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zwischen den bürgerlichen und adligen Rittern, auf die
ich sogleich komme. 9“
Mit Friedrich Franz kam, wie an andern
Höfen und Höschen Deutschlauds der damals frühzeitig
mit den Revolutionsideen ausgekommene Kantssche
Idealismus zur Herrschaft: die größtmöglichste Zahl
der Schwarzröcke Mecklenburgs ward dadurch berückt,
und predigte fortan dem Obotritenvolke vernunftgläubig
Lon den Kanzeln. Die mecklenburgische Ehren-Geistlichkeit
verweltlichte und man kann sogar sagen,
Lerwilderte nicht wenig unter Friedrich Franz,
dergestalt, daß er sogar sie abmahnen mußte, nicht so
vehement Karten zu spielen und sich nicht so auffallend
zu kleidven. Friedrich Franz selbst war emschieden
rationalistisch tingirt, er schaffte unter andern das alte
orthodore Ludwigeluster Gesangluch ab und gab Auftrag
„eine Sammlung guter, von mystischen Ausdrükken
gereinigter Lieder“ herzurichten. Diese derbe Vernunft
war mit einer noch derberen Sinnlichkeit vergesellschaftet,
der er den Zügel recht mit Vehagen überließ:
er war so recht ein Musterstück eines oborritischen
Genuß= und Lebemanns und brauchte, wie schon einmal
gesagt, dazu gar viel Geld. Und immer wußte Friedrich
Franz das gar viele Geld, das er brauchte, sich durch
die treuherzige Weise, in der er mit seinen Ständen umging,
sich zu verschaffen: ging es nicht anders, so legte
er sich geradezu aufs Bitten und Schmeicheln „ihn
doch nicht im Stiche lassen zu wollen“ im
plattdeutschen Joiome.
1) Hamschriftliche Mitlheilung aus Mecklenburg.