die Deutschen die franzose'cr Line durchkrochen
halen une im Siurm gege't dns Schlot# vor
brechen.
Dieser Strm wird nun in einem gretarig
inienierter. teno wahren Film vorgefuhrt
und selt sich elem dramalisch wirkfam in der
Buhnenhand lung junl. Die Besatzung wird uberwaitigl,
dar gesamte Krichegersch geiangen ge
nemmen. Der Befteiung des Leutnams Wen
gern uno seiner Begleizt aus bochiter N.1 rolgt
auf dem Fus# die Tutlarrung des gemeinen
Hausheimcisers.
In wurdiger Weise klingt dar Suck aus in
ein Hurrah an Kaiser und Konig. Heer und
Flotie uno schlieilt mit dem beherzigenowerten,
eindringuichen Mahnrui der Charitas.
Das it in kursen Strichen der Inhalt des
jeldgrauen Spiels, das ren heute Samstag ab
in Resenheim im Theatersaal zum „Deutichen
Kaiser"“ uler die Breller geht. In Munchen
erlelte es am 15. Mai seine 250. Aufführung
durch die (Gruppe Suo ders felograuen Spiels.
Die Darneller des „Lias“, Gaston. Wastl. Alisi
und der Ninette haben bei allen Aufführun.
gen mitgewirlt; die verschiedenen anderen Nol.
len 100 bie 150 mal. Der Jean, der schon von
Anfang an mitgemacht, dann bei der Gruppe
Nord und zuletzt bei der Gruppe Weit lätig war,
spielte bei der Jubilaumerorstellung zum 322.
Male.
Nachtrag.
„Der Hias“. Voan der Spielleitung wurde
heute nachmittags folgendes bekannt gegedben:
Wegen Nichtbeurlaubung eines Haupt#
Mitwirlenden kann die heutige Nachmittagsdor.
stellung (#chülervorsrellung) nicht slattfinden.
Ob die Abendrorstellung i Samstag, tattfinden
kann, wird noch bekannt gegeben.