diesem Ziele näherzukommen, solange sich nicht die Zentral—
mächte und ihre Verbündeten in offizieller Form über ihre
Kriegsziele und darüber geäußert haben, zu welchen Wieder—
herstellungen und Entschädigungen sie bereit sind, durch welche
Mittel in Zukunft die Welt vor der Wiederholung der Greuel,
unter denen sie jetzt leidet, bewahrt werden könnte. Selbst
hinsichtlich Belgiens, und in diesem Punkte haben
die Zentralmächte anerkannt, im Unrecht zu sein, ist uns niemals
eine bestimmte Erklärung über ihre Absicht
bekannt geworden, die völlige Unabhängigkeit wiederherzustellen
und die Schäden wieder gutzumachen, die sie es
hatten erdulden lassen. Seiner Eminenz dürften zweffellos
die Erklärungen gegenwärtig sein, die von den Alliierten
in Beantwortung der Note des Präsidenten
Wilson abgegeben worden sind. Weder von Österreich noch
von Deutschland ist jemals eine solche (äquivalente) Erklärung
erfolgt. Ein Versuch, die Kriegführenden in Übereinstimmung zu
bringen, erscheint so lange vergeblich, als wir nicht über die
Punkte im klaren sind, in denen ihre Ansichten auseinandergehen."“
Die Ankwork des Reichskanzlers Michaelis.
Berlin, den 24. September 1917.
Euerer Exzellenz
genedgtes Schreiben vom 30 . v. M. habe ich zu erhalten die Ehre
gehabt und bitte den Ausdruck meines aufrichtigen Dankes für
die gütige ÜUbersendung der interessanten Mitteilungen entgegenzunehmen.
Wie ich aus dem Schreiben Euerer Exzellenz entnehme, will
der Herr Kardinalstaatssekretär seine Bemühungen für baldige
Herbeiführung eines gerechten und dauerhaften Friedens wirk—
sam fortsetzen; ich nehme hiervon mit lebhafter Genugtuung
Kenntnis, da die Wünsche der kaiserlichen Re—
gierung mit diesen Bestrebungen Seiner
Eminenz vollkommen übereinstimmen.
Euere Exzellenz wollen mir gestatten, zu der mir gütigst
übermittelten Abschrift eines Telegramms der königlich großbritannischen
Regierung an ihren Gesandten bei dem Heiligen
Stuhle nachstehendes zu bemerken: